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Brüssel, den 5. Mai 2011

Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakische Republik und Slowenien unterzeichnen Übereinkunft im Hinblick auf einheitlichen europäischen Luftraum

Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, die Tschechische Republik, Ungarn, die Slowakische Republik und Slowenien haben heute eine Übereinkunft zur Schaffung des funktionalen Luftraumblocks „Central Europe” (FAB CE) unterzeichnet und damit einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung des einheitlichen europäischen Luftraums vollzogen. Die politischen Ziele der 2004 erlassenen Rechtsvorschriften zum einheitlichen europäischen Luftraum werden mit den von den Mitgliedstaaten zur Schaffung funktionaler Luftraumblöcke (FAB) getroffenen Maßnahmen schrittweise realisiert. Mit dem heutigen Übereinkommen wird der vierte FAB in Europa verwirklicht. Voraussichtlich werden die übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union im nächsten Jahr ähnliche Übereinkünfte schließen.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas, erklärte hierzu: „Die Übereinkunft zum FAB CE ist ein wichtiger Fortschritt, der fünf EU-Mitgliedsstaaten und zwei Nachbarstaaten in eine strukturierte Zusammenarbeit einbindet; damit wird eine bessere Verwaltung des Luftraums ermöglicht und die Bereitstellung von Flugsicherungsdiensten optimiert, um so den Erfordernissen der Luftraumnutzer gerecht zu werden. Angesichts der Lage dieses funktionalen Luftraumblocks auf der Südostachse und vor dem Hintergrund des prognostizierten Verkehrswachstums in diesem Gebiet hängt der Erfolg entscheidend von der wirksamen Umsetzung der Kooperationsstrukturen und der Optimierung der Flugsicherungsdienstleistungen ab.“

Die Schaffung funktionaler Luftraumblöcke ist ein Eckpfeiler des einheitlichen europäischen Luftraums. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für Leistungssteigerungen und werden die Landschaft der Flugverkehrsmanagementdienste (ATM) grundlegend verändern. Für die Flugsicherungsdienstleister eröffnen sich mit der Schaffung der funktionalen Luftraumblöcke weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die wiederum die Einhaltung der neuen verbindlichen Leistungsziele, die in den Rechtsvorschriften zum einheitlichen europäischen Luftraum festgelegt wurden, erleichtern wird. Der FAB CE umfasst einen sehr dichten Luftraum mit bedeutenden Ost-West- Verkehrsströmen, die im nördlichen Luftraumabschnitt mehrfach die Zuständigkeitsbereiche unterschiedlicher Flugsicherungsdienste durchqueren. Der Verkehr in Richtung der westlichen und südlichen Abschnitte des FAB nimmt zu.

Die Übereinkunft zum FAB CE schafft den Rahmen, die allgemeinen Voraussetzungen und die Verwaltungsstruktur, auf deren Grundlage die beteiligten Staaten das Flugverkehrsmanagement und die Flugsicherungsdienste im Kontext der Rechtsvorschriften zum einheitlichen europäischen Luftraum gewährleisten wollen.

Der FAB CE wird von einem Entscheidungsgremium (FAB CE-Rat) verwaltet, in dem die Interessen sowohl der zivilen als auch der militärischen Luftfahrt vertreten sind, und der verschiedene Unterausschüsse umfasst:

  • einen gemeinsamen zivil-militärischen Luftraumkoordinierungsausschuss (Joint Civil Military Airspace Coordination Committee, JCMACC) für die strategische Koordinierung der Luftraumverwaltung und –gestaltung der einzelnen Staaten, des Verkehrsfluss- und Kapazitätsmanagements sowie der Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Stellen;

  • einen Ausschuss für die Koordinierung der nationalen Aufsichtsbehörden (National Supervisory Authorities Coordination Committee, NSA CC);

  • weitere vom FAB CE-Rat nach Notwendigkeit für die Umsetzung, den Betrieb und die Weiterentwicklung des FAB CE eingesetzte Stellen.

Das FAB CE-Übereinkommen ist als Teil einer gemeinsamen Initiative zur Umsetzung des Leistungssystems für den einheitlichen europäischen Luftraum darauf ausgerichtet, durch eine entsprechende Gestaltung des Luftraums und die Organisation des Flugverkehrsmanagements in dem betroffenen Luftraum unabhängig von bestehenden Grenzen optimale Leistung auf den für Sicherheit, ökologische Nachhaltigkeit, Kapazität, Kosteneffizienz, Flugeffizienz und Effektivität militärischer Einsätze relevanten Gebieten zu erreichen. Der FAB CE zielt auf einen gemeinsamen FAB CE-Leistungsplan ab, der mit den Leistungszielen auf EU-Ebene ab dem zweiten Bezugszeitraum (2015) in Einklang steht.

Nächste Schritte

Ratifizierung des FAB CE-Übereinkommens und Abschluss von Übereinkünften zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden und Flugsicherungsdienstleistern.

Weitere Informationen:

FAB CE-Internetseite:

http://www.eurocontrol.int/fab_ce

Sowie:

http://ec.europa.eu/transport/air/single_european_sky/functional_airspace_blocks_en.htm


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