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Stipendiatin des EU-Forschungsfonds „Marie Curie“ legt neue Erkenntnisse über ein „Asthma-Gen“ bei Kindern vor

European Commission - IP/11/178   16/02/2011

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IP/11/178

Brüssel, 16. Februar 2011

Stipendiatin des EU-Forschungsfonds „Marie Curie“ legt neue Erkenntnisse über ein „Asthma-Gen“ bei Kindern vor

Eine vom Forschungsfonds „Marie Curie“ der Europäischen Union geförderte Wissenschaftlerin hat neue Erkenntnisse vorgelegt, denen zufolge ein spezifisches Asthma-Gen diese Atemwegserkrankung bei Kindern verursacht. Die junge deutsche Wissenschaftlerin Michaela Schedel ist aufgrund ihrer Forschungsergebnisse zu der Überzeugung gelangt, dass wir nun Asthma bei Kindern besser verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten für diese lebensbedrohliche Erkrankung entwickeln könnten, an der allein in Europa 100 Millionen Menschen und weltweit dreimal so viele leiden.

„Wir haben überzeugende Nachweise dafür gefunden, dass ein spezifisches Gen an der Entwicklung von Asthma bei Kindern beteiligt ist,“ sagte die 33-jährige Michaela Schedel, die zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität in München forschte und nun in einem Team unter der Leitung von Professor Dr. Michael Kabesch arbeitet, einem führenden Experten für Allergiegenetik an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Michaela Schedel wird ihre Ergebnisse am Wochenende in Washington auf der Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science vorstellen.

Ihre Forschungsarbeit konzentriert sich auf ein bestimmtes Gen mit der Bezeichnung ORMDL3, das auf einem der Chromosomen liegt, die die Grundlage für die einzigartige DNA-Identität jedes Menschen bildet.

„Wir haben erste Anzeichen für einen Kausalzusammenhang zwischen diesem Gen, das auf Chromosom Nr. 17 liegt, und der Entwicklung von Asthma, einer Erkrankung, die zwar behandelbar, bisher aber nicht heilbar ist,“ erklärte die Wissenschaftlerin.

Sie hofft, dass ihre Ergebnisse zur Entwicklung innovativer Präventions- und Therapiestrategien und damit letztlich zur Heilbarkeit dieser Erkrankung führen könnte, welche eine Verengung der Atemwege bewirkt.

Im Anschluss an ihre ersten Forschungsarbeiten in München setzte Michaela Schedel ihre Arbeit am National Jewish Health Respiratory Hospital in Denver (Colorado) fort, bevor sie zur Medizinischen Hochschule Hannover ging.

Michaela Schedel gehört zu den 220 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die seit 2008 von der EU durch Austauschprogramme mit den USA gefördert werden. Sie erklärte: „Das Marie-Curie-Stipendium war fantastisch, und ich weiß, dass es mir in Zukunft Türen öffnen wird.“

EU-Kommissarin Androulla Vassiliou, in deren Zuständigkeit die Maßnahmen des Marie-Curie-Forschungsfonds fallen, sagte: „Ohne die Unterstützung der EU gäbe es diese Pionierarbeit in der medizinischen Forschung wohl nicht. Ich bewundere das Engagement junger Wissenschaftler wie Michaela Schedel, deren Arbeit das Leben von Millionen von Menschen grundlegend verändern könnte.“

Hintergrund

Im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen der EU werden in allen Phasen der beruflichen Laufbahn nach dem Hochschulabschluss Stipendien vergeben, um die internationale Mobilität der besten Wissenschaftler Europas zu fördern. Die EU stellt im Zeitraum 2007 bis 2013 mehr als 4,5 Milliarden EUR für dieses Programm bereit.

Seit 1996 wurden bereits 50 000 Wissenschaftler durch Marie-Curie-Maßnahmen gefördert.

Die Marie-Curie-Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle im „Europäischen Forschungsraum“. Sie werden von der Exekutivagentur für Forschung (REA) verwaltet, einer von der EU geschaffenen Stelle zur Verwaltung von Teilen des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (FP7). Dies ist eine der Säulen der Strategie Europa 2020 für nachhaltiges und integratives Wachstum.

Weitere Informationen:

EU-Forschungsfonds Marie Curie: http://ec.europa.eu/mariecurieactions/

AAAS 2011 Jahrestagung: http://www.aaas.org/meetings/

Strategie Europa 2020: http://ec.europa.eu/eu2020/index_en.htm

FP7: http://cordis.europa.eu/fp7/home_en.html

REA: http://ec.europa.eu/research/rea/


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