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Europäische Kommission begrüßt UN-Resolution über Sicherheit der humanitären Helfer

European Commission - IP/11/1550   15/12/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Kommission begrüßt UN-Resolution über Sicherheit der humanitären Helfer

Brüssel, 15. Dezember 2011 – Die Europäische Kommission begrüßt und unterstützt nachdrücklich die jährliche Resolution der Vereinten Nationen „Sicherheit des humanitären Personals und Schutz des Personals der Vereinten Nationen“. Die Resolution wurde heute einvernehmlich von der UN‑Generalversammlung als Teil der „humanitären Woche“ angenommen. Die Europäische Union war aktiv an der Ausarbeitung des Resolutionstextes beteiligt und betrachtet die Sicherheit von humanitären Helfern als eine der größten Herausforderungen für die wirksame Bereitstellung humanitärer Hilfe.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Die diesjährige UN-Resolution über die Sicherheit der humanitären Helfer erinnert mit Nachdruck daran, dass die humanitäre Hilfe zu einer der gefährlichsten Tätigkeiten in der heutigen Zeit geworden ist.

Humanitäre Helfer sind in zunehmendem Maße Risiken ausgesetzt, während sie gleichzeitig den Opfern von Konflikten und Katastrophen auf der ganzen Welt helfen. Es ist nicht hinnehmbar, dass sie im Dienste der Menschheit Belästigungen, Entführungen oder sogar Mord zum Opfer fallen.

Wir fordern alle Beteiligten auf sicherzustellen, dass humanitäre Helfer akzeptiert und respektiert werden und dass sie sich sicher genug fühlen, um ihre Arbeit zu leisten, von der so viele Menschenleben abhängen.“

Die diesjährige Resolution fordert alle an bewaffneten Konflikten beteiligten Parteien auf, von Entführungen und Geiselnahmen von humanitärem Personal abzusehen, und beruft sich auf das humanitäre Völkerrecht. Die Häufigkeit von Entführungen humanitärer Helfer nimmt weiterhin zu, was sich unweigerlich negativ auf die Hilfe auswirkt, die humanitäre Hilfsorganisationen den Hilfebedürftigen leisten. Die Freilassung entführter humanitärer Helfer wird stets begrüßt und die Annahme der heutigen Resolution trägt hoffentlich zur Verbesserung der Situation bei.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind im Jahr 2010 24 ihrer humanitären Helfer in Einsätzen ums Leben gekommen – im Vorjahr waren es 45. Die Zahl des bei gefährlichen Ereignissen verletzen UN-Personals stieg von 190 im Jahr 2009 auf 232 im letzten Jahr. Rund ein Prozent (1438 Personen) der UN-Mitarbeiter war 2010 von Kriminalität betroffen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 9 UN-Helfer getötet und 46 verletzt. Die Vereinten Nationen stehen vor beträchtlichen Sicherheitsproblemen, insbesondere in Afghanistan sowie in der Region Darfur im Sudan und in Somalia1.

Hintergrund

Als einer der wichtigsten Geber humanitärer Hilfe setzt sich die Europäische Kommission dafür ein zu gewährleisten, dass ihre Mitarbeiter und Partner im sicherstmöglichen Umfeld arbeiten, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Die Kommission unternimmt ständig Schritte zur Verbesserung der Sicherheit von humanitären Helfern und zur Förderung der Einhaltung von humanitärem Völkerrecht und seinen Grundsätzen. Der Europäische Konsens über die humanitäre Hilfe zeigt ein deutliches Engagement für die Sicherheit der humanitären Mitarbeiter. Die Kampagne der Europäischen Kommission „Nicht schießen! Ich leiste humanitäre Hilfe“ letztes Jahr trug zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit über die Gefahren und die Schwierigkeiten, vor denen humanitäre Helfer stehen, bei.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

1 :

UN-Bericht über „Sicherheit der Vereinten Nationen und ihres Personals“ vom 7. September 2011.


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