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Mittelmeerraum: Stabilität und Arbeitsplätze durch unternehmerische Dynamik auf breiter Front

European Commission - IP/11/559   12/05/2011

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IP/11/559

Brüssel, den 12. Mai 2011

Mittelmeerraum: Stabilität und Arbeitsplätze durch unternehmerische Dynamik auf breiter Front

Die jüngsten Erhebungen für mehr Demokratie im Mittelmeerraum und die berechtigten Forderungen der jungen Generation nach Arbeitsplätzen und einer Zukunftsperspektive zeigen deutlich, dass die EU die Region in ihrer demokratischen und wirtschaftlichen Entwicklung stärker unterstützen muss. Im Rahmen der in Malta stattfindenden achten Europa-Mittelmeer-Ministertagung zur Industrie hat der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, heute eine Reihe weitreichender Vorschläge zur schrittweisen Integration der Märkte von EU und Mittelmeerraum sowie zu einer Sonderinitiative für die KMU-Förderung (Small Business Act – SBA) vorgestellt. In der EU wurde ein SBA bereits 2008 mit Erfolg eingeführt; er könnte auch im Mittelmeerraum eine unternehmerische Dynamik in breiten Bevölkerungsschichten anstoßen und dadurch in unseren Nachbarländern zum Entstehen tragfähiger und lebendiger Volkswirtschaften beitragen.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Die EU muss ganz klar signalisieren, dass eine enge industrielle Kooperation und KMU-freundliche Rahmenbedingungen sowohl unseren Nachbarländern am Mittelmeer als auch uns selbst zugute kommen. Die politische Stabilität in dieser Region steht und fällt ebenso wie eine Lösung des Migrationsproblems mit der wirtschaftlichen Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Noch nie war es so wichtig, dass die Mitglieder des Netzwerks darüber beraten, wie sich eine noch engere Wirtschaftspartnerschaft aufbauen lässt.“

Vizepräsident Tajani rief zur Förderung des unternehmerischen Denkens und der KMU sowie zur Vertiefung der industriellen Kooperation in der Region auf.

2011–2012: Ein neuer Rahmen für die verstärkte Zusammenarbeit

Vizepräsident Tajani hob auch die Fortschritte hervor, die seit 2009/2010 im Rahmen der Umsetzung der Europa-Mittelmeer-Charta für Unternehmen gemacht wurden. Er vertritt die Auffassung, dass eine Weiterentwicklung der Charta unumgänglich ist und äußerte die Hoffnung, dass man bald von einem echten Small Business Act im Mittelmeerraum sprechen kann.

Antonio Tajani sprach sich für verstärkte Bemühungen im Rahmen des Arbeitsprogramms 2011/2012 aus, das von den Industrieministern heute verabschiedet wurde.

Für Kommissar Tajani ist eine Ausweitung der Kooperation auf andere Bereiche wie Tourismus, Raumfahrtpolitik, Abbau von Rohstoffen sowie Technologietransfer und Innovation von grundlegender Bedeutung für die weitere Entwicklung der Region. Wie die EU-Initiativen in diesen Bereichen auf die Mittelmeeranrainerstaaten ausgedehnt werden könnten, bleibt noch zu entscheiden.

Weitere wichtige Fragen, mit denen sich die Konferenzteilnehmer beschäftigten, betrafen Abkommen über die Konformitätsbewertung und die Anerkennung gewerblicher Produkte (ACAA) und Möglichkeiten für Handelserleichterungen.

Hintergrund

Die sogenannte Union für den Mittelmeerraum besteht aus einem Netzwerk von 43 Ländern. Die industrielle Kooperation zwischen EU und Mittelmeerraum dient letztendlich der Schaffung einer Euro-Mittelmeer-Region, in der die Unternehmen aus den Mittelmeerländern und der EU exportieren, importieren, investieren, Unternehmenspartnerschaften aufbauen und Arbeitsplätze schaffen können, und dabei von einem Umfeld profitieren, das ebenso von Effizienz und Rechtssicherheit geprägt ist, wie der europäische Binnenmarkt.


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