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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Umweltschutz für überwiegende Mehrheit der EU-Bürger „sehr wichtig“

Brüssel, den 20. Juni 2011 – Die jüngste Umfrage der Europäischen Kommission ergab, dass Umweltschutz in jedem einzelnen Mitgliedstaat für über 90 % der Befragten ein wichtiges persönliches Anliegen ist. Die überwiegende Mehrheit der Europäer ist sich darin einig, dass eine effizientere Nutzung der natürlichen Ressourcen und Umweltschutz das Wirtschaftswachstum in der EU steigern können. Aus dem Umfragebericht ergibt sich auch ein deutlicher Auftrag für die EU: Trotz der Wirtschaftskrise vertreten beinahe 90 % der Europäer die Auffassung, die EU sollte ihre Mittel zur Förderung umweltfreundlicher Tätigkeiten einsetzen. Außerdem findet die Rechtsetzung auf EU-Ebene breite Zustimmung, denn über 80 % der Europäer finden, dass das EU-Recht für den Umweltschutz in ihrem Land unverzichtbar ist.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Viele dieser Trends machen deutlich, dass sich die Europäer stärker als je zuvor für die Umwelt engagieren und aktiv handeln, statt nur gute Vorsätze zu fassen. Zwei Drittel aller Europäer geben an, sie hätten im vorangegangenen Monat Müll zwecks Recycling getrennt, mehr als die Hälfte versucht, ihren Energieverbrauch zu senken, 40 % bemühen sich, weniger Einwegprodukte zu verwenden und immer mehr Europäer steigen auf umweltfreundlichere Beförderungsmittel um. Darüber hinaus sind die Umfrageergebnisse ein klares Plädoyer für das Projekt Europa, denn aus ihnen spricht die eindeutige Unterstützung dafür, dass im Umweltbereich Rechtsvorschriften auf EU-Ebene beschlossen werden.“

Wachsende Besorgnis über natürliche Ressourcen

Die Umfrage macht eine zunehmende Sensibilisierung für die Belastungen deutlich, denen natürliche Ressourcen ausgesetzt sind. Gefragt nach Lösungen antworteten acht von zehn Europäern, dass Unternehmen mehr für eine effiziente Ressourcennutzung tun müssen, sieben von zehn wollen, dass die Regierung mehr tut, und beinahe sieben von zehn meinen, die Bürger selbst sollten mehr tun.

Als die dringendsten Umweltprobleme bezeichnen etwa ein Drittel der Europäer heute die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen (33 %, gegenüber 26 % im Jahr 2007), 41 % die Wasserverschmutzung, 33 % die wachsenden Abfallberge (gegenüber 24 %) und 19 % das Konsumverhalten (gegenüber 11 %). Der Verlust an Biodiversität hingegen wird weiterhin weniger ernst genommen: Lediglich 22 % machen sich Gedanken über den Artenverlust und die Zerstörung von Lebensräumen.

Handlungsaufträge

  • Trotz der Wirtschaftskrise finden 89 % der Europäer, dass mehr Geld in den Umweltschutz fließen sollte.

  • 81 % sprechen sich für eine umweltorientierte Rechtsetzung auf EU-Ebene als notwendiges Mittel zum Schutz der Umwelt aus (ein Prozentpunkt weniger als 2007).

  • Beinahe 60 % der Europäer meinen, dass umweltorientierte Vergabeverfahren der wirksamste Weg sind, Umweltprobleme zu lösen, wobei weniger als 30 % Lösungen befürworten, die lediglich kostengünstig sind.

  • Auch aktive und finanzielle Unterstützung jenseits der EU-Grenzen findet breite Unterstützung; 79 % der Europäer vertreten die Auffassung, die EU solle Nicht-EU-Ländern beim Umweltschutz helfen.

Wunsch nach mehr Informationen

Während die meisten Europäer meinen, angemessen über Umweltbelange informiert zu sein (60 % gegenüber 55 % im Jahr 2007), wurden in mehreren Bereichen Informationsdefizite geltend gemacht. Etwa die Hälfte der Europäer meint, dass die derzeitigen Kennzeichnungssysteme es ihnen nicht ermöglichen, umweltfreundliche Waren sicher zu erkennen. Außerdem wären die Bürger gerne besser über die Auswirkungen von gebräuchlichen Chemikalien auf ihre Gesundheit (40 %), GVO in der Landwirtschaft (37 %), Umweltverschmutzung aus der Landwirtschaft durch Pestizide und Düngemittel sowie über die Erschöpfung natürlicher Ressourcen (27 %) informiert.

Hintergrund

Die Erhebung wurde vom 13. April bis zum 8. Mai 2011 in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführt. Im Auftrag der GD Umwelt wurden 26 825 Personen unterschiedlicher sozialer und demografischer Zugehörigkeit in ihrer Muttersprache direkt befragt.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm

http://ec.europa.eu/environment/working_en.htm

Kontaktpersonen:

Joe Hennon (+322-2953593)

Monica Westeren (+322-2950668)


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