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Europäische Kommission stellt Mittel für die Opfer des Tropensturms auf den Philippinen bereit

European Commission - IP/11/1584   20/12/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Kommission stellt Mittel für die Opfer des Tropensturms auf den Philippinen bereit

Brüssel, 20. Dezember 2011 – Die Europäische Kommission kündigte heute an, dass sie 3 Mio. EUR für die Soforthilfe für die Zehntausenden von Menschen bereitstellen werde, die von den Folgen des Tropensturms Washi betroffen sind, der im Süden der Philippinen schwere Zerstörungen angerichtet und zahlreiche Menschenleben gekostet hat.

Die Mittel sollen hauptsächlich für Aufräumarbeiten, Ernährungshilfe, Notunterkünfte, medizinische Hilfe, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie den Schutz der Bevölkerung eingesetzt werden.

Diese Finanzmittel werden über 100 000 Menschen, die dringend Hilfe benötigen, zugute kommen.

Das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) hat das EU‑Katastrophenschutzverfahren aktiviert, um die Mitgliedstaaten über den genauen Bedarf zu informieren und die Katastrophenschutzmaßnahmen zu koordinieren.

„Das ganze Jahr über sind die Philippinen von einer Reihe von Tropenstürmen, Taifunen und starken Regenfällen heimgesucht worden“, erklärte die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva.

„Obwohl es in der Region regelmäßig zu Stürmen kommt, traf der Tropensturm Washi diesen Landesteil außergewöhnlich stark. Da es im Süden des Landes seltener zu Tropenstürmen kommt, waren die Menschen dort schlechter auf eine solche Situation vorbereitet, was das Ausmaß dieser Tragödie noch verschlimmert hat.

Experten des Dienstes für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) haben die betroffenen Gebiete besucht, um zu beurteilen, wo die Finanzhilfen der Kommission ihre größtmögliche Wirkung entfalten können.

„Mit diesen Mitteln sollen die Bemühungen humanitärer Organisationen unterstützt werden, die unter Hochdruck daran arbeiten, Soforthilfe bereitzustellen“, fügte EU‑Kommissarin Georgieva hinzu. „Um ein koordiniertes und wirksames Handeln der EU zu gewährleisten, haben wir das Katastrophenschutzverfahren aktiviert, um die Mitgliedstaaten und teilnehmenden Länder über den nötigen Bedarf zu informieren.“

Über 335 000 Menschen in der Region sind betroffen und die Anzahl der Todesopfer ist inzwischen auf 957 gestiegen. 42 733 Menschen leben in 62 Evakuierungszentren. Die Infrastruktur und die Landwirtschaft haben erhebliche Schäden erlitten.

Hintergrund

Der Tropensturm Washi erreichte in der Nacht zum 17. Dezember 2011 mit heftigen Regenfällen und orkanartigen Winden den Süden der Philippinen und verursachte massive Überschwemmungen und Erdrutsche im Norden der Insel Mindanao. Washi verließ das Gebiet der Philippinen am 19. Dezember und hinterließ eine Spur der Verwüstung.

Die Philippinen sind in diesem Jahr schwer von Taifunen und Überschwemmungen getroffen worden. So hat die Europäische Kommission bereits 4,6 Mio. EUR in Form humanitärer Hilfe, insbesondere nach den Taifunen Nesat (lokaler Name: Pedring) und Nagae (Quiel), bereitgestellt. Die Kommission unterstützt auf den Philippinen darüber hinaus von der Bevölkerung mitgetragene Projekte zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall und hat dazu in den vergangenen sechs Jahren über 5,6 Mio. EUR bereitgestellt.

Die Kommission leistet in Südostasien langfristige humanitäre Hilfe für die Opfer von Umsiedlungen, Konflikten und Naturkatastrophen und befürwortet und unterstützt Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall und zur Risikominderung. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von über 65 Millionen EUR in der Region geleistet.

EU–Katastrophenschutzverfahren

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung zwischen 31 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Durch die Aktivierung des Katastrophenschutzverfahrens werden Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet den Mechanismus über das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ).

Seit Einrichtung des Mechanismus im Jahr 2001 kam es sowohl in den Mitgliedstaaten (z. B. bei den Waldbränden in Portugal und den Überschwemmungen auf dem Balkan sowie nach einer Explosion auf einem Marinestützpunkt auf Zypern) als auch weltweit, unter anderem bei den Erdbebenkatastrophen in Haiti und Japan, zum Einsatz.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 8909)

Irina Novakova (+32 2 295 7517)


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