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Cybersicherheit: EU bereitet Einrichtung eines IT-Notfallteams für die EU-Organe vor

European Commission - IP/11/694   10/06/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Cybersicherheit: EU bereitet Einrichtung eines IT-Notfallteams für die EU-Organe vor

Brüssel, den 10. Juni  2011 – Mit der Einrichtung eines Vorbereitungsteams für ein Computer Emergency Response Team (CERT) unternehmen die EU-Organe einen wichtigen Schritt, um der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe gegen die Organe, Einrichtungen, Ämter und Agenturen der EU zu begegnen. Dieses Team besteht aus IT-Sicherheitsexperten aus den EU-Organen. Zum Abschluss der einjährigen Vorarbeiten wird eine Bewertung stattfinden, auf deren Grundlage dann über die Bedingungen für die Einrichtung eines vollwertigen CERT für die EU-Organe zu entscheiden sein wird.

In den letzten Jahren wurden solche IT-Notfallteams im privaten wie im öffentlichen Sektor gebildet. Dabei handelt es sich um kleine, in das Internet eingebundene Teams aus Cyberexperten, die wirksam und effizient auf Störungen der Informationssicherheit und andere Online-Bedrohungen reagieren können – häufig ganzjährig und rund um die Uhr.

In der Digitalen Agenda für Europa, die im Mai 2010 beschlossen wurde (siehe IP/10/581, MEMO/10/199 und MEMO/10/200), verpflichtete sich die Kommission zur Einrichtung eines CERT für die EU-Organe im Rahmen des EU-Engagements für die Stärkung einer auf hoher Ebene getragenen Politik für die Netz- und Informationssicherheit in Europa. Im August 2010 beauftragte die Kommission vier ausgewiesene Fachleute für Netz- und Informationssicherheit als sog. „Rat der Weisen“ mit der Aufstellung von Empfehlungen, wie ein solches CERT am besten eingerichtet werden kann. Der Bericht wurde im November 2010 abgeschlossen.

Auch die Mitgliedstaaten werden in der Digitalen Agenda aufgefordert, eigene CERTs aufzubauen und so bis 2012 den Weg für EU-weites Netz nationaler bzw. staatlicher IT-Notfallteams (CERT) zu ebnen (siehe IP/11/395). Der EU-Ministerrat (Telekommunikation) nahm am 27. Mai 2011 Schlussfolgerungen an, in denen dieses Ziel bekräftig wird.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sagte hierzu: „Cyberangriffe stellen eine reale und stets wachsende Bedrohung dar. Ob sie sich nun gegen einzelne Länder, Unternehmen oder wie jüngst gegen die Europäische Kommission richten, können solche Angriffe wichtige Infrastrukturen lahmlegen und langfristig gewaltige Schäden verursachen. Mit der Einrichtung dieses CERT-Vorbereitungsteams machen die EU-Organe erneut deutlich, wie ernst sie die Bedrohung der Netz- und Informationssicherheit nehmen.“

Maroš Šefčovič, der für interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung verantwortliche Vizepräsident der Europäischen Kommission erklärte dazu: „In den letzten Jahren haben Cyberangriffe einen bis dato unbekannten Grad an Komplexität erreicht. Es ist daher unverzichtbar, dass die europäischen Institutionen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um der Bedrohung durch groß angelegte Cyberangriffe entgegenzutreten. Dieses Projekt ist ein hervorragendes praktisches Beispiel für eine wirksame interinstitutionelle Zusammenarbeit.“

Wie bei anderen öffentlichen Verwaltungen überall in der Welt auch, gilt für die EU-Organe eine sehr hohe Bedrohungsstufe. Auch ist es bereits mehrfach zu Störungen gekommen, zuletzt im März und April, als die IT-Fachleute der Kommission einen Angriff auf ihre Systeme feststellten. Bei einem Angriff gegen das Emissionshandelssystem der Europäischen Union wurden erst kürzlich Emissionszertifikate im Wert von mindestens 30 Mio. EUR aus nationalen Registern gestohlen.

Ausgehend von den Empfehlungen, die der „Rat der IT-Weisen“ in seinem Bericht gegeben hat, wird das heute eingerichtete CERT-Vorbereitungsteam in enger Zusammenarbeit mit den IT-Sicherheitsteams der einzelnen EU-Institutionen tätig sein sowie enge Kontakte zu den CERTs in den Mitgliedstaaten und anderswo pflegen, um Informationen über Bedrohungen und den Umgang damit auszutauschen.

Hintergrund

Das CERT-Vorbereitungsteam wird zehn Mitglieder aus dem Personal der beteiligten EU-Institutionen haben, fünf davon von der Europäischen Kommission sowie weitere vom Europäischen Parlament, dem Rat, dem Ausschuss der Regionen, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und der ENISA. Das Team wird unter der strategischen Aufsicht eines interinstitutionellen Lenkungsausschusses arbeiten.

Website zur Digitalen Agenda:

http://ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_en.htm

Website von Neelie Kroes: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

Neelie Kroes auf Twitter: http://twitter.com/neeliekroeseu

Website von Maroš Šefčovič: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/sefcovic/

Ansprechpartner:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Linda Cain (+32 2 299 90 19)

Antonio Gravili (+32 2 295 43 17)

Marilyn Carruthers (+32 2 299 94 51)


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