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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Gewinner des Europäischen Preises für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preises 2011 ausgezeichnet

Brüssel/Barcelona, 20. Juni 2011 – Die Gewinner des diesjährigen Europäischen Preises für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preises wurden heute in Barcelona geehrt. David Chipperfield Architects zusammen mit Julian Harrap erhielten den Hauptpreis für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin. Der Sonderpreis für junge Architekten ging an Ramon Bosch und Bet Capdeferro für das Haus „Collage“ in Girona, Spanien. Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, und Ramón García Bragado, Präsident der Mies-van-der-Rohe-Stiftung, überreichten den Preisträgern eine Skulptur des katalanischen Künstlers Xavier Corberó und ein Preisgeld in Höhe von 60 000 EUR bzw. 20 000 EUR. Auf die Verleihung folgen öffentliche Vorträge, die die Preisträger am 21. Juni 2011 halten werden.

„Ich hoffe, dieser Preis wird weitere öffentliche und private Investoren dazu anregen, das enorme Talent zu fördern, das wir in Europa im Bereich der zeitgenössischen Architektur haben. Ich bin sicher, David Chipperfield wird weiterhin viele hervorragende Projekte schaffen. Ramon Bosch und Bet Capdeferro wünsche ich für die Zukunft eine sehr erfolgreiche internationale Karriere“, sagte Kommissarin Vassiliou.

Bei beiden ausgezeichneten Projekten findet sich eine Mischung alter und neuer Materialien, wodurch bestehenden Strukturen neues Leben eingehaucht wird. Siehe IP/11/453.

Neben der Anerkennung herausragender Leistungen werden Architekten durch den Europäischen Preis für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis dazu ermutigt, über ihre Landesgrenzen hinaus tätig zu werden und dazu beizutragen, im Einklang mit den Zielen der Strategie Europa 2020 die Kreativität in Europa zu stärken.

Der Preis kann auch neuen Geschäftsverbindungen den Weg ebnen. So erklärte der Preisträger aus dem Jahr 2009, Tarald Lundevall von der norwegischen Firma SNØHETTA: „Der Preis hat uns international bekannt gemacht und geholfen, neue Aufträge zu bekommen.“

Die Gewinner des Sonderpreises für junge Architekten 2009, Lea Pelivan und Toma Plejić von STUDIO UP (Zagreb, Kroatien) sagten: „Es war eine große Ehre und eine enorme Motivation für uns, dass wir den Preis für unsere erste Arbeit erhalten haben. Unser Büro wurde von einem Tag auf den anderen in der Architektenwelt bekannt. Der Preis ist nicht nur ein Privileg, sondern verpflichtet auch dazu, in Zukunft bedeutende Projekte zu schaffen.“

Die 12. Preisverleihung fällt mit dem 25. Jahrestag der Einweihung des wiederaufgebauten Mies-van-der-Rohe-Pavillons im Juni 1986 zusammen.

Hintergrund

Der Europäische Preis für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis der wurde 1987 geschaffen. Er ist der prestigeträchtigste Preis, mit dem architektonische Leistungen in Europa ausgezeichnet werden, und wird alle zwei Jahre verliehen.

2011 wurden die Gewinner unter 343 eingereichten Arbeiten aus 33 europäischen Ländern ausgewählt. Sechs Arbeiten kamen für den Hauptpreis in die engere Wahl. Siehe IP/11/341. Neben dem Preisträger waren dies das Jugendtheater Bronks (Brüssel, Belgien, Entwurf von Martine De Maeseneer und Dirk Van den Brande), MAXXI: Museum der Künste des XXI. Jahrhunderts (Rom, Italien, von Zaha Hadid, Patrick Schumacher und Gianluca Racana), Danmarks Radio Koncerthus (Kopenhagen, Dänemark, von Jean Nouvel), das Akropolis-Museum (Athen, Griechenland, von Bernard Tschumi) und das Rehabilitationszentrum Groot Klimmendaal (Arnheim, Niederlande, von Koen van Velsen).

Der Jury, die die Finalisten für den diesjährigen Preis ausgewählt hat, gehören an: Mohsen Mostafavi (Vorsitzender), Dekan der Graduate School of Design, Harvard University, Cambridge, USA; Ole Bouman, Direktor des Nederlands Architectuurinstituut, Rotterdam; Yvonne Farrell, Grafton Architects, Dublin; Annette Gigon, Gigon/Guyer, Zürich; Anne Lacaton, Lacaton & Vassal Architectes, Paris; Tarald Lundevall, Architekt, SNØHETTA, Oslo; Pei Zhu, Peking, China, und Lluís Hortet (Sekretär der Jury), Direktor der Mies-van-der-Rohe-Stiftung.

Die Architektur leistet einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaft in der EU und macht einen großen Teil der Kultur- und Kreativbranche aus, die Arbeitsplätze für 8,5 Millionen Menschen in der EU schafft und mit 4,5 % zum europäischen BIP beiträgt. Das Kulturprogramm der EU – das über Haushaltsmittel in Höhe von 400 Millionen EUR für den Zeitraum 2007-2013 verfügt – fördert Kooperationsprojekte in den Bereichen Architektur und Kulturerbe in 36 Ländern (den 27 EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien, der Türkei und Bosnien-Herzegowina).

Mies-van-der-Rohe-Stiftung

Die Mies-van-der-Rohe-Stiftung (Fundació Mies van der Rohe) wurde 1983 vom Stadtrat von Barcelona mit der Absicht ins Leben gerufen, den deutschen Pavillon wieder aufzubauen, den Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) für die Weltausstellung in Barcelona im Jahr 1929 entworfen hatte. Neben Erhalt und Verwaltung des Pavillons konzentriert sich die Stiftung darauf, die Debatte über zeitgenössische Architektur und städtebauliche Planung zu fördern, ein Archiv über Ludwig Mies van der Rohe und über moderne und zeitgenössische Architektur aufzubauen sowie Preisverleihungen, Kurse, Vorträge, Ausstellungen, Veröffentlichungen und Studien zu organisieren.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc1103_de.htm

http://ec.europa.eu/culture/index_de.htm

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/vassiliou/index_de.htm

http://www.miesarch.com

Kontakt:

Dennis Abbott +32 (0)229-59258

Dina Avraam +32 (0)229-59667

Fundació Mies Van der Rohe:

Jordi García/Eva Salvó: +34 93 215 10 11

E-Mail: press@miesbcn.com


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