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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Union und Vereinte Nationen unterstützen Argentinien gemeinsam bei Schadensbewertung nach Vulkanausbruch in Chile

Brüssel, 6. Juli 2011 – Die Europäische Union hat Sachverständige aus den Bereichen Geologie und Umweltbelastungen nach Argentinien entsandt, wo sie sich an der unabhängigen Risikobewertung im Zusammenhang mit dem Ausbruch des chilenischen Vulkans Puyehué beteiligen. Der Einsatz wird von der Gemeinsamen Umweltgruppe des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Joint UNEP/OCHA Environment Unit) geleitet.

Anfang Juni hatte der Puyehué Vulkanasche ausgestoßen, wodurch die Gefahr von Erdrutschen und Verunreinigung von Oberflächenwasser, Luft und landwirtschaftlichen Erzeugnissen zugenommen hat. Die auf Anfrage von Argentinien an die Vereinten Nationen entsandte Expertenmission wird eng mit den argentinischen Katastrophenschutzdiensten zusammenarbeiten und sie bei unmittelbaren Abhilfe- und Vorsorgemaßnahmen fachlich unterstützen.

Drei der vier Experten in einem Team wurden über das EU‑Katastrophenschutzverfahren bereitgestellt, ein weiterer wurde von UNEP und OCHA beauftragt. Die Mission untersucht die unmittelbaren Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung durch Vulkanasche und -gase. Die Sachverständigen beraten auch darüber, wie Boden-, Wasser- und Luftproben zu analysieren sowie die Daten über Luft- und Wasserqualität auszuwerten sind.

Hintergrund:

Der explosive Ausbruch des chilenischen Vulkans Puyehué vom 4. Juni 2011 verursachte eine 10 km hohe Aschewolke und hatte die Evakuierung von 4200 Menschen in Chile zur Folge. Erhebliche Ascheablagerungen wurden bis nach Patagonien (Argentinien) getrieben.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit in der Katastrophenbewältigung zwischen 31 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC).

Seit seiner Einrichtung im Jahr 2001 kam das Verfahren sowohl in den Mitgliedstaaten (z. B. 2010 bei den Waldbränden in Portugal und den Überschwemmungen auf dem Balkan) als auch weltweit zum Einsatz, unter anderem bei den jüngsten Erdbebenkatastrophen in Haiti, Chile und Japan.

Die EU arbeitet seit langem im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens mit der Gemeinsamen Umweltgruppe des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Joint UNEP/OCHA Environment Unit) zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit sind eine Reihe von gemeinsamen Umwelteinsätzen entstanden, u. a. im Rahmen der Folgemaßnahmen nach der Ölverschmutzung in der Republik Korea, der Reinigungsmaßnahmen nach der Ölverschmutzung während der Libanon-Krise und des Chemieunfalls in Cote d'Ivoire.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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