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Europäische kommission - Pressemitteilung

Zentrale Schlüsseltechnologien für eine technologische Spitzenstellung Europas

Brüssel, 28. Juni 2011. Eine von der Kommission eingerichtete Hochrangige Sachverständigengruppe hat heute die Richtschnur dafür vorgegeben, wie die europäische Industrie im Rennen um den Ausbau der zentralen Schlüsseltechnologien der Zukunft (Key Enabling Technologies – KET) die Nase vorn behalten kann. In ihren wichtigsten Schlussfolgerungen ruft sie die Entscheidungsträger dazu auf, klare politische Vorgaben zu machen und durch eine gemeinsame und umfassende KET-Strategie die Schlüsselkompetenzen und -kapazitäten in Europa zu halten. Insbesondere empfiehlt die Gruppe, dass die grundlegende Bedeutung der KET sowohl in der Struktur und der Mittelverteilung des nächsten Rahmenprogramms für Forschung und Innovation als auch in den künftigen Prioritäten der EU-Regionalpolitik ihren Niederschlag finden soll. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, warnte die europäische Industrie davor, dass sie „an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen wird“, falls es ihr nicht gelingt, das Potenzial von sechs zentralen KET zu erschließen: Mikro- und Nanoelektronik, moderne Werkstoffe, industrielle Biotechnologie, Photonik, Nanotechnologie und fortgeschrittenen Fertigungssysteme. „Europas Innovationskraft steht und fällt mit der Entwicklung und dem Wachstum der zentralen Schlüsseltechnologien. Wir müssen durch eine zielgerichtete und besser abgestimmte Politik noch mehr Synergien erreichen und dadurch die KET-Kapazitäten Europas ausbauen. Ich bin überzeugt, dass Europa durch die praktischen Anwendungen der KET einen Wachstums- und Beschäftigungsschub erhalten wird. Entscheidend für den Erfolg ist auch, dass private Interessenträger dazu bereit sind, in Europa zu investieren“, so Kommissar Tajani.

Projekte im Bereich der technologischen Forschung und Produktdemonstration sollten hohe Priorität erhalten. Des Weiteren empfiehlt die Gruppe, auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene bestehende Finanzierungsmechanismen zu kombinieren und eine Reihe von Maßnahmen zugunsten der Technologie-Kompetenz Europas zu ergreifen. Wir brauchen eine Strategie zum Schutz des geistigen Eigentums, die den Standort Europa in den Vordergrund rückt. Zudem wurde ein Beobachtungsmechanismus vorgeschlagen, mit dem die Entwicklung des KET-Marktes analysiert werden soll.

Die Kommission wird Anfang 2012 in einer Mitteilung über die Umsetzung der Empfehlungen Bilanz ziehen.

Hintergrund

Die KET sind das Herzstück moderner, innovativer Produkte.

Und Kombinationen von KET sind aus den modernsten Produkten nicht mehr wegzudenken. So ist ein Elektroauto eine Kombination aus modernen Werkstoffen in den Batterien und aus mikroelektronischen Bauteilen in der Antriebselektronik, die das Fahrzeuggewicht verringern, aus stromsparenden Scheinwerfern, die mit Hilfe der Photonik entwickelt wurden, aus reibungsarme Reifen, die das Ergebnis der industriellen Biotechnologie sind, sowie aus fortgeschrittenen Fertigungssystemen, die eine Produktion der Elektrofahrzeuge zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglichen. Ein Mobiltelefon wiederum enthält unter anderem Mikrochips für die Kommunikation, eine mit Photonik arbeitende Kamera und Optik und moderne Werkstoffe für neue Touchscreens. Ein neuer Echtzeit-Test für den Nachweis von Vogelgrippe besteht aus Nanolabels, Mikrochips, lasergestützter Photonendetektion und mittels Nanotechnologie optimierten Flächen für fluidische Verfahren.

Die Hochrangige Gruppe wurde am 13. Juli 2010 von den Vizepräsidenten der Kommission Neelie Kroes und Antonio Tajani sowie von Kommissarin Maire Geoghegan-Quinn ins Leben gerufen und ist seitdem dreimal zusammengetreten.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/enterprise/hlg_kets.htm

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Andrea Maresi (+32 229-90403)


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