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IP/11/487

Brüssels, 19. April 2011

Europäische Kommission verdoppelt humanitäre Hilfe für die Opfer der Krise in Cote D'Ivoire

Die Europäische Kommission hat heute ihre humanitäre Hilfe für die Opfer des Konflikts in Côte d'Ivoire von 30 Mio. EUR auf 60 Mio. EUR verdoppelt. Der Beschluss wurde auf der Grundlage einer umfassenden Bedarfsbewertung gefasst, die in den vergangenen Tagen von einem Expertenteam der Kommission vor Ort durchgeführt wurde.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Côte d'Ivoire erlebt schwere Zeiten, doch zugleich bietet sich dem Land die Chance, ein neues Blatt aufzuschlagen. Ob diese Gelegenheit genutzt wird, liegt in erster Linie an den ivorischen Bürgern selbst, hängt aber auch davon ab, wie es uns gelingt, ihnen zu helfen. Dabei müssen wir sowohl Tempo wie Umfang unserer Hilfe aufrechterhalten, damit wir nicht bloß die Hungrigen speisen und den Vertriebenen Obdach gewähren können, sondern auch die Wunden zu heilen imstande sind, die dieser Konflikt geschlagen hat. Auch Liberia dürfen wir dabei nicht vergessen, das noch immer unzählige Flüchtlinge beherbergt.“

Ein Team der Generaldirektion für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) der Europäischen Kommission befindet sich derzeit in Côte d'Ivoire und führt dort gemeinsam mit den humanitären Partnerorganisationen der Kommission eine Bedarfsbewertung durch. Das Team besteht aus Experten für Gesundheit, Schutzmaßnahmen, Wasser, Abwasser und Nahrungsmittel. Im Mittelpunkt der Bedarfsbewertung stand die Situation im Westen des Landes und in der Hauptstadt Abidjan, da diese Landesteile am stärksten von den Kämpfen betroffen waren. Das vorrangige Ziel besteht darin, rasch den unmittelbaren humanitären Bedarf zu ermitteln und gleichzeitig mit den ivorischen Behörden und den Entwicklungshilfepartnern die lokalen Verwaltungskapazitäten zu stärken, damit die lokalen Stellen mittelfristig die wichtigen grundlegenden Versorgungsleistungen übernehmen können.

Die jüngste Bedarfsermittlung unseres Expertenteams vor Ort bestätigt, das sich die Sicherheitslage zwar langsam verbessert, die Lage der Menschen jedoch nach wie vor größten Anlass zur Sorge bietet. Tausende haben noch immer keinen Zugang zur Grundversorgung; so mangelt es vor allem an Nahrungsmitteln, Wasser und gesundheitlicher Versorgung. Die Empfehlungen des Expertenteams waren ausschlaggebend für die Bewilligung der zusätzlichen Finanzmittel, die den ECHO-Partnern vor Ort – UN-Einrichtungen, Rot-Kreuzgesellschaften und Nichtregierungsorganisationen – zur Verfügung gestellt werden. Die Kommission wird in Kürze ein ständiges ECHO-Büro in Abidjan eröffnen, das die Umsetzung der EU-finanzierten Projekte überwachen, die Hilfeanstrengungen der EU koordinieren und die Partner unterstützen soll.

Hintergrund:

Die EU (Kommission und Mitgliedstaaten) hat bislang 85 Mio. EUR für die Opfer der Krise in Côte d'Ivoire bereitgestellt und ist damit der größte Geber humanitärer Hilfe für das Land. Von diesem Betrag entfallen – mit der heutigen Mittelzuweisung – bislang 60 Mio. EUR auf die Kommission. Die Mittel werden dem Roten Kreuz, NRO und den Vereinten Nationen für ihre Hilfeleistungen zugunsten der Opfer der Krise zur Verfügung gestellt werden (siehe IP/11/322). Die Gelder werden dazu beitragen, durch die Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmittelhilfe, medizinischer Versorgung, Wasser- und Sanitärversorgung und Schutzmaßnahmen die Lage der Hilfebedürftigen im Land wie auch der ivorischen Flüchtlinge in Nachbarländern zu verbessern.

Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Binnenvertriebenen auf über eine Million Menschen. Mehr als 130 000 Ivorer sollen in Nachbarländern – vor allem in Liberia – Zuflucht gesucht haben.


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