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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Digitale Agenda: Roamingpreise sinken ab 1. Juli

Brüssel, 30. Juni 2011 – Aufgrund der zuerst 2007 eingeführten und 2009 geänderten EU-Vorschriften müssen die EU-Mobilfunkbetreiber ihre Endkundenpreise für Roaminganrufe vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 erneut senken. Verbraucher, die sich für den EU-weit regulierten „Eurotarif“ entscheiden, werden somit auf Auslandsreisen innerhalb der EU höchstens 35 Cent pro Minute für ausgehende Anrufe und 11 Cent pro Minute für eingehende Anrufe bezahlen. Dies ist die letzte einer ganzen Serie von Preissenkungen entsprechend der derzeit geltenden EU-Roamingverordnung, die im Juni 2012 ausläuft.

Am 30. Juni 2010 veröffentlichte die Kommission einen Bericht (siehe IP/10/851), aus dem hervorging, dass solche Höchstpreise im regulierten Zeitraum zwar vorübergehend zu niedrigeren Roamingpreisen führen, dass mit den derzeitigen Vorschriften das zugrunde liegende Problem des mangelnden Wettbewerbs auf den Roamingmärkten aber nicht gelöst wird und die Preise hartnäckig in der Nähe der für Endkunden erlaubten Preisobergrenzen bleiben.

Deshalb muss erneut regulierend eingegriffen werden, damit das Ziel der Digitalen Agenda für Europa (siehe IP/10/581, MEMO/10/199 und MEMO/10/200), die Tarife von Roaming- und Inlands-Mobilfunkdiensten bis 2015 weitgehend anzugleichen, auf nachhaltige Weise erreicht werden kann. Dieses Ziel wird erfüllt, wenn den Verbrauchern infolge des Wettbewerbs auf den Mobilfunkmärkten eine schnelle und einfache Auswahl an Roamingdiensten zu gleichen oder fast gleichen Preisen wie auf einem entsprechenden Inlandsmarkt geboten wird. Zu diesem Zweck wird die Kommission demnächst einen Vorschlag für eine langfristige Lösung der strukturellen Probleme auf den Märkten für Sprach-, SMS- und Datenroamingdienste vorlegen.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte hierzu: „Dank dieser neuen Preisobergrenzen werden die Endkundenpreise für in anderen EU-Ländern getätigte oder angenommene Sprachanrufe im kommenden Jahr vorübergehend sinken. Wir müssen die Roamingprobleme aber mit einem dauerhaften strukturellen Lösungsansatz an der Wurzel packen. Deshalb wird die Kommission in Kürze umfassende neue Vorschläge für langfristige Maßnahmen vorlegen, um das zugrundeliegende Problem des mangelnden Wettbewerbs auf den Roamingmärkten anzugehen.“

Billigere Sprachanrufe

Der maximale Endkundenpreis (ohne MwSt.) für Roaming-Sprachanrufe wird im Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 gesenkt. So fällt der Minutenpreis für ausgehende Anrufe von derzeit 39 Cent auf 35 Cent und für eingehende Anrufe von 15 Cent auf 11 Cent. Für die Länder, die nicht der Euro-Zone angehören, wird der genaue Betrag anhand des am 1. Juni 2011 im Amtsblatt der EU veröffentlichten Umrechnungskurses berechnet.

Die nationalen Telekom-Regulierer der Mitgliedstaaten müssen dafür sorgen, dass die Mobiltelefonanbieter die neuen Vorschriften über das Datenroaming und die Preissenkungen für Sprachanrufe einhalten. Bei Problemen oder Fragen in Bezug auf die neuen Höchstpreise können sich die Verbraucher an die nationale Regulierungsbehörde des Mitgliedstaats wenden, in dem ihr Mobilfunkbetreiber niedergelassen ist.

Datenroaming

Ab 1. Juli 2011 sinkt die zulässige Preisobergrenze für Datenroaming auf der Vorleistungsebene (d. h. das Entgelt, das sich die Betreiber untereinander in Rechnung stellen) von bisher 80 Cent auf 50 Cent pro Megabyte. Auf der Endkundenebene sieht die derzeit geltende Verordnung für Datendienste keine Preisobergrenze vor.

Verbraucher und Geschäftsreisende werden auch weiterhin vor unerwartet hohen Rechnungen für ihren Datenverkehr über Mobilfunknetze („Rechnungsschock“) geschützt, weil der monatliche Rechnungsbetrag für Datendienste auf 50 EUR begrenzt bleibt, sofern der Kunde nicht ausdrücklich einer anderen Regelung zugestimmt hat.

Hintergrund

Der EU-Ministerrat und das Europäische Parlament führten 2007 auf Vorschlag der Kommission erste Roaming-Preisobergrenzen ein (IP/07/870), um dafür zu sorgen, dass Mobilfunkkunden überall in der EU vergleichbare Roamingtarife bezahlen. Im Juli 2009 verabschiedeten sie dann geänderte Vorschriften, um die Roamingpreise schrittweise weiter zu senken, so dass in der EU ab Juli 2011 Roaming-Höchstpreise von 35 Cent pro Minute für ausgehende Anrufe und 11 Cent pro Minute für eingehende Anrufe gelten (siehe IP/09/1064 und MEMO/09/309). Die Roamingvorschriften von 2009 gelten bis Ende Juni 2012.

Weitere Informationen finden Sie auf den Roaming-Webseiten der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/roaming/index_en.htmTable

Website zur Digitalen Agenda: http://ec.europa.eu/digital-agenda

Website von Neelie Kroes: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

Neelie Kroes auf Twitter: http://twitter.com/neeliekroeseu

Ansprechpartner:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Linda Cain (+32 2 299 90 19)

ANHANG

Neue Preisobergrenzen (ohne MwSt.) vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012

Sprachanrufe (Roaming)

Ausgehende Anrufe

35 Cent

Eingehende Anrufe

11 Cent

Voicemail-Nachrichten (Roaming)

Empfang von Voicemail-Nachrichten

kostenlos

Preisobergrenze für Datenroaming auf der Vorleistungsebene

1 Megabyte im Upload oder Download

50 Cent


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