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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Millenniumsentwicklungsziele: EU gewährt 36 Ländern zusätzliche Unterstützung für die Bekämpfung von Hunger und Kindersterblichkeit, die Müttergesundheit und den Zugang zu Wasser

Brüssel, 21. Dezember 2011 - Die Europäische Kommission hat heute zusätzliche Gelder für Projekte angekündigt, mit denen 36 Länder in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean diejenigen Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals ‑ MDG) verwirklichen sollen, bei denen sie am stärksten in Verzug geraten sind. Diese zusätzlichen Gelder sollen schwerpunktmäßig für die Bekämpfung des Hungers und der Kindersterblichkeit, die Gewährleistung einer besseren Müttergesundheit sowie den Zugang zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung eingesetzt werden. Mit dem heutigen Beschluss erfüllt die EU ihre im September 2010 auf dem MDG-Gipfel der Vereinten Nationen in New York eingegangene Verpflichtung, eine mit 1 Mrd. EUR dotierte MDG-Initiative einzuleiten.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte:Diese zusätzliche EU-Unterstützung stellt einen erheblichen Beitrag zur Bekämpfung der Armut dar. Im Einklang mit unseren jüngsten Vorschlägen für die künftige Entwicklungspolitik der EU, der „Agenda für den Wandel“, werden wir unsere Mittel dort investieren, wo sie am dringendsten benötigt werden und wir echte Ergebnisse erzielen können. Ich freue mich, dass wir ein Jahr nach Ankündigung der MDG-Initiative in New York nun soweit sind, dass wir konkrete Projekte vor Ort finanzieren können. Wir wollen alles in unserer Macht Stehende tun, um die Entwicklungsländer bei der Verwirklichung der MDG bis 2015 zu unterstützen ‑ ein Datum, an dem wir nach wie vor festhalten. Es bleibt ein harter Kampf, doch wir können es uns jetzt nicht leisten, die Hände in den Schoß zu legen.“

Beispiele für Maßnahmen, die im Rahmen der MDG-Initiative finanziert werden sollen:

  • Gewährleistung eines besseren Zugangs der ärmsten Haushalte in Haiti zu Nahrungsmitteln

  • Bereitstellung von Milch für Kinder in Horten und Grundschulen in Ruanda

  • Aufstockung des Gesundheitspersonals in Ghana, um die Müttersterblichkeit zu senken

  • Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser in Samoa, vor allem durch die Sammlung von Regenwasser und bessere sanitäre Einrichtungen

Die MDG-Initiative konzentriert sich auf Länder in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten), die Projekte von hoher Qualität entwickelt haben, um Ergebnisse in Bereichen zu erzielen, in denen Fortschritte am dringendsten notwendig sind, darunter die Reduzierung von Hunger, die Wasser- und Sanitärversorgung, die Müttergesundheit und die Kindersterblichkeit. Die heute bereitgestellten Mittel belaufen sich auf 700 Mio. Euro. Die Projektvorschläge wurden in Partnerschaft mit den betreffenden Ländern ausgewählt und sind voll und ganz auf Ergebnisse ausgerichtet. Dazu wurden klare und messbare Indikatoren aufgestellt, um sicherzustellen, dass mit den zusätzlichen Geldern ein Nutzen erzielt wird.

Hintergrund

Die MDG-Initiative

Für die MDG-Initiative werden Mittel aus dem 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF), einem der wichtigsten EU-Instrumente für die Entwicklungszusammenarbeit, bereitgestellt. Insgesamt ist ein zusätzlicher Finanzbeitrag von 1 Mrd. EUR vorgesehen. Was die heutige Mittelzuweisung von 700 Mio. EUR betrifft, so werden die Europäische Kommission und die EU-Delegationen in Absprache mit den Vertretungen der EU-Mitgliedstaaten und den nationalen Behörden in den Partnerländern in Kürze mit der Ausarbeitung ausführlicher Projektbeschreibungen und spezifischer Finanzierungsvorschläge für alle Maßnahmen beginnen, die durch die MDG-Initiative unterstützt werden, damit der Großteil der Projekte Ende 2012 anlaufen kann (für eine vollständige Liste der Länder und angestrebten MDG siehe MEMO/11/930).

Gleichzeitig mit dem heutigen Beschluss werden im Rahmen der Halbzeitüberprüfung des 10. EEF rund 300 Mio. EUR aus der MDG-Initiative bereitgestellt, um 18 Länder zu belohnen, die gute Leistungen gezeigt haben.

Fortschritte bei den MDG

Im Bericht der Vereinten Nationen von 2011 über die Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele wird bestätigt, dass weltweit in Bezug auf einige MDG wesentliche Fortschritte erzielt wurden. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass die Armutsquote weltweit bis zum Jahr 2015 unter 15 % fällt. Dies wäre ein deutlich niedrigerer Wert als das angestrebte Ziel von 23 %. Erhöhte Finanzmittel und intensive Kontrollen haben zu einer weltweiten Senkung der Zahl der Malaria-Toten um 20 % geführt; die Anzahl der HIV-Infektionen ist stetig zurückgegangen und in den letzten Jahren standen erheblich mehr retrovirale Medikamente für HIV/AIDS zur Verfügung. Zudem wurden weltweit wichtige Schritte unternommen, um eine allgemeine Grundschulbildung zu ermöglichen.

Weitere Informationen

MEMO/11/930 – Millennium Development Goals: EU gives additional support to 36 countries for tackling major development challenges

Website über den „Beitrag der EU zur Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele“

http://ec.europa.eu/europeaid/what/millenium-development-goals/index_en.htm

IP/10/1137 über die Ankündigung der eine Milliarde EUR umfassenden MDG-Initiative

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:-

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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