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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Volkswagen Financial Services und D’Ieteren in Belgien

Commission Européenne - IP/11/1583   20/12/2011

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Volkswagen Financial Services und D’Ieteren in Belgien

Brüssel, den 20. Dezember 2011 - Die Europäische Kommission hat gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Volkswagen Financial Services AG („VWFS“) und der belgischen Gesellschaft s.a. D'Ieteren n.v. für die Erbringung von Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fahrzeugen der Volkswagen-Gruppe auf dem belgischen Markt genehmigt. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit dem Namen Volkswagen D’Ieteren Finance SA („VDFin“) keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, da der beabsichtigte Zusammenschluss die Marktstrukturen nicht wesentlich verändern und das zusammengeschlossene Unternehmen mit anderen Wettbewerbern konkurrieren wird.

Die Kommission prüfte die Auswirkungen, die der geplante Zusammenschluss auf die Märkte für das Angebot von Operating- und Finanzierungsleasingprodukten in Belgien haben könnte, weil sich die Tätigkeit der VDFin mit derjenigen einer anderen Gesellschaft, LeasePlan Corporation, überschneiden würde, die von Volkswagen gemeinsam kontrolliert wird (siehe M.5568). Die Kommission stellte fest, dass eine ausreichende Anzahl von Wettbewerbern auf dem betreffenden Markt tätig ist, um einen tatsächlichen Wettbewerb zu erhalten.

Die Kommission prüfte auch die vertikale Verbindung zwischen der Tätigkeit von Volkswagen als Kraftfahrzeughersteller und den Tätigkeiten von D'Ieteren und VDFin auf den nachgelagerten Märkten für den Vertrieb und Verkauf dieser Fahrzeuge. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der beabsichtigte Zusammenschluss zu keiner wesentlichen Veränderung der Struktur dieser Märkte in Belgien führen würde und sich keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken ergeben würden.

Die Kommission kam deshalb zu dem Ergebnis, dass der beabsichtigte Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)1 noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

Der Zusammenschluss wurde am 16. November 2011 bei der Kommission angemeldet.

Hintergrundinformationen zu den Unternehmen

VWFS ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG, die eine deutsche börsennotierte Gesellschaft ist, die in erster Linie auf dem Gebiet Entwicklung, Herstellung, Verkauf und Vertrieb von Kraftfahrzeugen (einschließlich deren Ersatzteile und Zubehör) tätig ist. VWFS ist verantwortlich für die Koordinierung der weltweiten Finanzdienstleistungsaktivitäten von Volkswagen und spezialisiert auf die Erbringung von Finanzdienstleistungen hauptsächlich in Verbindung mit Vertrieb und Finanzierung von Kraftfahrzeugen der Marken der Volkswagengruppe.

D'Ieteren vertreibt Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat, Porsche, Bentley, Lamborghini, Bugatti und Yamaha, liefert Ersatzteile und betreibt den Kundendienst für dieselben Marken in ganz Belgien. Es ist in Belgien auch im Verkauf von Gebrauchtwagen tätig. Außerdem kontrolliert D'Ieteren Belron, das weltweit führende Unternehmen im Bereich Reparatur und Ersatz von Automobilglas, das unter verschiedenen Marken wie Carglass, Autoglass und Safelite Auto Glass firmiert.

VDFin wird ein komplettes Spektrum von Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fahrzeugen der Volkswagengruppe auf dem belgischen Markt anbieten.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung) und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Routineprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung des heutigen Beschlusses wird veröffentlicht unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6436

Kontakt:

Amelia Torres (+32 2 295 46 29)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 2 295 19 25)

1 :

Dazu gehören die EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.


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