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IP/11/322

Brüssel, 17. März 2011

Europäische Kommission stockt Mittel für die Opfer der Krise in Côte d'Ivoire deutlich auf

Angesichts der sich zusehends verschlimmernden Krise in Côte d'Ivoire hat die Europäische Kommission heute ihre humanitäre Hilfe für die Opfer der zunehmenden Gewalt um ein Fünffaches erhöht. Durch Aufstockung der im Dezember gewährten Soforthilfe (siehe IP/10/1775) stellt die Kommission nun weitere 25 Millionen EUR bereit und erhöht ihre Unterstützung somit auf insgesamt 30 Millionen EUR. Die Finanzmittel sollen notleidenden Menschen in dem Land helfen sowie auch Flüchtlingen, die in Nachbarländer geflohen sind, insbesondere nach Liberia, das die größte Zahl an Flüchtlingen aufgenommen hat.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion erklärte: „Die Lage vor Ort verschlechtert sich rapide und erfordert dringende und wirkungsvolle humanitäre Maßnahmen“. Weiter sagte sie: „In nur wenigen Wochen hat sich die Zahl der Flüchtlinge verdoppelt und die der Vertriebenen verfünffacht. Derzeit wird die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen auf 380 000 geschätzt. Dank der heute beschlossenen Aufstockung der Hilfe kann für diese Menschen, von denen viele entsetzlicher Gewalt entflohen sind, Soforthilfe bereitgestellt werden.“

Die EU ist der größte Geber humanitärer Hilfe für die Opfer der Krise in Côte d'Ivoire. Die zusätzlichen Mittel werden dazu beitragen, durch Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmittelhilfe, medizinischer Versorgung, Wasser- und Sanitärversorgung und Schutzmaßnahmen die Lebensbedingungen der Hilfsbedürftigen im Land sowie auch der Flüchtlinge außerhalb der ivorischen Grenzen zu verbessern.

Nach internationalen Schätzungen wurden mehr als 380 000 Ivorer aufgrund der Gewalt, die seit Mitte Dezember in Côte d'Ivoire herrscht, aus ihrer Heimat vertrieben. Davon sind rund 80 000 Menschen in die Nachbarländer geflohen, um dort Zuflucht zu suchen. Die akute Bedarfssituation der Vertriebenen und der Flüchtlinge ist massiv angestiegen, doch aufgrund der Gewalt war eine vollständige Einschätzung des humanitären Bedarfs bislang nicht möglich. Trotz der Sicherheitsrisiken, die den Zugang der humanitären Helfer zu den von der Krise betroffenen Menschen einschränken, arbeitet der Dienst für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) mit seinen Partnerhilfsorganisationen zusammen, um den dringendsten Bedarf zu ermitteln und effiziente humanitäre Hilfe zu leisten.

Die sozioökonomische Gesamtlage des Landes verschlechtert sich rapide: Verknappung von Kraftstoff, Gas zum Kochen und Trinkwasser sowie Stromausfälle geben zunehmend Anlass zu Besorgnis. In seinem Bericht über die Menschenrechtslage in Côte d'Ivoire vom 15. Februar meldete der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte zahlreiche Menschenrechtsverletzungen (außergerichtliche Hinrichtungen, Entführungen, Verschleppungen, exzessive Gewaltanwendung, Zerstörung von Sachwerten durch die Armee, Aufruf zu Gewalt durch das staatliche Fernsehen).

Weitere Informationen unter:

Website der GD ECHO

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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