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Task Force empfiehlt auf dem Erfolg des Europäischen Forschungsrats aufzubauen

Commission Européenne - IP/11/862   12/07/2011

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission – Pressemitteilung

Task Force empfiehlt auf dem Erfolg des Europäischen Forschungsrats aufzubauen

Brüssel, 11. Juli 2011 – Die Task Force, die von der Europäischen Kommission für die Zukunft des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingesetzt wurde, hat vorgeschlagen, dass der Präsident des ERC und Vorsitzende des wissenschaftlichen Rats des ERC, der die Wissenschafts- und Forschungspolitik der Organisation bestimmt, ab 2014 quasi eine Vollzeitfunktion übernehmen sollte. Der Präsident sollte in Brüssel arbeiten. Sie hat ferner vorgeschlagen, die Rolle des Direktors der ERC-Exekutivagentur zu stärken, der die ERC-Fördermittel für führende Forscher in Europa verwaltet. In dem heute veröffentlichten Bericht schlägt die Task Force eine Reihe weiterer Änderungen vor, um die Flexibilität, Effizienz und Autonomie des ERC - ohne Beeinträchtigung seiner Rechenschaftspflicht - zu stärken sowie den Antrag auf ERC-Finanzhilfen und deren Verwaltung für Forscher zu erleichtern. Die Task Force kam zu dem Schluss, dass der ERC eine Exekutivagentur bleiben sollte, da er auf diese Weise am besten zu dem bevorstehenden Programm „Horizon 2020” beitragen könnte.

„Der Bericht der Task Force befasst sich einvernehmlich mit dem bisherigen Erfolg des ERC, seinen Stärken und Schwächen, sowie mit dem Bedarf an einer weitgehenden Kontinuität und geringfügigen aber wichtigen Änderungen. Wie ich bereits gesagt habe, bin ich der größte Befürworter des ERC und der Bericht bestärkt mich in meinem Urteil. Ich werde ihn berücksichtigen, und die Kommission wird so schnell wie möglich Maßnahmen auf der Grundlage der Arbeit der Task Force vorlegen, so dass wir die besten Bedingungen für die Zukunft des ERC schaffen können“, so Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Schaffung einer quasi Vollzeitfunktion in Brüssel für den Präsidenten des ERC sowie die Definition einer stärkeren Exekutivfunktion des Direktors der Agentur bestehende Zweifel an deren Funktionen und Zuständigkeiten ausräumen würde und finanziell effizienter wäre. Eine Vereinfachung und Einsparungen würden durch die Abschaffung des Posten des ERC-Generalsekretärs ab 2014 erreicht werden, dessen derzeitige Rolle als ständige Vertretung in Brüssel künftig weitgehend Teil der Arbeit des Präsidenten wäre, sowie durch die Vermeidung der zusätzlichen Kosten für den Aufenthalt eines Präsidenten außerhalb von Brüssel.

Weitere Einzelheiten über die Empfehlungen des Berichts

Den Empfehlungen zufolge soll eine umfangreichere und deutlichere Delegation wissenschaftlicher und verwaltungstechnischer Zuständigkeiten von der Kommission an den wissenschaftlichen Rat bzw. an die Exekutivagentur des ERC stattfinden.

Darüber hinaus wird in dem Bericht vorgeschlagen, dass die „alltägliche“ Überwachung des ERC direkt über den Lenkungsausschuss durchgeführt werden soll, der die ERC-Exekutivagentur formell im Namen der Europäischen Kommission überwacht. Der Ausschuss sollte unter dem Vorsitz des Generaldirektors der GD Forschung und Innovation der Kommission geführt werden und zwei Mitglieder des wissenschaftlichen Rats des ERC einschließen. Der Direktor der ERC‑Exekutivagentur wäre unmittelbar gegenüber dem Lenkungsausschuss rechenschaftspflichtig.

Die Task Force führt an, dass dies leichter und weniger ressourcenintensiv wäre als die derzeitige Regelung, da diese eine detaillierte Vereinbarung einschließt und unter Mitwirkung mehrerer Kommissionsbedienstete durchgeführt wird, die dann andere Tätigkeiten wahrnehmen können.

Sie schlägt die Einrichtung einer unabhängigen, privaten ERC-Stiftung mit dem Namen „Friends of the ERC“ vor, die die Spenden an den ERC aus privaten, philanthropischen Quellen verwalten soll.

Die Task Force empfiehlt außerdem, die Formalisierung der bestehenden Koordinierungsgruppe, die die Führungskräfte des wissenschaftlichen Rats und die oberste Leitung der Exekutivagentur vereint, um die Kohärenz zwischen strategischen und operativen Aspekten zu verbessern.

Die Umsetzung der Empfehlungen des Berichts könnte teilweise durch autonome Beschlüsse der Europäischen Kommission stattfinden. Jedoch würden einige Maßnahmen Änderungen des umfassenderen EU-Rechts für die Regelung des ERC erfordern. Dieses wurde ursprünglich im Rahmen der Rechtsvorschriften erstellt, unter denen das Siebte EU‑Forschungsrahmenprogramm umgesetzt wurde und steht im Einklang mit der Ratsverordnung zur Festlegung des Statuts der Exekutivagenturen (2003). Derartige Änderungen würden die Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Rats erfordern und könnten beispielsweise als Teil des Vorschlags der Kommission für das zukünftige Programm „Horizon 2020“ vorgebracht werden.

Hintergrund

Der 2007 von der EU eingerichtete Europäische Forschungsrat ist die erste gesamteuropäische Organisation zur Finanzierung der Pionierforschung. Ihr Ziel ist die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen in Europa. Dazu unterstützt er den Wettbewerb um Finanzmittel zwischen den besten, kreativsten Forschern, unabhängig von ihrer Nationalität und ihres Alters. Darüber hinaus bemüht sich der ERC, die besten Forscher aus aller Welt nach Europa zu bringen. Der ERC, die modernste bahnbrechende Einrichtung des Siebten EU‑Forschungsrahmenprogramms (spezifisches Programm „Ideen“) verfügt über ein Gesamtbudget von 7,5 Mrd. EUR für eine Zeitspanne von 2007 bis 2013.

Die derzeitige Vorsitzende des wissenschaftlichen Rats ist Frau Prof. Helga Nowotny. Insgesamt besteht dieser Rat aus 22 angesehenen Wissenschaftlern und Gelehrten, darunter auch eine Reihe von Nobelpreisträgern. In seinem Hauptsitz in Brüssel kümmern sich rund 330 Bedienstete der Exekutivagentur um die Umsetzung der Strategien.

Links

- Abschlussbericht der ERC-Task Force, 12. Juli 2011

http://erc.europa.eu/pdf/ERC_Taskforce_Report.pdf

- Pressemitteilung der Europäischen Kommission über die Task Force, 21. Dezember 2010:

IP/10/1759

ERC-Website: http://erc.europa.eu.

Anhang: Mitglieder der ERC-Task Force

Robert-Jan Smits, Generaldirektor, GD Forschung und Innovation (Vorsitz)

Wolfgang Burtscher, Stellvertretender Generaldirektor, GD Forschung und Innovation

William Cannell, Berater, GD Forschung und Innovation (Berichterstatter)

Liliane de Wolf, Leiterin des Referats „Rechtliche Fragen“, GD Forschung und Innovation

Mathias Dewatripont, Mitglied des wissenschaftlichen Rats des ERC und Mitglied des Lenkungsausschusses der ERC-Exekutivagentur

Jürgen Grunwald, Direktor, Juristischer Dienst

Daniel Jacob, Stellvertretender Generaldirektor, GD Humanressourcen und Sicherheit

Jack Metthey, Direktor, GD Forschung und Innovation und früherer Interimsdirektor der ERC-Exekutivagentur

Helga Nowotny, ERC-Präsidentin

Silvano Presa, Direktor, GD Haushalt

Michel Servoz, Stellvertretender Generalsekretär, Generalsekretariat

Hubert Szlaszewski, Direktor, Generalsekretariat

Vaira Vike-Freiberga, ehemalige Präsidentin von Lettland und Vorsitzende des ERC-Prüfungsgremiums 2009

Ernst-Ludwig Winnacker, ehemaliger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und früherer ERC-Generalsekretär

Ansprechpartner:

Mark English (+32 2 296 24 10)

Monika Wcislo (+32 2 298 65 95)


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