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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Pilotphase für Europäisches Freiwilligenkorps gestartet

Brüssel, 17. Juni 2011 – Der Aufbau des Europäischen Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe ist einen großen Schritt vorangekommen: Heute wurde in Budapest auf einer Konferenz unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft die Pilotphase für die Schaffung dieses Freiwilligenkorps gestartet. Geleitet von der im Lissabonner Vertrag skizzierten Vision für das Freiwilligenkorps und gestützt auf eine eingehende Prüfung bestehender Freiwilligensysteme, hat die Europäische Kommission die Empfehlungen der verschiedenen Akteure aufgegriffen und beginnt nun mit der praktischen Umsetzung der Initiative: Die Mitglieder des ersten Teams europäischer Freiwilliger für humanitäre Hilfe werden ausgewählt, ausgebildet und auf ihren Einsatz in Drittländern vorbereitet.

In der Pilotphase wird das erste Team der europäischen Freiwilligen umfassend geschult. Auf diese Weise soll dem Freiwilligenkorps als Ganzes und jedem einzelnen seiner Mitglieder der richtige Mix an Kompetenzen vermittelt werden, der es ihnen gestattet, lokalen Gemeinschaften in humanitären Gefahrensituationen wirksam zu helfen und dabei die Kapazitäten dieser Gemeinschaften zu stärken. Zu einem späteren Zeitpunkt im Laufe des Jahres werden die Freiwilligen im Rahmen von drei Pilotprojekten beginnen, in Drittländern zu arbeiten (siehe MEMO/11/413).

Die Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte hierzu: „Dank der Pilotprojekte werden wir einen klaren Plan für das weitere Vorgehen ausarbeiten können. Wir verfolgen zwei Ziele: erstens wollen wir europäischen Bürgerinnen und Bürgern eine Gelegenheit bieten, durch ihren Einsatz wirklich etwas für die Weltgemeinschaft zu leisten, und zweitens wollen wir der individuellen Einsatzbereitschaft im humanitären Bereich auch eine kollektive Dimension verschaffen. Ich freue mich sehr, dass die Solidarität der europäischen Bürgerinnen und Bürger mit den bedürftigsten Gruppen nun ihre ersten Botschafter haben wird: unser Freiwilligenkorps.“

In den Pilotprojekten sollen die Ideen und Konzepte erprobt werden, die aus den öffentlichen Konsultationen hervorgegangen sind: Wie können europäische Freiwillige am besten die Arbeit der NRO ergänzen und ganz konkret Vorteile für die Menschen erzielen, die weltweit auf die Solidarität Europas angewiesen sind?

Die Sicherheitsfrage und die Auswahl der Rahmenbedingungen, unter denen die Freiwilligen eingesetzt werden sollen, hatten bei der Gestaltung der Pilotprojekte oberste Priorität. Auch für das künftige Europäische Freiwilligenkorps nach Abschluss der Pilotphase steht Sicherheit an erster Stelle.

Wie geht es weiter? Öffentliche Konsultationen weisen den Weg

In zwei Runden öffentlicher Konsultationen hat die Kommission wertvolle Beiträge von über hundert Akteuren und im Bereich der humanitären Hilfe beruflich tätigen Gruppen erhalten. Über 80 % der Teilnehmer an den Konsultationen meinten, das Freiwilligenkorps werde eine Bereicherung für die humanitäre Hilfe darstellen. Ferner könnten die europäischen Freiwilligen den Konsultationsteilnehmern zufolge beim Aufbau lokaler Kapazitäten, mit Unterstützungsaufgaben und dem Einsatz neuer Instrumente wie „online volunteering“ – Freiwilligenarbeit unter Zuhilfenahme der technischen Möglichkeiten des Internets – am meisten bewirken. Die Konsultationsteilnehmer setzen großes Vertrauen in das hohe Potenzial des künftigen Freiwilligenkorps, den Professionalismus und die Sicherheit der Freiwilligen wie auch die Koordinierung und Kohärenz der humanitären Hilfe zu verbessern.

Die nächsten Schritte

In den Pilotprojekten werden verschiedene Optionen für die Arbeitsweise und die Ausrichtung der Tätigkeiten des Freiwilligenkorps erprobt – die besten werden dann für die Einrichtung des Freiwilligenkorps in seiner endgültigen Form ausgewählt. Auf der Grundlage der Pilotversuche und in Übereinstimmung mit dem im Lissabonner Vertrag verankerten Auftrag1 wird Kommissarin Georgieva 2012 EU-Rechtsvorschriften vorschlagen, in denen die Struktur des künftigen Europäischen Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe und seine Rolle im Gefüge der humanitären Hilfe festgelegt wird.

Weitere Informationen

MEMO/11/413

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Contact :

David Sharrock

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

1 :

Artikel 214 Absatz 5: „Als Rahmen für gemeinsame Beiträge der jungen Europäer zu den Maßnahmen der humanitären Hilfe der Union wird ein Europäisches Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe geschaffen.“


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