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Galileo: Start der EU-Satelliten im Oktober

European Commission - IP/11/627   23/05/2011

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IP/11/627

Brüssel, 23. Mai 2011

Galileo: Start der EU-Satelliten im Oktober

Die Europäische Kommission gab heute bekannt, dass der Start der ersten beiden einsatzbereiten Satelliten des globalen Satellitennavigationssystems der EU am 20. Oktober geplant ist. Dies ist lediglich der erste einer Reihe mehrerer Starts von Europas Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana). Die Galileo-Satelliten werden auf eine Höhe von 23 600 km gebracht. Mit ihnen werden 2014 erste Satellitennavigationsdienste verfügbar sein. Bis 2019 wird die Konstellation durch weitere Starts vervollständigt.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Dieser Start ist von historischer Bedeutung. Europa demonstriert damit seine Fähigkeit, an der Spitze der technologischen Innovation zu stehen. Tausenden kleiner und mittlerer Unternehmen und Innovationsträgern in ganz Europa bietet die zukünftige Galileo‑Infrastruktur geschäftliche Chancen und die Möglichkeit, neue Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger werden von den Galileo-Diensten profitieren. Es macht sich bezahlt, in Galileo zu investieren, und ich rechne mit der Hilfe der Mitgliedstaaten bei der Suche nach einer Lösung für seine Finanzierung.“

Das Programm Galileo, die Initiative der EU zum Aufbau eines technisch hochmodernen, globalen Satellitennavigationssystems, stellt einen unter ziviler Kontrolle stehenden, globalen Dienst für die Übermittlung hochpräziser, zuverlässiger Positionsdaten bereit. Der Entscheidung über das Datum der ersten beiden Starts ging eine gründliche Prüfung unter dem Vorsitz der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) voraus. Sie ergab, dass die Arbeiten an Raum- und Bodensegmenten sowie die Vorbereitung auf den operativen Einsatz planmäßig verlaufen.

Galileo und seine Dienste werden viele Branchen der europäischen Wirtschaft unterstützen: Stromnetzbetreiber, Logistikunternehmen, die Finanzmärkte, die Schifffahrtsindustrie, Rettungsdienste und friedenserhaltende Missionen sind sehr stark auf die Satellitennavigationstechnologie angewiesen.

Außerdem wird Europa durch Galileo unabhängig beim Einsatz einer Technologie, deren Bedeutung immer weiter zunimmt, unter anderem in strategischen Bereichen wie der Stromversorgung und der Telekommunikation. Galileo dürfte der europäischen Wirtschaft über einen Zeitraum von 20 Jahren durch Mehreinnahmen in der Industrie und durch seinen Nutzen für Öffentlichkeit und Gesellschaft ein Plus von 60 Mrd. EUR einbringen. Die mit der Unabhängigkeit verbundenen Vorteile sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Hintergrund

Die ersten drei Dienste Galileos werden 2014/15 mit einer Anfangskonstellation von 18 Satelliten bereitgestellt: ein offener Dienst, ein öffentlich-regulierter Dienst (PRS) und ein Such- und Rettungsdienst.

Die Phase der vollen Funktionsfähigkeit des Galileo-Programms wird von der Europäischen Union verwaltet und komplett finanziert. Aufgrund einer Übertragungsvereinbarung zwischen der Kommission und der ESA tritt letztere im Namen der Kommission als Projektträgerin und öffentliche Auftraggeberin auf.

EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) ist der Vorläufer von Galileo und steht für Geostationärer Navigations-Ergänzungsdienst für Europa, das europäische System zur Verstärkung von GPS-Signalen. Der offene EGNOS-Dienst ist seit Oktober 2009 betriebsfähig, und kürzlich startete die Kommission den sicherheitskritischen EGNOS-Dienst für die Luftfahrt (siehe IP/11/247).

Weitere Informationen über Galileo:

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/satnav

MEMO/11/326


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