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Digitale Agenda: Offenerer Zugang zu wissenschaftlichen Informationen – Kommission holt Meinungen ein

European Commission - IP/11/890   15/07/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Digitale Agenda: Offenerer Zugang zu wissenschaftlichen Informationen – Kommission holt Meinungen ein

Brüssel, 15. Juli 2011 – Die Europäische Kommission hat auf Initiative der für die Digitale Agenda zuständigen Vizepräsidentin Neelie Kroes und der Kommissarin für Forschung und Innovation, Máire Geoghegan-Quinn, eine öffentliche Konsultation über den Zugang zu digitalen wissenschaftlichen Informationen und ihre Bewahrung eingeleitet. Forscher, Ingenieure und Unternehmer in Europa müssen schnell und einfach auf wissenschaftliche Informationen zugreifen können, um mit ihren Kollegen in anderen Teilen der Welt auf Augenhöhe in einen Wettbewerb treten zu können. Moderne digitale Infrastrukturen können dies wesentlich erleichtern. Einige Herausforderungen bleiben jedoch bestehen, wie z. B. die hohen und steigenden Abonnementpreise für wissenschaftliche Publikationen, der kontinuierlich wachsende Umfang wissenschaftlicher Daten und die Notwendigkeit, Forschungsergebnisse auszuwählen, zu verwalten und zu bewahren. Ein offener Zugang – im Sinne eines kostenlosen Zugangs zu wissenschaftlichen Inhalten über das Internet – kann dazu beitragen, diese Herausforderungen zu meistern. Wissenschaftler, Einrichtungen der Forschungsfinanzierung, Universitäten und sonstige Interessengruppen sind aufgerufen, ihre Vorschläge zur Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen einzureichen. Die Konsultation läuft bis zum 9. September 2011. Der Zugang zu Wissen und dessen Weiterverwendung sind ein zentrales Ziel der Digitalen Agenda für Europa und der Innovationsunion.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte dazu: „Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung sollten grundsätzlich so weit wie möglich verbreitet werden. Die weite Verbreitung von Wissen innerhalb des Europäischen Forschungsraums und darüber hinaus ist ein wesentlicher Motor für wissenschaftlichen Fortschritt und Innovationen und damit für Wachstum und Beschäftigung in Europa. Wir streben einen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen an, damit wir alle in möglichst großem Ausmaß von Forschungsinvestitionen profitieren können – im Interesse des wissenschaftlichen Fortschritts, aber auch der Bildung, der Innovationen und anderer Formen der kreativen Weiterverwendung. Aus dem gleichen Grund müssen wir wissenschaftliche Aufzeichnungen für künftige Generationen bewahren.“

Beteiligte Akteure sind eingeladen, ihre Ansichten zu zentralen forschungspolitischen Themen zu äußern. Dabei geht es um die Frage,

  • wie wissenschaftliche Artikel für Forscher und die Gesellschaft insgesamt besser zugänglich werden könnten,

  • wie Forschungsdaten weithin zur Verfügung gestellt und weiterverwendet werden können und

  • wie ein kontinuierlicher Zugang zu digitalen Inhalten sichergestellt werden kann und welche Hindernisse der Bewahrung wissenschaftlicher Ergebnisse noch im Wege stehen.

Nächste Schritte

Die Europäische Kommission beabsichtigt, bis Ende 2011 eine Mitteilung über den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und deren Bewahrung herauszugeben. Sie soll ergänzt werden durch eine Empfehlung zu Maßnahmen, mit denen die EU-Mitgliedstaaten den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen verbessern können.

Hintergrund

Im Februar 2007 hatte die Kommission eine Mitteilung zum Thema „Wissenschaftliche Informationen im Digitalzeitalter: Zugang, Verbreitung und Bewahrung“ angenommen.

Im August 2008 leitete sie im Zuge des 7. Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung (RP7) das Pilotprogramm „Offener Zugang“ ein. Das Programm erstreckt sich auf etwa 20 % des RP7-Budgets und deckt die Bereiche Gesundheit, Energie, Umwelt, Teile des Programms Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Bereiche elektronische Infrastrukturen, Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften wie auch das Programm Wissenschaft in der Gesellschaft ab. Forscher/innen, die an RP7-Vorhaben in diesen Bereichen teilnehmen, sind im Rahmen des Pilotprogramms verpflichtet, die daraus resultierenden Publikationen frei zugänglich zu machen.

Weitere Informationen:

Öffentliche Online-Konsultation zu wissenschaftlichen Informationen:

http://ec.europa.eu/research/consultations/scientific_information/consultation_en.htm

Website zur Digitalen Agenda:

http://ec.europa.eu/digital-agenda

Innovationsunion:

http://ec.europa.eu/innovation-union

Website von Neelie Kroes:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

Neelie Kroes auf Twitter:

http://twitter.com/neeliekroeseu

Website von Máire Geoghegan-Quinn:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/geoghegan-quinn/

Ansprechpartner/innen:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Linda Cain (+32 2 299 90 19)

Mark English (+32 2 296 24 10)

Monika Wcislo (+32 2 298 65 95)


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