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Brüssel, den 19. Januar 2011

Luftverkehr: Vizepräsident Kallas trifft Betreiber europäischer Flughäfen, um Lehren aus schneebedingten Flugausfällen zu ziehen

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Siim Kallas ist heute in Brüssel mit führenden Managern europäischer Großflughäfen zusammengetroffen, um zu beraten, wie die Probleme vermieden werden können, zu denen es im letzten Monat aufgrund der starken Schneefälle gekommen war. Wichtige Flughäfen in der EU mussten wegen des schlechten Wetters ganz oder teilweise geschlossen werden, wodurch es europaweit zu massiven Störungen des Flugbetriebs kam. Mehrere Tausend Reisende mussten am Flughafen übernachten, 35 000 Flüge und damit mehr als im ganzen Jahr 2009 fielen aus. Um einige der wichtigsten Probleme anzugehen, wird die Kommission im Flughafenpaket, das später in diesem Jahr veröffentlicht wird, spezifische Maßnahmen vorschlagen.

Vizepräsident Kallas erklärte dazu: „Vulkanasche ist für die Luftverkehrsbranche schwer vorhersehbar, der Winter dagegen kommt jedes Jahr und wir sollten auf ihn vorbereitet sein. Für die Aufstellung und Umsetzung von Notfallplänen ist die Luftverkehrsbranche verantwortlich. Zur Unterstützung können wir auf europäischer Ebene für die erforderliche Stärkung des gesetzlichen Rahmens sorgen. Insbesondere müssen wir im Interesse der Reisenden auf Europas Flughäfen Mindestdienstleistungs- und -qualitätsanforderungen festlegen. Diese Anforderungen werden Teil der Legislativvorschläge des Flughafenpakets sein, das im Laufe dieses Jahres vorgelegt werden soll.“ (MEMO/11/28).

Was ist im letzten Monat geschehen?

Im Dezember 2010 kam es im Flugverkehr zu erheblichen Störungen. Viele der großen und verkehrsreichsten Drehkreuze in Europa waren an einem der aufkommenstärksten Wochenenden, dem Beginn der Weihnachtsferien, teilweise geschlossen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Tausende Fluggäste saßen auf Großflughäfen in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt fest. Dies hatte erhebliche Probleme bei der Gepäckabfertigung zur Folge. Auf einigen Flughäfen wurde der Betrieb auch durch den Mangel an Enteisungsmitteln beeinträchtigt. Insgesamt geht die Zahl der ausgefallenen Flüge in die Zehntausende.

  • Bei dem Treffen teilten die Flughafenbetreiber ihre praktischen Erfahrungen und Standpunkte zu den Geschehnissen sowie den Faktoren und Unzulänglichkeiten mit, die dabei eine Rolle gespielt haben:

  • Zu einer der verkehrsreichsten Zeiten des Jahres ereigneten sich an EU-Drehkreuzen, die nah an der Kapazitätsgrenze arbeiten, starke Schneefälle.

  • In vielen Fällen wurde der Schnee nicht schnell genug geräumt.

  • Der Flughafen Heathrow, Großdrehkreuz und einer der am stärksten ausgelasteten Flughäfen in der EU, war mehrere Tage geschlossen. Da Flughäfen als System funktionieren, hatte dies einen Dominoeffekt an anderen Flughäfen zur Folge.

  • Die Unterrichtung der Flugreisenden erfolgte zu langsam, um Wartezeiten an den Flughäfen zu vermeiden.

  • Durch den drohenden Mangel an Enteisungsmitteln kam es zu einer Beeinträchtigung und Einschränkung des Flughafenbetriebs.

Wie vermeiden wir eine Wiederholung dieser Ereignisse?

  • Bessere Notfallpläne für verschneite Flughäfen.

  • Gewährleistung einer besseren Zusammenarbeit aller Beteiligten am Boden und in der Luft.

  • Gewährleistung eines einwandfreien Betriebs der Drehkreuze der Fluggesellschaften. Zur Vermeidung von Dominoeffekten müssen die Flughäfen insgesamt stärker integriert werden, damit sie als Netz funktionieren können. Ein isolierter Betrieb einzelner Flughäfen ist nicht möglich.

  • Bessere und schnellere Unterrichtung der Fluggäste über Verspätungen und Umleitungen.

Für die Notfallplanung ist vorrangig die Luftverkehrsbranche verantwortlich. Die Kommission kann dabei für die notwendige Stärkung des gesetzlichen Rahmens sorgen, insbesondere für Mindestdienstleistungs- und ‑qualitätsanforderungen im Interesse der Reisenden auf Flughäfen.

Nächste Schritte

Mit Blick auf Weihnachten 2011 hat Vizepräsident Kallas die europäischen Flughäfen gebeten, ihm möglichst rasch einen Fortschrittsbericht im Hinblick auf die Notfallplanung für den nächsten Winter vorzulegen.

Der Vizepräsident wird im Rahmen des grundsätzlich noch vor Sommer geplanten Flughafenpakets spezifische Maßnahmen vorschlagen, um die oben beschriebenen Probleme anzugehen.

Annex

List of CEOs attending the ACI Board Meeting, members included

Present:

  • Mr Ad Rutten (Schiphol - Amsterdam), President

  • Mr Declan Collier (DAA - Dublin), 1st Vice-President

  • Mr François Rubichon (ADP - Paris), Vice-President

  • Dr Yiannis Paraschis (AIA - Athens), Immediate Past President

  • Mr Jürg Rämi (Basel-Mulhouse), Treasurer

  • Dr Stefan Schulte (Fraport - Frankfurt), Vice-President

  • Mr Zmago Skobir (Aerodrom Ljubljana)

  • Mr Michal Marzec, Polish Airports State Enterprise (Warsaw)

  • Mr Giulio De Metrio, SEA (Milan)

  • Mr Terry Morgan (BAA – London)

  • Mr Michael Eggenschwiler, (Flughafen Hamburg)

  • Mr Herbert Kaufmann (Vienna)

  • Mr Luc Van den Bossche (BAC – Brussels)

For more details of ACI Board Members: http://www.aci-europe.org/


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