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Umweltschutz: EU bewilligt 2 Mio. EUR für überseeische Biodiversitätsprojekte

European Commission - IP/11/241   01/03/2011

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IP/11/241

Brüssel, den 1. März 2011

Umweltschutz: EU bewilligt 2 Mio. EUR für überseeische Biodiversitätsprojekte

Die Europäische Kommission beabsichtigt, weitere 2 Mio. EUR für die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen in den Gebieten in äußerster Randlage und den überseeischen Ländern und Gebieten zu gewähren. Im Rahmen des freiwilligen Systems für biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen in Gebieten in äußerster Randlage, bekannt unter der Bezeichnung BEST, sollen Pilotvorhaben in diesen Gebieten finanziert werden, die durch außergewöhnliche biologische Vielfalt gekennzeichnet sind und wo mehr endemische Arten leben als im gesamten kontinentalen Europa. Der Vorschlag für die finanzielle Unterstützung stammte ursprünglich vom Europäischen Parlament.

Mit dem BEST‑System werden die finanziellen Mittel zum Schutz der Biodiversität und zur Förderung der nachhaltige Nutzung von Ökosystemleistungen in den Gebieten in äußerster Randlage und den überseeischen Ländern und Gebieten aufgestockt, mit dem Ziel, die umwelt- und entwicklungspolitischen Erfordernisse in diesen Gebieten miteinander in Einklang zu bringen. Mit Hilfe des freiwilligen Systems sollen Lösungen entwickelt werden, die gesunde und widerstandsfähige Ökosysteme erhalten und den Druck auf die Biodiversität verringern. Die finanzielle Unterstützung wird für die Ausweisung und die Bewirtschaftung von Schutzgebieten sowie die Sanierung geschädigter Ökosysteme verwendet, einschließlich Sanierung von Mangrovenwäldern und Schutz von Korallenriffen, wobei natürliche Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels gefördert werden.

Auch Partnerschaften zwischen örtlicher Verwaltung, Bürgergesellschaft, Forschern, Landeigentümern und privatem Sektor sollen gefördert werden, um die Zusammenarbeit in Umwelt- und Klimafragen zu verstärken. Dies entspricht den Zielen der laufenden Umwelttagung des EU‑ÜLG‑Forums, die derzeit in Noumea, Neukaledonien, stattfindet.

Die Europäische Kommission beabsichtigt, im Mai 2011 einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte zu veröffentlichen, für die Zuschüsse beantragt werden sollen. Die Projekte sollen das System demonstrieren und mit Blick auf eine langfristige Unterstützung eine Governance-Struktur vorbereiten. Das System wird sich an bestehenden Standorten und Netzen orientieren and frühere Projekte aufgreifen.

Die Gebiete in äußerster Randlage und die überseeischen Länder und Gebiete der EU verteilen sich auf alle Teile der Welt und weisen eine außergewöhnliche biologische Vielfalt auf. Sie befinden sich im Atlantischen, Pazifischen und Indischen Ozean und beheimaten mehr endemische Arten (Arten, die ausschließlich in einem begrenzten geografischem Gebiet vorkommen) als im gesamten kontinentalen Europa zu finden sind.

Hintergrund: Verlust der Biodiversität

Die rasche Abnahme der biologischen Vielfalt ist sowohl EU‑intern als auch weltweit ein vordringliches Thema. Der Artenverlust infolge menschlicher Tätigkeiten hat ein nie zuvor dagewesenen Ausmaß erreicht und unumkehrbare Folgen für unsere Zukunft. Die Europäische Union hat diesem Artenverlust den Kampf angesagt und erhöht ihren Beitrag, den Verlust an biologischer Vielfalt auch weltweit einzudämmen. Die Förderung des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen weltweit wird eines der Ziele der kommenden Biodiversitätsstrategie sein.


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