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IP/11/353

Brüssel, den 24. März 2011

Kommission bittet um Stellungnahmen: Wie kann der Druck auf Europas Küsten- und Meeresgebiete vermindert werden?

Küsten- und Meeresgebiete bieten weitreichende Möglichkeiten für die wirtschaftliche Entwicklung, Freizeit und zum Wohnen. Die biologische Vielfalt in diesen Gebieten ist groß, aber empfindlich. Transparenz ist bei der Planung für und Bewirtschaftung von europäischen Gewässern erforderlich, um die konkurrierenden Interessen im Gleichgewicht zu halten und den langfristigen Nutzen von Küsten- und Meeresressourcen für die Gesellschaft zu erhalten. Mit diesen Zielen vor Augen hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zu den Optionen für künftige EU-Maßnahmen zur maritimen Raumordnung und zum integrierten Küstenzonenmanagement eingeleitet. Die Kommission wird von allen interessierten Personen und Organisationen Stellungnahmen einholen. Die Konsultation läuft acht Wochen.

Die Küsten und Meere rund um die EU sind zunehmend Belastungen ausgesetzt, und der Wettbewerb um Raum und Ressourcen für die maritime Wirtschaft und den Umweltschutz wächst. Bisher haben allerdings nur wenige Mitgliedstaaten – allein oder in grenzüberschreitender Zusammenarbeit – abgestimmte Raumordnungssysteme für Küsten und Meere umgesetzt.

Das Konzept der maritimen Raumordnung wurde im Rahmen der integrierten Meerespolitik der EU entwickelt. Maritime Raumordnung bedeutet, dass Meeresräume zwischen verschiedenen und möglicherweise konkurrierenden Formen ihrer Nutzung aufgeteilt werden. Durch das Zusammenführen meeresbezogener Tätigkeiten verschiedener Sektoren in einen gemeinsamen Planungsrahmen kann eine maritime Raumordnung dazu beitragen, Konflikte zu verhindern, Synergien zu optimieren sowie knappen Meeresraum effizient und nachhaltig zu nutzen. Die Europäische Kommission hat bereits Leitlinien entwickelt, um Maßnahmen der maritimen Raumordnung in Europa im Interesse des nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums transparenter, berechenbarer, stimmiger und beständiger zu machen.

Mit steigendem Druck durch Urbanisierung, Tourismus und die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen sich die Probleme in den Küstengewässern und dem angrenzenden Küstenland zunehmend. Diese Gebiete haben durch die Zerstörung der Lebensräume, Wasserverschmutzung, Küstenerosion und Ressourcenerschöpfung mit ernsten Schwierigkeiten zu kämpfen. Die fehlende Koordinierung verschiedener Entwicklungspläne für Küstengebiete erschwert wirkungsvolle Investitionsentscheidungen und eine optimale Raumaufteilung. Die Europäische Kommission arbeitet seit den 1990er Jahren daran, Maßnahmen zu bestimmen und zu fördern, um diesen Abwärtstrend zu stoppen und die Gesamtsituation zu verbessern. Die EU hat Küstenmitgliedstaaten empfohlen, umfassende Strategien zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklung ihrer Küstengebiete zu entwickeln; ein solcher Ansatz wird auch als integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) bezeichnet. Im September 2010 hat die EU ein internationales Protokoll zur Verringerung des Drucks auf den Mittelmeerraum verabschiedet und hat damit einen ersten wichtigen Schritt hin zu einer internationalen Gesetzgebung für ein integriertes Küstenzonenmanagement getan.

In der öffentlichen Konsultation werden die hauptsächlichen Herausforderungen und Chancen für die maritime Raumordnung und das integrierte Küstenzonenmanagement angesprochen, und interessierte Parteien werden aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen, wie diese Herausforderungen und Chancen am besten gehandhabt werden können. Die Kommission wird bis Ende 2011 entscheiden, ob sie künftige EU-Maßnahmen in diesen Bereichen vorschlagen wird.

Nähere Informationen:

Die Konsultation ist zugänglich unter:

http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=MAREENV&lang=en

Nähere Einzelheiten zum Integrierten Küstenzonenmanagement und zur maritimen Raumordnung:

http://ec.europa.eu/environment/iczm/home.htm

http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/spatial_planning_de.html


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