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Fälschung von Euro-Münzen im Jahr 2010

European Commission - IP/11/47   19/01/2011

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IP/11/47

Brüssel, den 19. Januar 2011

Fälschung von Euro-Münzen im Jahr 2010

Die Zahl der gefälschten Euro-Münzen, die im Jahr 2010 aus dem Umlauf genommen wurden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 % erhöht; insgesamt wurden 186 000 Münzen sichergestellt, verglichen mit 172 100 im Jahr 2009. Alles in allem bleibt die Menge gefälschter Münzen extrem klein, was beweist, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen von Kommission/OLAF (EU-Amt für Betrugsbekämpfung), anderen EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auszahlen. Die 2-Euro-Münze ist nach wie vor mit Abstand am stärksten von dieser Form der Kriminalität betroffen und bei fast drei Viertel aller Fälschungen handelt es sich um 2-Euro-Münzen.

Der für die Betrugsbekämpfung zuständige EU-Kommissar Algirdas Šemeta erklärte: „Der Kampf gegen die Geldfälschung – ob in Form von Münzen oder Scheinen – ist für unsere Wirtschaft und unsere Währung äußerst wichtig. Es ist sehr zu begrüßen, dass OLAF beim Aufspüren und Einzug gefälschter Euro-Münzen so effizient mit den nationalen Behörden zusammenarbeitet, da es uns so gelungen ist, das Problem in Europa relativ stark einzudämmen. In dem Bemühen das Problem in der gesamten EU endgültig zu beseitigen, werden wir weiterhin alle erforderlichen Ressourcen zur Fahndung nach diesen Fälschungen einsetzen.“

Obwohl die Zahl der im Jahr 2010 aus dem Umlauf gezogenen gefälschten Euro-Münzen gegenüber dem Vorjahr um 8 % gestiegen ist, ist die Kommission der Auffassung, dass für die Öffentlichkeit kein Grund zur Besorgnis besteht. Tatsächlich ist die Gesamtzahl der gefälschten Münzen im Vergleich mit den rund 16 Mrd. echten Euro-Münzen (der drei größten Stückelungen) sehr klein. Auf 86 000 echte kommt eine Fälschung. Darüber hinaus werden gefälschte Münzen von ordnungsgemäß eingestellten Verkaufsautomaten und anderen münzbetriebenen Geräten nicht angenommen.

Im Zeitraum 2007 bis 2010 im Umlauf entdeckte Euro-Falschmünzen

50 Cent

1 Euro

2 Euro

Insgesamt

2010

24 900

30 800

130 300

186 000

2009

18 100

26 500

127 500

172 100

2008

16 600

24 500

154 800

195 900

2007

13 000

16 200

181 900

211 100

Die bei der Sicherstellung gefälschter Euro-Münzen erzielten Fortschritte, spiegeln die Anstrengungen der Mitgliedstaaten bei der Echtheitsprüfung von Euro-Münzen wider. Zur Unterstützung dieser Bemühungen haben das Europäische Parlament und der Rat eine von der Kommission vorgeschlagene Verordnung zur Überprüfung der Echtheit von Euro-Münzen angenommen. Diese Verordnung wurde am 15. Dezember 2010 veröffentlicht und legt Bestimmungen für Finanzinstitute fest, um sicherzustellen, dass alle Euro-Münzen, die sie wieder in Umlauf bringen, echt sind.

Was gefälschte Euro-Banknoten angeht, wurden im Jahr 2010 nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den Fälschungsschutz für Banknoten verantwortlich ist, rund 751 000 Noten aus dem Verkehr gezogen.

Im Jahr 2010 hat die Kommission bzw. OLAF 17 Projekte zum Schutz von Euro-Banknoten und -Münzen vor Fälschung durchgeführt, darunter Konferenzen und Seminare, die im Rahmen des Pericles-Programms von den Mitgliedstaaten oder der Kommission/OLAF in Zusammenarbeit mit Europol und der EZB organisiert wurden.

Hintergrund

Beim Schutz des Euro gegen Fälschung arbeitet die Kommission eng mit ihren Partnern zusammen: der Europäischen Zentralbank (EZB), Europol, Interpol und den zuständigen nationalen Behörden.

Das Europäische Technische und Wissenschaftliche Zentrum (ETSC), das die Kommission im Oktober 2004 innerhalb des Europäischen Amts für Betrugbekämpfung (OLAF) eingerichtet hat, analysiert und klassifiziert neugeprägte Euro-Falschmünzen und nutzt dafür die Ausrüstung und Anlagen der französischen Münzstätte Monnaie de Paris.

Das 2001 ins Leben gerufene Perikles-Programm bietet den zuständigen nationalen Behörden Schulungen und technische Hilfe zum Schutz von Euro-Banknoten und -Münzen gegen Fälschung an. Die Kommission bereitet Gesetzesinitiativen vor und überwacht die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften.

Die Europäische Zentralbank (EZB) unterzieht gefälscht Banknoten einer technischen Analyse. Sie erfasst die technischen und statistischen Daten zu Banknoten- und Münzfälschungen in einer zentralen Datenbank und gibt die einschlägigen technischen und statistischen Informationen an alle mit der Fälschungsbekämpfung befassten Stellen weiter.

Europol unterstützt die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens, indem es den Informationsaustausch erleichtert und operationelle und strategische Analysen zur Verfügung stellt. Europol unterhält eine zentrale Datenbank mit Strafverfolgungsinformationen im Zusammenhang mit Euro-Fälschungen und nutzt ebenfalls die technische Datenbank bei der EZB. Europol stellt finanzielle Mittel für polizeiliche Ermittlungen im Bereich der Euro-Fälschung und wurde zur EU-Zentralstelle zur Bekämpfung der Euro-Fälschung ernannt.

Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/anti_fraud/pages_euro/index_de.html


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