Navigation path

Left navigation

Additional tools

Die europäische Sicherheitsindustrie soll ihr Potenzial ausschöpfen – Kommission eröffnet öffentliche Konsultation

European Commission - IP/11/315   14/03/2011

Other available languages: EN FR IT

IP/11/315

Brüssel, 14. März 2011

Die europäische Sicherheitsindustrie soll ihr Potenzial ausschöpfen – Kommission eröffnet öffentliche Konsultation

Die EU-Sicherheitsindustrie hat mit einem stark zersplitterten Binnenmarkt und einer schwachen industriellen Basis zu kämpfen. Bei den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und Normen sind große Unterschiede festzustellen und der Markt für Sicherheitsprodukte ist in hohem Maße diversifiziert. So reicht die Bandbreite der Produkte von Kameras bis zu höchst komplexen Scannersystemen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, ein Schnellverfahren für die Genehmigung prioritärer Technologien zu entwickeln, weitere deutliche Fortschritte im Bereich der Harmonisierung und Normung zu erzielen, ein koordiniertes öffentliches Beschaffungswesens zu erwägen und die FuE im Bereich der Sicherheitstechnologien, einschließlich der Technologien mit doppeltem Verwendungszweck, zu beschleunigen. Zur Förderung dieses Wirtschaftszweigs hat die Kommission heute eine öffentliche Konsultation eröffnet und lädt alle Interessierten dazu ein, ihre Ansichten darüber einzubringen, welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um Europas Sicherheitsbranche an die Weltspitze zu führen.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Die Sicherheitsindustrie ist eine selbstverständliche Voraussetzung für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Daher darf der Markt nicht so zersplittert bleiben, wie er es gegenwärtig ist. Dies schwächt nämlich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Sicherheitsunternehmen und ihre Fähigkeit, Technologien anzubieten, die die Sicherheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Hier besteht Änderungsbedarf.“

Wir sind immer stärker von technischen und Infrastruktureinrichtungen, etwa dem Stromnetz, dem Internet, öffentlichen Verkehrsmitteln, der Luftfahrt oder der Fernmeldetechnik, abhängig geworden. Vom Menschen verursachte Unfälle oder Naturkatastrophen können Menschen und Umwelt schwere Schäden zufügen. Sie können darüber hinaus leicht zum Ausfall wirtschaftlicher Infrastrukturen führen. Und obwohl Technik Sicherheit nicht vollends garantieren kann, so gibt es doch ohne Technik keine Sicherheit.

Diese öffentliche Konsultation soll der Kommission einen Überblick über die Sichtweise der maßgeblichen Interessenträger – öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, nichtstaatliche Organisationen und Bürger – liefern.

Die Konsultation wird sich auf folgende vier Aspekte konzentrieren:

  • Mittel zur Überwindung der Marktzersplitterung (z. B. Verfahren zur Zertifizierung und Normung);

  • Stärkung der industriellen Basis des Sicherheitswesens (d. h. Zugang zu den Weltmärkten, Synergien zwischen zivilen und militärischen Technologien sowie Haftungsfragen);

  • engere Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Systemintegratoren und Dienstleistern auf der einen und ihren Kunden auf der anderen Seite;

  • gesellschaftliche Dimension der Sicherheit – d. h. sicherzustellen, dass Sicherheitstechnik die Privatsphäre (Datenschutz) wahrt.

Hintergrund

Die Mitteilung über eine „Industriepolitik für die Sicherheit“ wurde bereits im Zusammenhang mit folgender Mitteilung der Europäischen Kommission angekündigt: „Eine integrierte Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung – Vorrang für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit (IP/10/1434).

Die öffentliche Konsultation beginnt am 14. März und dauert bis zum 13. Mai 2011. Sie ist auf der Website „Ihre Stimme in Europa“ mit folgendem Link zu erreichen:

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/security/industrial-policy/public-consultation/index_en.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website