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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Entwicklungszusammenarbeit: EU und USA bündeln ihre Kräfte für globale Gesundheit und EZ-Wirksamkeit

Brüssel, 10. Juni 2011 – Am Montag, den 13. Juni, treffen EU-Kommissar Andris Piebalgs und der Leiter der US-Entwicklungsbehörde USAID, Dr. Rajiv Shah, im Rahmen des im letzten Jahr wieder aufgenommenen Entwicklungsdialogs zwischen der EU und den USA in London zusammen. Die EU und die USA werden als weltweit wichtigste Hilfegeber ihre Zusammenarbeit in den Bereichen globale Gesundheit, Klimawandel, Ernährungssicherheit und Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) intensivieren. Sie leisten insgesamt 90 % der öffentlichen Entwicklungshilfe im Gesundheitsbereich und beabsichtigen, eine Arbeitsgruppe von Gesundheitsexperten einzurichten, um die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit im Rahmen der globalen Gesundheitspolitik der EU und der US-Initiative für globale Gesundheit (GHI) auszuloten.

Vor dem Treffen erklärte Kommissar Piebalgs: „Weltweit werden 80 % der Hilfe von der EU und den USA geleistet. Unsere Zusammenarbeit in strategischen Bereichen kann entscheidende Fortschritte bewirken. Der Entwicklungsdialog zwischen der EU und den USA bietet ein hervorragendes Forum für Diskussionen und die Zusammenarbeit bei der Entwicklungshilfe, und dieses Potenzial müssen wir voll ausschöpfen. Unsere Arbeit im Gesundheitsbereich ist besonders wichtig. Die Gesundheit von Müttern und Kindern zählt noch immer zu den Millenniumsentwicklungszielen, bei denen der größte Nachholbedarf besteht – was deutlich macht, dass es in vielen Gesundheitssysteme Defizite gibt und dort entsprechender Förderbedarf besteht.“

Bei ihrem Treffen werden Kommissar Piebalgs und USAID-Direktor Shah auch den Arbeitsplan der EU und der USA für die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit erörtern und besprechen, wie dieser bei dem für November 2011 in Busan geplanten vierten hochrangigen Forum über die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe zu Ergebnissen beitragen kann. Die EU und die USA werden sich auf die Themen Transparenz, Rechenschaftspflicht und Arbeitsteilung konzentrieren, die Vorraussetzungen für eine bessere Wirkung und Legitimität der Entwicklungshilfe sind.

Die EU und die USA werden außerdem überprüfen, welche Fortschritte bei der vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährungssicherheit und Klimawandel erzielt wurden, in denen in einigen Pilotpartnerländern gemeinsame Maßnahmen vorgesehen sind. Schließlich werden die europäischen und US-amerikanischen Partner ihre Ansichten darüber austauschen, wie der Dialog und die Zusammenarbeit zu Sicherheits- und Entwicklungsfragen weiter vorangebracht werden kann.

Weitere Informationen siehe folgende Seite ...

Hintergrund

Im Juli 2010 wurden Pilotländer für eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährungssicherheit und Klimawandel ausgewählt. Im Bereich Ernährungssicherheit handelt es sich um Bangladesch, Guatemala, Äthiopien, Mali, Sambia und die ECOWAS-Region (Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten). Zu den ersten Erfolgen der gemeinsamen Zusammenarbeit mit diesen Ländern zählen u. a. folgende:

  • Gemeinsame Unterstützung des nationalen Programms zur Verbesserung der Kapazitäten der Nahrungsmittelpolitik in Bangladesch (EU: 3,85 Mio. EUR, USA: 5,1 Mio. USD).

  • Gemeinsame Finanzierung des Beratungsforums für Landwirtschaft und des Forschungsprogramms für Ernährungssicherheit in Sambia; die EU und die USA koordinieren außerdem ihr Vorgehen bei der Beteiligung des Privatsektors.

  • In Äthiopien haben die EU und die USA gemeinsam mit der Regierung einen nationalen Plan für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit erstellt, für den sie ihre jeweiligen finanziellen Beiträge gemeinsam angekündigt haben.

Bei den Pilotländern für den Bereich Klimawandel handelt es sich um Vietnam, Indonesien und Mali. Zu den ersten Fortschritten zählt die Ausarbeitung einer Wirtschaftsstudie über eine emissionsarme und klimaresistente Entwicklung für Vietnam.

Der Entwicklungsdialog zwischen der EU und den USA

Auf ihrem Gipfeltreffen im November 2009 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU und der USA, ihren Entwicklungsdialog mit den folgenden drei Schwerpunktthemen wieder aufzunehmen: Millenniumsentwicklungsziele, Ernährungssicherheit und Klimawandel. Auf dem ersten EU-USA-Ministertreffen zu Entwicklungsfragen in Washington im April 2010 wurden Fahrpläne für den Politikdialog und die praktische Zusammenarbeit in ausgewählten Partnerländern vereinbart.

2010 belief sich die öffentliche Entwicklungshilfe der EU und ihrer Mitgliedstaaten auf 53,8 Mrd. EUR, die der USA auf 30,2 Mrd. USD.

Weitere Informationen:

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit - EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm


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