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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Erasmus Mundus: Mehr Stipendien für die Länder des arabischen Frühlings

16. Dezember 2011 – Die Europäische Kommission hat die Anzahl der Bildungs- und Lehrstipendien, die für junge Menschen und Universitätsbedienstete aus Ländern des „Arabischen Frühling“ in Nordafrika und im Nahen Osten zur Verfügung stehen, mehr als verdoppelt. Im Rahmen von Erasmus Mundus, der internationalen Version des Erasmus-Programms der Europäischen Kommission für den Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal, werden zusätzlich zu den bereits für 2011-2012 geplanten 525 Stipendien Mittel für weitere 559 Stipendien für Länder im südlichen Mittelmeerraum zur Verfügung gestellt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden einen Teil ihres Studiums, eine Forschungs- oder Lehrphase in der Europäischen Union absolvieren können. Die Kommission erhöht ihre Finanzhilfemittel, um Einzelpersonen, die zur Stärkung der Demokratie in der Region beitragen können, Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten. Diese Initiative ist Teil der strategischen Antwort der EU auf den „Arabischen Frühling“ (siehe MEMO/11/918).

„Es freut mich sehr, dass die Kommission die Finanzmittel für junge Menschen und Lehrkräfte erhöht, die an der Spitze des Demokratisierungsprozesses in den südlichen Mittelmeerländern gestanden sind. Dies ist ein klares Signal unseres Engagements für ihre Sache“, erklärte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

Erasmus Mundus steht Antragstellenden aus der ganzen Welt einschließlich der Europäischen Union offen. Seit dem Programmstart im Jahr 2004 haben mehr als 12 000 Studierende, 300 Doktorandinnen und Doktoranden sowie 2000 Professorinnen und Professoren Stipendien für gemeinsame Master- oder Doktoratsstudiengänge erhalten.

Im Studienjahr 2011-2012 wurden bereits rund 6000 Studierenden und Forschenden aus 150 Ländern Stipendien im Gesamtwert von 210 Mio. EUR gewährt. Die Kommission hat weitere 10 Mio. EUR für die Finanzierung der zusätzlichen 559 Stipendien für Länder im südlichen Mittelmeerraum bereitgestellt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Länder im Studienjahr 2012-13 von einer weiteren Erhöhung der Mittel für Erasmus-Mundus-Stipendien profitieren werden.

Mehr als drei Viertel der seit 2004 über Erasmus Mundus vergebenen Finanzhilfen gingen an Menschen in Nicht-EU-Ländern, darunter über 3000 aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach der Dauer des Studien- oder Ausbildungsaufenthaltes, dem Bildungsgrad der Kandidatin bzw. des Kandidaten und dem Herkunftsland. Nicht-Europäer/innen, die in der Europäischen Union studieren, erhalten mindestens 1000 EUR pro Monat als Zuschuss zu ihren Lebenshaltungskosten, während europäische Studierende, die außerhalb Europas studieren, mindestens 500 EUR pro Monat erhalten.

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Hintergrund

Es gibt drei große Zielgruppen für Erasmus-Mundus-Förderungen: Studierende, die gemeinsame Master- oder Doktoratsstudiengänge absolvieren; Partnerschaften zwischen Universitäten sowie Projekte, die auf die Förderung des europäischen Hochschulsektors abzielen.

Gemeinsame Master- und Doktoratsstudiengänge

Ein Konsortium, bestehend aus mindestens drei Hochschuleinrichtungen in Europa oder darüber hinaus, kann eine EU-Finanzierung beantragen, um Stipendien für Studierende anzubieten, die einen gemeinsamen Master- oder Doktoratsstudiengang belegen. Die Studiengänge müssen von außergewöhnlicher akademischer Qualität sein und verpflichtende Studien- und Forschungsphasen an mindestens zwei Universitäten umfassen. Ein „gemeinsamer Abschluss“ ist ein integrierter Studiengang, der von mindestens zwei Hochschuleinrichtungen angeboten wird und mit einem einzelnen Diplomzeugnis abschließt. Die Vergabe der Stipendien an die Studierenden erfolgt anhand von Kriterien, die von den betreffenden Universitäten festgelegt werden.

Derzeit sind mehr als 160 Hochschuleinrichtungen in gemeinsame Studiengänge eingebunden, darunter 25 Einrichtungen in Nicht-EU-Ländern. Für das Studienjahr 2012-2013 können Stipendienanträge für 131 gemeinsame Master-Studiengänge und 34 gemeinsame Doktoratsstudiengänge eingereicht werden, die eine breite Palette an Fächern abdecken, von Chemie bis Informatik und von Kriminologie bis Choreographie.

Die vollständige Liste der gemeinsamen Erasmus-Mundus-Master- und ‑Doktoratsstudiengänge für das akademische Jahr 2012-2013 finden Sie auf der Website:

http://eacea.ec.europa.eu/erasmus_mundus/results_compendia/selected_projects_en.php.

Erasmus-Mundus-Partnerschaften

Finanzhilfen gibt es auch im Rahmen von Erasmus-Mundus-Partnerschaften. Damit können Studierende, Forschende und Hochschulpersonal Partnereinrichtungen im Ausland besuchen, um dort für einen Zeitraum zwischen drei Monaten und drei Jahren zu studieren oder zu lehren. Im Juli 2011 wurden 46 neue Partnerschaften zur Finanzierung ausgewählt, an denen 369 Universitäten aus der EU und 450 aus anderen Ländern beteiligt sind. Konsortien müssen mindestens fünf Hochschuleinrichtungen aus mindestens drei europäischen Ländern sowie Hochschuleinrichtungen aus Nicht-EU-Ländern umfassen. Besonderes Augenmerk gilt benachteiligten Gruppen und sozial schwachen Menschen.

Eine Liste aller Erasmus-Mundus-Partnerschaften finden Sie auf der Website:

http://eacea.ec.europa.eu/erasmus_mundus/results_compendia/selected_projects_action_2_en.php.

Förderung der europäischen Hochschulbildung

Unterstützt werden auch Projekte, die die Zusammenarbeit verstärken oder die Attraktivität des europäischen Hochschulwesens fördern. Im Jahr 2011 wurden sieben derartige Projekte ausgewählt, an denen mehr als 100 Nicht-EU-Partner/innen beteiligt waren und die Themen wie Klimawandel, Architektur oder Kulturtourismus umfassten und/oder einen starken regionalen Schwerpunkt aufwiesen. Eine Liste der Projekte finden Sie auf der Website:

http://eacea.ec.europa.eu/erasmus_mundus/results_compendia/selected_projects_promote_ehe_en.php.

Erasmus für alle

Erasmus Mundus wird in das neue von der Kommission vorgeschlagene Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport „Erasmus für alle“ integriert, das 2014 starten soll. (Siehe IP/11/1398).

Kontakt :

Dennis Abbott: +32 229-59258

Dina Avraam: +32 229-59667


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