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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Donostia-San Sebastián wird für Spanien „Kulturhauptstadt Europas 2016“

Brüssel, 28. Juni 2011 - Heute wurde die spanische Stadt Donostia-San Sebastián von einer unabhängigen Jury als „Kulturhauptstadt Europas“ für das Jahr 2016 vorgeschlagen. Sie wird diesen Titel gemeinsam mit dem polnischen Breslau (IP/11/766). tragen. Die offizielle Ernennung durch den EU-Ministerrat ist für Mai 2012 geplant.

Die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou sagte dazu: „Um den Titel für 2016 bewarben sich in Spanien 15 Städte – die höchste Beteiligung seit dem Start der Initiative „Kulturhauptstadt Europas“ 1985. Ich gratuliere Donostia-San Sebastián und hoffe, dass die Stadt diese einzigartige Chance nutzen wird, um langfristig einen spürbaren kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gewinn für Stadt und Umland zu erzielen.“

Hintergrund

Polen und Spanien sind die beiden Mitgliedstaaten, die für das Jahr 2016 eine europäische Kulturhauptstadt benennen dürfen. In einem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates aus dem Jahr 2006 wurde festgelegt, welche Länderpaare bis 2019 diese Möglichkeit bekommen.

Die europäischen Kulturhauptstädte werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt: Zunächst wird eine Liste der in die engere Wahl kommenden Städte erstellt, neun Monate später folgt die Endauswahl. Die beiden ausgewählten Städte (eine je Land) werden dann vom EU-Ministerrat offiziell ernannt. Letzte Woche hat die unabhängige Jury vorgeschlagen, für Polen Breslau zur Kulturhauptstadt Europas zu ernennen.

In Spanien bewarben sich 15 Städte um den Titel: Alcalá de Henares, Burgos, Cáceres, Córdoba, Cuenca, Donostia-San Sebastián, Málaga, Murcia, Oviedo, Las Palmas de Gran Canaria, Pamplona, Santander, Segovia, Tarragona und Zaragoza. Davon kamen sechs in die engere Wahl: Burgos, Córdoba, Donostia-San Sebastián, Las Palmas de Gran Canaria, Segovia und Zaragoza.

Mit der Prüfung der Bewerbungen war eine Jury aus 13 unabhängigen Kulturexperten beauftragt; sechs Mitglieder wurden von dem betreffenden Mitgliedstaat benannt, die anderen sieben von den EU-Institutionen. Diese Jury prüfte die Bewerbungen anhand der im obengenannten Beschluss aufgestellten Kriterien.

Die Bewerberstädte müssen ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Dimension aufstellen und die Beteiligung der in der Stadt und in ihrem Umland lebenden Bürger fördern sowie Besucher aus dem Ausland anlocken. Die europäische Dimension spiegelt sich in der Auswahl der Themen und der Art und Weise wider, wie die Programmveranstaltungen organisiert werden (die Zusammenarbeit zwischen Kulturakteuren aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten wird favorisiert). Außerdem muss das Programm nachwirken und langfristig zur kulturellen und sozialen Entwicklung der Stadt beitragen.

Von den EU-Institutionen wurden folgende Jury-Mitglieder benannt:

  • Europäische Kommission: Sir Jeremy Isaacs (UK), leitender Fernsehredakteur und –produzent und früherer Direktor des Royal Opera House, Covent Garden; Manfred Gaulhofer (AT), geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz – Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter zahlreicher europäischer Projekte;

  • Rat: Erna Hennicot-Schoepges (LU), ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, der Versammlung des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE); derzeit Leiterin verschiedener nationaler und internationaler Kultureinrichtungen; Constantin Chiriac (RO), Vize-Präsident von „Sibiu 2007“ und Direktor des rumänischen Nationaltheaters Radu Stanca;

  • Europäisches Parlament: Andreas Wiesand (DE), Berater und Forscher im Bereich Kulturpolitik; Danuta Glondys (PL), Direktorin des Verbandes „Villa Decius“, der zahlreiche internationale Kulturaktivitäten durchführt;

  • Ausschuss der Regionen: Elisabeth Vitouch (AT), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Mitglied des Gemeinderats der Stadt Wien.

Nach Turku (Finnland) und Tallinn (Estland) in diesem Jahr werden Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) die Kulturhauptstädte Europas 2012 sein, gefolgt von Marseille (Frankreich) und Kosice (Slowakei) 2013, Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) 2014 sowie Mons (Belgien) und Pilsen (Tschechische Republik) 2015.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc413_de.htm

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 2 295 92 58)

Dina Avraam (+32 2 295 96 67)


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