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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Gesundheit: Neues europäisches Kooperationsnetz soll Akzeptanz der Gesundheitstelematik voranbringen

Brüssel, 22. Dezember 2011 – Heute verabschiedete die Europäische Kommission einen Beschluss zur Errichtung eines Gesundheitstelematiknetzes, wie in der Richtlinie (2011/24/EU) über Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung vorgesehen. Zum ersten Mal enthält das EU-Recht damit Bestimmungen zur Gesundheitstelematik („eHealth“), mit klaren Zielen für moderne, innovative Lösungen zur Bereitstellung besserer und sicherer Gesundheitsversorgung für alle Menschen in der EU.

John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, erklärte: „Gesundheitstelematik hat das Potenzial, nachhaltig mehr Menschen eine bessere Gesundheitsversorgung zu bieten. Ich bin überzeugt, dass das Netz eine Schlüsselrolle dabei spielen wird, Gesundheitstelematik in ganz Europa Wirklichkeit werden zu lassen: so können wir uns beispielsweise mittels Telemonitoring medizinischen Routineuntersuchungen in unserer gewohnten häuslichen Umgebung unterziehen; oder wir können auf Reisen neben dem elektronischen Ticket unser elektronisches Rezept mitnehmen und sicher sein, dass unsere Patientendaten überall in der EU mit uns reisen; und alle Europäerinnen und Europäer können die bestmögliche Gesundheitsversorgung genießen, wo immer sie sind.“ Der Kommissar ergänzte: „Ich möchte alle Mitgliedstaaten ermutigen, sich dem Gesundheitstelematiknetz anzuschließen, damit unsere gemeinsamen Bemühungen allen Menschen zugute kommen.“

Neelie Kroes, für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte: „Das neue Gesundheitstelematiknetz verspricht, dass die gesundheitsrelevanten Vorteile der digitalen Wirtschaft allen Bürgerinnen und Bürgern in Europa zugute kommen. Eine interoperable Gesundheitstelematik kann helfen, Sicherheit und Effizienz der Versorgung für die Millionen Menschen, die jährlich innerhalb der EU reisen, zu verbessern.

Die Aufgabe des Netzes

Das Netz soll die für Gesundheitstelematik maßgeblichen nationalen Behörden auf freiwilliger Basis zusammenbringen, um gemeinsame Leitlinien für Gesundheitstelematik auszuarbeiten. Ziel ist es, die EU-weite Interoperabilität der elektronischen Gesundheitssysteme und eine weitere Nutzung der Gesundheitstelematik zu sichern. Das Gesundheitstelematiknetz soll die Ergebnisse zahlreicher Forschungsprojekte und Pilotprojekte in alltäglich zugängliche Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der EU umsetzen.

Hintergrund

Gesundheitstelematik ist die Unterstützung der Gesundheitsversorgung durch elektronische Verfahren und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

Gesundheitstelematik kann eine zentrale Rolle dabei spielen, die Gesundheitssysteme effizienter und wirksamer zu gestalten, indem beispielsweise Ferndiagnose, Fernüberwachung des Gesundheitszustands von Patienten und die Weitergabe von Patientendaten zwischen den Fachkräften im Gesundheitswesen ermöglicht werden. Das Gesundheitstelematiknetz wird entscheidend dazu beitragen, die Entwicklung solcher Dienstleistungen in ganz Europa zu erleichtern.

In seinen Schlussfolgerungen aus dem Jahr 2009 forderte der Rat eine Verknüpfung der Gesundheitstelematik mit den Gesundheitsstrategien auf EU- und nationaler Ebene. 2010 wurden im Rahmen des Gesundheitsprogramms und des Wettbewerbs- und Innovationsprogramms eine Gemeinsame Aktion und ein Thematisches Netz gestartet.

Zur Gewährleistung der Koordination, Kohärenz und Konsistenz der Arbeiten zur Gesundheitstelematik auf EU-Ebene und zur Vermeidung von Doppelarbeit wird mit Artikel 14 der Richtlinie 2011/24/EU vom 9. März 2011 über die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung das freiwillige Gesundheitstelematiknetz vorgesehen, das mit dem heutigen Beschluss eingerichtet wird.

Auftrag des Gesundheitstelematiknetzes ist es, Leitlinien zu einem gemeinsamen Mindestsatz von Daten in Patienten-Kurzakten auszuarbeiten, Methoden zu konzipieren, um die Nutzung medizinischer Informationen für die öffentliche Gesundheit und Forschung zu ermöglichen, und gemeinsame Identifizierungs- und Authentifizierungsmaßnahmen festzulegen, um die Übertragbarkeit von Daten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung zu erleichtern.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://ec.europa.eu/health/ehealth/policy/index_de.htm

http://ec.europa.eu/health/cross_border_care/policy/index_de.htm

http://ec.europa.eu/ehealth

Video-Clip: http://ec.europa.eu/health/cross_border_care/videos/index_en.htm

Website des EU-Kommissars Dalli:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/dalli/index_en.htm

Neelie Kroes' Website

Neelie Kroes auf Twitter

Ansprechpartner:

Frédéric Vincent (+32 2 298 71 66)

Aikaterini Apostola (+32 2 298 76 24)


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