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Umwelt: Kommission drängt Schweden erneut auf Einhaltung der EU-Naturschutzvorschriften und Schutz der gefährdeten Wölfe

European Commission - IP/11/732   16/06/2011

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Europäische kommission - Pressemitteilung

Umwelt: Kommission drängt Schweden erneut auf Einhaltung der EU-Naturschutzvorschriften und Schutz der gefährdeten Wölfe

Brüssel, 16. Juni – Trotz der Maßnahmen, die Schweden ergriffen hat, deckt sich die schwedische Wolfspolitik nach wie vor nicht mit den Naturschutzvorschriften der Europäischen Union. Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat die Europäische Kommission daher beschlossen, Schweden in einer mit Gründen versehenen Stellungnahme erneut aufzufordern, seine Wolfspolitik zu ändern. Schweden hat zwei Monate Zeit zu reagieren. Anderenfalls kann die Kommission den Fall vor den Gerichtshof der Europäischen Union bringen.

Zu den Aspekten der schwedischen Wolfspolitik, die weiterhin Sorge bereiten, gehören

- die wiederholte Lizenzjagd auf eine streng geschützte bedrohte Art ohne Beachtung der im EU-Recht verankerten strikten Voraussetzungen für Ausnahmen;

- wirksame Abhilfe gegen die starke Inzucht in der Population durch Erleichterung der natürlichen Einwanderung von Wölfen nach Schweden oder ein aktives Umsiedeln von Wölfen;

- Annahme und Durchführung eines Managementplans für diese gefährdete Art;

- die willkürliche Begrenzung der Zahl der Wölfe in Schweden auf 210.

Hintergrund

Die schwedische Wolfspopulation ist klein und durch geografische Isolation

und Inzucht bedroht. Alle Maßnahmen, die sich auf den Wolf in Schweden auswirken, müssen vor ihrer Durchführung sorgfältig erwogen und vorbereitet werden, damit die Population nicht weiter gefährdet wird.

Die Habitat-Richtlinie 92/43/EWG enthält strenge Auflagen zum Schutz gefährdeter Arten. Nur unter ganz bestimmten Umständen sind Ausnahmen von diesen strengen Vorschriften möglich. Die Kommission hat Schweden am 28. Januar 2011 ein erstes Aufforderungsschreiben übersandt (siehe IP/11/95). Das Land räumt den schlechten Erhaltungszustand des Wolfes ein, und die Kommission begrüßt Schwedens Zusage, seine Wölfe besser schützen zu wollen. Doch müssen die Verabschiedung eines weitreichenden Managementplans und eine Zusammenarbeit zwischen den Regionen deutlich beschleunigt werden. Trotz des mehrfachen Austausches von Informationen und eines konstruktiven Dialogs seit Juni 2010 äußert die Kommission weiterhin Bedenken im Zusammenhang mit der schwedischen Wolfspolitik. Es liegt der Kommission viel an der Fortsetzung des Dialogs, damit Schweden eine Erhaltungspolitik formuliert, die den Naturschutzvorschriften der EU entspricht.

Aktuelle Statistiken zu Vertragsverletzungsverfahren im Allgemeinen:

http://ec.europa.eu/environment/legal/implementation_en.htm

Siehe auch MEMO/11/408

Informationen über Großraubtiere:

http://ec.europa.eu/environment/nature/conservation/species/carnivores/index_en.htm

Kontakt :

Joe Hennon (+32 2 29-53593)

Monica Westeren (+32 2 29-50668)


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