Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR ET

IP/11/1

Brüssel, 3. Januar 2011

Erfolgreicher Beginn der Euro-Umstellung in Estland

Am 1. Januar hat Estland den Euro als offizielle Währung eingeführt, und die Umstellung verläuft reibungslos und planmäßig. Die bisherige Landeswährung, die estnische Krone, wird während eines zweiwöchigen Übergangszeitraumes, in dem beide Währungen gleichzeitig gesetzliches Zahlungsmittel in Estland sind, schrittweise aus dem Verkehr genommen. Bis zum Abend des Sonntag, 2. Januar erfolgten ca. 26 % der Zahlungen in den Geschäften ausschließlich in Euro, und über 90 % der Kunden erhielten ihr Wechselgeld in Euro. Weder die Banken noch der Einzelhandel verzeichneten nennenswerte Probleme.

Am 1. Januar hat Estland als 17. Mitgliedstaat den Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Laut einer vor kurzem von der Kommission durchgeführten Umfrage1 hatte ein großer Teil der Esten bereits zwei Tage vor der Umstellung Euro-Bargeld: 50 % der Bevölkerung hatten Euro-Banknoten und über 60 % hatten Euro-Münzen; dieses Geld wurde zumeist von Auslandsreisen mitgebracht, in vielen Fällen aber auch an einem estnischen Bank- oder Postschalter umgetauscht. Die Euro-Barbestände, über die zahlreiche Bürger bereits vor dem Stichtag verfügten, tragen zu einer reibungsloseren Bargeldumstellung bei.

Die Umstellung der Geldautomaten verlief ohne Probleme, und praktisch alle Geldautomaten gaben schon ab der ersten Stunde des 1. Januar Euro-Banknoten aus. Außerdem waren die meisten Banken am Samstag, dem 1. und am Sonntag, dem 2. Januar geöffnet, um Bargelddienste anzubieten. Auch die Kartenlesegeräte für bargeldlose Zahlungen in den Geschäften wurden rechtzeitig zur Öffnung der Geschäfte am 1. Januar erfolgreich auf Euro umgestellt.

Die Geschäftstätigkeit war in den ersten beiden Tagen der Umstellung aufgrund der Neujahrsfeiertage etwas ruhiger als üblich. Der Erhebung2 der Kommission zufolge hatten 36 % der Befragten am Samstag, dem 1. Januar und 54 % der Befragten am Sonntag Einkäufe getätigt; an einem normalen Wochentag liegt dieser Anteil zwischen 60 und 70 %. Die meisten Bürger, die während des Wochenendes Barkäufe getätigt hatten, zahlten in estnischen Kronen, um die alte Währung in den Geschäften auszugeben und sich so den Umtausch auf der Bank zu ersparen. Allerdings bezahlten gegen Ende des zweiten Tages der Umstellung bereits 26 % der Befragten ausschließlich in Euro – ein im Vergleich zu früheren Umstellungen sehr hoher Wert.

Die Geschäftsbanken waren bereits von der estnischen Zentralbank vorab mit Euro-Banknoten und Euro-Münzen ausgestattet worden und hatten ihrerseits auf der Grundlage eines besonderen Vertrags Euro-Bargeld an Einzelhändler und andere Unternehmen ausgegeben, so dass diese ab dem ersten Tag der Umstellung Zahlungen abwickeln und Euro-Wechselgeld herausgeben können. Aufgrund der erfolgreichen vorherigen Versorgung mit Bargeld waren sehr viele Einzelhändler in der Lage, Wechselgeld ausschließlich in Euro herauszugeben. Am Ende des zweiten Tages der Umstellung wurde Wechselgeld zu 92 % in der neuen Währung herausgegeben. Dies ist wichtig, damit die alten estnischen Kronen so rasch wie möglich aus dem Verkehr genommen werden können.

Nach den ersten beiden Tagen der Umstellung auf die neue Währung gaben 28 % der befragten Bürger an, ausschließlich oder überwiegend Euro in der Geldbörse zu haben.

Dank der sorgfältigen Vorbereitungen begann die Umstellung erfolgreich. Bislang traten keine größeren Probleme auf, und die Banken und Einzelhändler haben die ersten Tage der Umstellung gut bewältigt.

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/focuson/estonia_euro_en.htm

Estnische Webseite zur Euro-Umstellung:

http://euro.eesti.ee/EU/Prod/Euroveeb/Main_Page/index.jsp

Weitere Informationen zum Euro:

http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/index_en.htm

1 :

Flash Eurobarometer 308. Die Befragung erfolgte am 30. Dezember 2010.

2 :

Flash Eurobarometer 308. Die Befragung erfolgte am 1. und 2. Januar 2011.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website