Navigation path

Left navigation

Additional tools

Digitale Agenda: Europa investiert in die Fotonikforschung, um schnelle Breitband-Internetverbindungen zu fördern

European Commission - IP/11/794   28/06/2011

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

Europäische Kommission – Pressemitteilung

Digitale Agenda: Europa investiert in die Fotonikforschung, um schnelle Breitband-Internetverbindungen zu fördern

Brüssel, 28. Juni 2011 – Im Bereich der Hochgeschwindigkeits-Glasfaserbreitbandnetze werden dreizehn Fotonik-Forschungsprojekte eingeleitet, mit denen Technologien entwickelt werden sollen, die die Privathaushalte mit einem superschnellen Internetzugang (mehr als 1 Gigabit/Sekunde) versorgen können. Die Projekte wurden 2010 von der Europäischen Kommission, Deutschland, Österreich, Polen, dem Vereinigten Königreich und Israel gemeinsam ausgewählt, die insgesamt 22,3 Mio. EUR dafür aufbringen. Die Laufzeit der Projekte beträgt zwei bis drei Jahre. Der schnelle bzw. ultraschnelle Breitband-Internetzugang für alle europäischen Bürger bis 2020 und die Ankurbelung der Investitionen in die europäische IKT-Forschung (Informations- und Kommunikationstechnologien) sind zentrale Ziele der Digitalen Agenda für Europa (siehe IP/10/581, MEMO/10/199 und MEMO/10/200).

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte dazu: „Ich freue mich sehr, dass die Forschung zu Technologien, die den Haushalten und Unternehmen der 500 Millionen Europäer einen superschnellen Internetzugang bringen sollen, nun in Gang kommt. Solche Technologien können für die Erfüllung des Breitbandbedarfs in Europa sogar noch in fernerer Zukunft entscheidend sein.“

Schwerpunkt bei allen Forschungsprojekten ist die Frage, wie Komponenten (Sende-/Empfangsgeräte, Verstärker, Router usw.) und IT-Systeme den Kunden zuhause eine Übermittlungsgeschwindigkeit von 1Gigabit/Sekunde und mehr bieten können, und dies bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten ultraschneller Breitbandverbindungen. Ziel ist somit die Entwicklung von Technologien für schnellere Dienste ohne zusätzliche Kosten für die Verbraucher.

Die Europäische Kommission trägt zu einem Drittel zur Projektfinanzierung bei, die nationalen Fördereinrichtungen tragen den Rest. Aufgrund des gemeinsamen Konzepts können die teilnehmenden Länder Hochgeschwindigkeits-Glasfaserbreitbandnetze viel schneller entwickeln, denn so kann auf effizientere Weise eine kritische Masse für die Markteinführung geschaffen werden.

Die dreizehn Forschungsprojekte bilden zusammen die Piano+-Initiative, bei der es sich um ein ERANET+-Projekt im Rahmen des Siebten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission (RP7) handelt.

Projektbeispiele

Ziel des Projekts ADDONAS sind hochwertigere Mobilfunk-Video- und ‑Echtzeitanwendungen (z. B. Cloud-Computing), die durch Optimierung der Vermittlungstechnologie für superschnelle Breitbandleitungen erreicht werden sollen. So könnten die Datenflüsse nur dorthin geleitet werden, wo sie erforderlich sind, wodurch Engpässe bei Routern vermieden würden. Gleichzeitig sollen mit dieser Technologie die Gesamtenergiekosten für Anbieter und Nutzer um über 50 % gesenkt werden.

Im Hinblick auf die Ultrahochgeschwindigkeitsübertragung von Daten soll im Rahmen des Projekts ALOHA die Übertragungskapazität von Breitband-Halbleitern (d. h. optischen Lasern) erhöht werden. Ziel ist eine Steigerung der Übertragungsleistung auf 10Gigabit/Sekunde und mehr sowie die Beschleunigung der Massenmarkteinführung schnellerer Laserkomponenten.

Das Projekt TUCAN dient der Entwicklung kostengünstiger abstimmbarer Sende-/Empfangsgeräte (Laser mit veränderbarer Betriebswellenlänge), mit denen bei hoher Leistung und einem geringeren Stromverbrauch die Kostenvorgaben für Zugangsnetze eingehalten werden können. Die derzeit existierenden Netze sind für Laser mit fester Wellenlänge konzipiert, die weniger als 10 EUR pro Laser kosten, jedoch nicht die hohen Datenübertragungsraten (1 bis 10 Gigabits/Sekunde) pro Kunde bewältigen können, die bei superschnellen Zugangsnetzen erforderlich sind.

Im Rahmen des Projekts SEPIANet werden optische Komponenten, Module und Teilsysteme für künftige Zugangsprodukte entwickelt, die sich auf eingebettete elektro-optische gedruckte Schaltungen stützen, mit denen der Stromverbrauch beträchtlich reduziert und Energieeffizienz und Bandbreite erhöht würden. Dies ist bei den heutigen Kupferkabel-Zugangsnetzen nicht möglich.

Hintergrund

Die Fotonik ist eine strategische Technologie, die für die Innovation in zahlreichen Bereichen entscheidend ist, so für die Kommunikationstechnologie (einschließlich des superschnellen Internetzugangs), Beleuchtungen und medizinische Anwendungen.

Der ultraschnelle Breitbandzugang wird in Europa immer wichtiger, da die Nachfrage nach bandbreitenintensiven Diensten enorm zunimmt. Neue Dienste in der Unterhaltungsbranche und für Geschäftsanwender, z. B. HD- und 3D-Fernsehen, das Herunterladen von Musik oder Videos auf Smartphones und Videokonferenz-Einrichtungen erfordern einen wesentlich schnelleren Internetzugang, als er derzeit in Europa zumeist zur Verfügung steht.

Weitere Informationen über die Forschungsprojekte:

http://www.pianoplus.eu/projects.html

Website zur Digitalen Agenda: http://ec.europa.eu/digital-agenda

Website von Neelie Kroes: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

Neelie Kroes auf Twitter: http://twitter.com/neeliekroeseu

Ansprechpartner:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Linda Cain (+32 2 299 90 19)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website