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IP/11/62

Brüssel, den 25. Dezember 2010

GMES ermöglicht bessere Eisbergvorhersagen und Überwachung der Luftqualität

Im Januar 2011 wurden - nach Unterzeichnung von Verträgen jeweils im Wert von € 2 Millionen - zwei wichtige, von der Europäischen Kommission finanzierte Projekte zur Umsetzung von GMES, dem Europäischen System für globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, eingeleitet. So wird mit dem Projekt „Icemar“ der Weg für eine kürzere und sicherere Schiffsverbindung zwischen Europa und China geebnet, indem Schiffen im Arktischen Ozean und in den Ostseegewässern verbesserte Meldungen über Eisberge zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt „obsAIRve“ wird in Echtzeit Informationen zur Luftqualität und Warnmeldungen über die Werte von Schadstoffemissionen bereitstellen: hauptsächlich Schwefeloxide (SOx), Stickstoffoxide (NOx), Ozon (O3) Kohlenmonoxid (CO) und Partikel (PM). Die Meldungen werden dem Benutzer direkt online, über Smartphone-Plattformen und SMS-Nachrichten übermittelt. Die Icemar- und obsAIRve-Dienste werden ab Ende 2012 für die Öffentlichkeit verfügbar sein.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani erklärte: „GMES unterstützt uns dabei, sachkundige Entscheidungen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit zu treffen. Die Unterzeichnung dieser Verträge ist ein weiterer Fortschritt bei der Umwandlung von GMES von einer Forschungsinitiative in einen Informationsdienst für Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.“

Die Vorteile der GMES-Dienste nehmen langsam konkrete Gestalt an. Durch die Kombination wertvoller Satellitendaten und In-situ-Messungen am Boden erschließt die europäische Flagschiffinitiative GMES das Potenzial raumfahrtechnischer Anwendungen für eine sicherere Welt.

Eisbergvorhersagen: Icemar

Ein Vertrag für das Projekt Icemar wurde mit einem Konsortium unterzeichnet, in dem Unternehmen aus Dänemark, Finnland, Deutschland, Norwegen, Schweden und dem Vereinigten Königreich zusammengeschlossen sind. Das Projekt wird dazu beitragen, die Verfügbarkeit von und den Zugriff auf Informationen über Eisbergbildung in der Arktisregion, darunter im Arktischen Ozean und in den Ostseegewässern, zu verbessern. Im Rahmen des Projekts werden laufend aktualisierte und präzise Echtzeitinformationen über die Bildung von Eisbergen in diesen Regionen, über die Standorte und Bewegungen von Eisbergen sowie diesbezügliche Prognosen zur Verfügung gestellt. Insbesondere würde eine sichere Route über den Arktischen Ozean in den Sommermonaten die Länge der Schiffsverbindung zwischen Europa und China drastisch reduzieren – um etwa 6 000 km – und damit erhebliche Einsparungen an Zeit, Treibstoff sowie eine Reduzierung der CO2-Emissionen ermöglichen.

Überwachung der Luftqualität obsAIRve

Im Rahmen des Projekts „obsAIRve“ werden sowohl die Luftqualität überwacht als auch den Bürgern Europas Dienste zur Verfügung gestellt: Bereitstellung verarbeiteter Informationen zur Luftqualität und direkte persönliche Warnmeldungen über das Internet, über Smartphones und SMS-Nachrichten. Das Projekt wird den Bürgern Europas über die vorhandenen europäischen, nationalen und lokalen Plattformen zur Luftqualität, z. B. das Portal Eye On Earth der Europäischen Umweltagentur, sowie über die wichtigsten nationalen Plattformen für Wetterinformationen in ganz Europa zur Verfügung stehen, die Hunderttausende tägliche Zugriffe registrieren. Die Bürger erhalten die Möglichkeit eines Abonnements für Echtzeit-Informationen und Warnmeldungen über Schadstoffemissionen in ihrem Wohngebiet hauptsächlich Daten zu Schwefeloxiden (SOx), Stickstoffoxiden (Nox), Ozon (O3), Kohlenmonoxid (CO) und Partikeln (PM). Der Vertrag wurde mit einem Konsortium unterzeichnet, in dem Unternehmen aus Österreich, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Spanien vertreten sind.

Weitere Informationen:

GMES:

http://ec.europa.eu/gmes

Europäische Weltraumforschung:

http://ec.europa.eu/embrace-space


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