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Brüssel, den 15. April 2011

Umwelt: Alles einsteigen in Hamburgs „Zug der Ideen“

Hamburg, die Umwelthauptstadt Europas 2011, ist mit einer rollenden Ausstellung über eine nachhaltige Lebensweise auf die Schiene gegangen. EU-Umweltkommissar Janez Potočnik und der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz haben bei der heutigen Einweihung des Zuges die Räder für eine sechsmonatige Reise durch 18 europäische Städte in Bewegung gesetzt. Mit diesem neuen Konzept für den Austausch bewährter Praktiken soll Tausenden von europäischen Bürgerinnen und Bürgern gezeigt werden, wie Städte künftig sowohl attraktiv als auch nachhaltig sein können.

Kommissar Potočnik: „Der Zug der Ideen verkörpert auf hervorragende Weise europäische Werte. Die Auszeichnung „Umwelthauptstadt Europas“ bezweckt vor allem den Austausch von Ideen. Wenn wir für unsere Städte eine Wende zum Besseren erreichen wollen, dürfen wir nicht alle guten Ideen für uns behalten. Andere Städte können von Hamburg viel lernen, das gezeigt hat, dass Wirtschafts­wachstum und Umweltschutz einander nicht ausschließen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Besucher zu dieser Ausstellung gehen, wenn sie in ihrer Stadt Station macht.“

Der Zug der Ideen

Der Zug der Ideen war im Wettbewerb um den Titel Umwelthauptstadt Europas 2011 mitentscheidend. Die Ausstellung "Visionen für die Städte der Zukunft" widmet sich der Herausforderung, wie die europäischen Städte der Zukunft nachhaltig, umwelt­freundlich und lebenswert gestaltet werden können. Hierzu werden Best-Practice-Beispiele aus Hamburg und beispielhafte Projekte aus anderen europäischen Städten durch mehr als 70 Exponate und auf 26 Touchscreens dargestellt. Oslo etwa wird Europa zeigen, wie es seine Straßen auf intelligente Weise beleuchten kann; Wien wird sein „ÖkoKauf“-Programm zur Förderung eines umweltfreundlichen Konsumverhaltens vorführen, und Kopenhagen wird Nordhavnen, einen Modell­distrikt für nachhaltige Baupraktiken und Radfahren, präsentieren.

Die Themen der interaktiven Ausstellung sind „Stadtentwicklung und Wohnen“, „Mobilität“, „Energie und Klimaschutz“, „Natur und Stadtgrün“, „Ressourcenschutz und Wirtschaft“ sowie „Konsum“. Die Besucher können die Stadt aus wechselnden Blickwinkeln von der persönlichen Perspektive über die lokale und regionale bis zur globalen Perspektive betrachten.

Stationen des Zuges

15. bis 21. April: Hamburg

26. bis 29. April: Kopenhagen

1. bis 4. Mai: Malmö

6. bis 10. Mai: Göteborg

12. bis 15i Mai: Oslo

20. bis 22. Mai: Zürich

24. bis 27. Mai: München

31. Mai bis 4. Juni: Warschau

7. bis 10. Juni: Riga

12. bis 14. Juni: Tallinn

20. bis 22. Juni: Wien

25. bis 29. Juni: Barcelona

2. bis 4. Juli: Marseilles

7. bis 10. Juli: Nantes

SOMMERPAUSE

1. bis 4. September: Paris

7. bis 13. September: Brüssel

15. bis 19. September: Amsterdam

21. bis 25. September: Antwerpen

29. September bis 22. Oktober: Hamburg

Hamburg – Preisträger 2011

Hamburg wurde unter 35 Bewerbern zur Umwelthauptstadt Europas 2011 gekürt. Die Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern und einer sehr guten Luftqualität wurde wegen ihrer Energiesparmaßnahmen ausgewählt. Hamburg hat äußerst ambitiöse Klimaschutzziele aufgestellt und will beispielsweise seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % und bis 2050 um 80 % senken.

Eine Maßnahme ist das Kosten-/Nutzen-Benchmarking für die Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden mit Programmen für den Austausch von Beleuchtungs­körpern, Heizkesseln und Kühlschränken. Mehr als 200 000 herkömmliche Lampen in über 400 öffentlichen Gebäuden wurden durch Energiesparlampen ersetzt, wodurch Energieeinsparungen von jährlich 3,4 Mio. EUR erzielt werden. Außerdem wurden in den letzten Jahren 18 Mio. EUR ausgegeben, um mehr als 600 Heiz­kessel durch moderne Brennwertkessel zu ersetzen.

Hamburg verfügt über ein hervorragendes integriertes Abfallbewirtschaftungssystem mit einem hohen Anteil von Materialtrennung direkt an der Quelle und einer hohen Energierückgewinnung. Darüber hinaus hat die Stadt gute Fortschritte bei der Verringerung des Wasserverbrauchs und der Reduzierung von Leckagen erzielt. Innovative Pilotprojekte tragen dazu bei, die in öffentlichen Toiletten verbrauchte Menge Wasser zu verringern.

Die Stadt verfügt über ein Busnetz von 11 657 km mit 10 426 Haltestellen. Für fast alle Einwohner Hamburgs beträgt die Entfernung zu einem öffentlichen Verkehrs­mittel höchstens 300 m. Außerdem ist Hamburg, dessen Stadtgebiet zu über 16,7 % aus Wald-, Freizeit- und Grünflächen besteht, im Vergleich zu den meisten anderen Städten dieser Größe eine beeindruckend grüne Stadt.

Die Auszeichnung „Umwelthauptstadt Europas“

Mit dem Titel „Umwelthauptstadt Europas“ werden lokale Anstrengungen anerkannt und ausgezeichnet, die darauf abzielen, Umwelt, Wirtschaft und Lebensqualität in Städten zu verbessern. Die Auszeichnung wird jährlich einer Stadt (nicht notwendi­gerweise einer Hauptstadt) verliehen, die im Hinblick auf ein umweltfreundliches Leben in der Stadt eine Vorreiterrolle spielt und anderen Städten als Vorbild dienen kann. Die Umwelthauptstadt 2012 ist Vitoria-Gasteiz, und 2013 geht der Titel an Nantes. Die Bewerbung für 2014 läuft noch bis Juni 2011.

Weitere Informationen

Mehr über den Titel „Umwelthauptstadt Europas“ finden Sie unter

www.europeangreencapital.eu


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