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IP/11/401

Brüssel, 4. April 2011

Humanitäre Hilfe der EU für Japan um 10 Mio. EUR aufgestockt

Die EU-Kommission hat beschlossen, die humanitären Mittel für Japan um 10 Mio. EUR zu erhöhen, um die japanische Bevölkerung bei der Bewältigung der schweren Folgen der Doppelkatastrophe zu unterstützen. Die Hilfe, die die Mitgliedstaaten und die Kommission nach dem Erdbeben und dem Tsunami für Japan leisten, beläuft sich somit auf über 15 Mio. EUR. Die zusätzlichen Mittel werden den über 30 000 Menschen helfen, die in Notunterkünften leben und dringend Nahrung, Wasser, Decken, Matratzen und weitere Versorgungsgüter benötigen.

Der Beschluss über die zusätzlichen Mittel geht auf die Initiative der EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, zurück. Als erste internationale Spitzenpolitikerin besuchte sie Japan nach der Katastrophe. „Wir stehen unseren mutigen Freunden in der Not weiterhin zur Seite,“ sagte Kommissarin Georgieva. „Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass Japan gestärkt aus dieser Katastrophe hervorgehen wird. Während wir den Betroffenen unmittelbare Hilfe leisten, müssen wir gleichzeitig langfristig Schlussfolgerungen ziehen und uns auf eine Welt vorbereiten, in der Katastrophen häufiger vorkommen und ihre Auswirkungen zerstörerischer sein werden,“ fügte die Kommissarin hinzu.

Die zusätzlichen Mittel werden dem Internationalen Verband der Rotkreuz- und der Rothalbmondgesellschaften (IFRC) die Verteilung von Hilfsgütern an Evakuierte und andere Not leidende Menschen in Japan ermöglichen. Der IFRC arbeitet eng mit dem Japanischen Roten Kreuz zusammen. Die EU-Hilfe wird etwa 8 000 Familien in den betroffenen Provinzen Iwate, Miyagi und Fukushima zugute kommen.

Bisherige Unterstützung der EU

Seit den ersten Stunden der Katastrophe, die Japan am 11. März traf, steht die EU-Kommission mit den japanischen Behörden in Kontakt und unterstützt mit dem Dienst für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz die betroffene Bevölkerung.

Japan hat die EU gebeten, den Katastrophenschutz und die humanitäre Hilfe sowie die Sachleistungen der Mitgliedstaaten zu koordinieren. 18 Teilnehmerstaaten des EU-Katastrophenschutzverfahrens haben Japan Sachleistungen oder finanzielle Hilfe angeboten.

Die EU-Hilfe wird weiterhin als kohärentes Paket, das humanitäre Hilfe und Katastrophenschutzmaßnahmen umfasst, für Japan bereitgestellt. Am 26. März brachte ein von der Lufthansa kostenlos zur Verfügung gestelltes europäisches Flugzeug 72 Tonnen Hilfsgüter der Mitgliedstaaten nach Tokyo. Seitdem sind drei weitere Ladungen im Land eingetroffen, mit u. a. 50 Strahlungsdosismessgeräten. Ein weiteres Flugzeug mit EU-Hilfsgütern (Nahrungsmittel, Zelte, Schlafsäcke, Handschuhe und Gummistiefel) ist heute unterwegs nach Japan. Es wurde kostenlos von AeroLogic, DHL und der Lufthansa zur Verfügung gestellt.

Ein 15-köpfiges Team des EU-Katastrophenschutzes ist seit dem 19. März vor Ort. Die Experten werden von der EU-Delegation unterstützt und bemühen sich um die reibungslose Verteilung der europäischen Hilfe, indem sie Empfang und Weitertransport der Güter innerhalb Japans koordinieren.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm


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