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Salzburg gewinnt EU-Preis für behindertenfreundliche Städte

Commission Européenne - IP/11/1492   01/12/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Salzburg gewinnt EU-Preis für behindertenfreundliche Städte

Brüssel, 1. Dezember 2011 – Die österreichische Stadt Salzburg hat heute den „Access City Award“ 2012 erhalten, den europäischen Preis für behindertenfreundliche Städte. Mit dieser Auszeichnung, die jedes Jahr vergeben wird, werden Bemühungen um Verbesserung der Barrierefreiheit in Städten und um Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am städtischen Leben honoriert. Die Europäische Kommission würdigte das langjährige Engagement Salzburgs, sein stimmiges Konzept und die ausgezeichneten Ergebnisse im Bereich der Barrierefreiheit, die unter direkter Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen erzielt wurden.

Die für Justiz zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding überreichte den Preis anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen. Der Wettbewerb, der in Partnerschaft mit dem Europäischen Behindertenforum organisiert wird, ist eine der Schlüsselmaßnahmen der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen (IP/10/1505 und MEMO/10/578). Sein Ziel ist die Förderung von Initiativen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in europäischen Städten.

Die ungehinderte Teilhabe aller am Alltag ist das zentrale Anliegen unserer Strategie für ein barrierefreies Europa“, erklärte die EU-Justizkommissarin Viviane Reding. „Mit dem Access City Award soll in einer Zeit, in der die Alterung der Bevölkerung die Barrierefreiheit für alle zu einer Notwendigkeit macht, auf beispielhafte Fördermaßnahmen in ganz Europa aufmerksam gemacht werden, die eine weite Verbreitung finden sollten. Barrierefreiheit kann zu Innovation und Wirtschaftswachstum beitragen. Dies ist im gegenwärtigen wirtschaftlichen Kontext besonders wichtig. Ich halte ein europäisches Barrierefreiheitsgesetz für wünschenswert und beabsichtige, bis Ende 2012 einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen.“

Die europäische Jury hat Salzburg wegen seiner hervorragenden Leistungen bei allen wichtigen Aspekten der Barrierefreiheit ausgewählt: gebaute Umwelt und öffentliche Räume, Verkehr und damit zusammenhängende Infrastruktur, Information und Kommunikation, einschließlich neuer Technologien, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen.

Ebenfalls ins Finale gelangten (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Krakau (Polen) wegen seines Engagements für die Verbesserung der Barrierefreiheit unter schwierigen Rahmenbedingungen (unzugängliche Infrastruktur) und wegen seiner besonderen Bemühungen um einen barrierefreien Zugang zum kulturellen Erbe

  • Marburg (Deutschland) wegen seines langjährigen Engagements für die Barrierefreiheit, einer klaren, langfristigen Zukunftsstrategie und der beispielhaften Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in städtische Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit von der Planung bis zur Ausführung

  • Santander (Spanien) wegen seiner durchgehend behindertenfreundlichen städtischen Programme nach den Prinzipien des „Universellen Designs“ sowie wegen der Qualität und der Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse

An der zweiten Ausgabe des Access City Award nahmen 114 Städte aus 23 EU-Ländern teil. Hierfür mussten sie ihre Anstrengungen und Erfolge bei der Schaffung eines gleichen Zugangs für alle – unabhängig von Alter oder Behinderung – nachweisen. Nationale Jurys, denen Menschen mit Behinderungen und Sachverständige angehörten, nominierten 31 Bewerberstädte für die Ausscheidung auf europäischer Ebene.

Hintergrund

Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen beim Zugang zur physischen Umwelt, zu Verkehrsmitteln, zu Informations- und Kommunikationstechnologien und ‑systemen sowie zu anderen Einrichtungen und Diensten nicht benachteiligt sein dürfen.

Der Access City Award wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Sieger der ersten Preisverleihung war Avila in Spanien (IP/10/1641). Neben dem Gewinner und drei weiteren Finalteilnehmern verlieh die Jury in diesem Jahr auch folgenden Städten besondere Auszeichnungen:

  • Grenoble (Frankreich) im Bereich öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen: wegen seines langjährigen Engagements für die Verbesserung der Barrierefreiheit und einer konsequenten Politik der sozialen Inklusion mit einer zugänglichen Infrastruktur

  • Ljubljana (Slowenien) im Bereich Verkehr und damit zusammenhängende Infrastruktur: wegen seines kohärenten, integrierten Konzepts für die Barrierefreiheit im Stadtzentrum (Busse mit hör- und sichtbaren Haltestellenankündigungen, Blindenschilder an Bushaltestellen, taktiler Stadtplan)

  • Olomouc (Tschechische Republik) im Bereich Information und Kommunikation, einschließlich neuer Technologien: Hier wurden innovative Projekte ins Leben gerufen, etwa ein Multimedia-Touristenführer – ein neuartiges interaktives Navigationstool mit GPS, das akustische und optische Informationen in mehreren Sprachen bietet

  • Terrassa (Spanien) im Bereich gebaute Umwelt und öffentliche Räume: wegen seiner nachhaltigen Anstrengungen zur barrierefreien Gestaltung historischer Stätten und wegen seiner Bemühungen um Beseitigung architektonischer Hindernisse in Wohngebäuden und Parks, auf Straßen und Plätzen und in historischen Gebäuden, einschließlich der Einrichtung von Aufzügen, Rampen und Brücken

Weitere Informationen unter:

Generaldirektion Justiz – Neuigkeiten

http://ec.europa.eu/justice/newsroom/index_de.htm

Access City Award

http://www.accesscityaward.eu/index_de.htm

Homepage der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU-Justizkommissarin Viviane Reding

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm

Kontakt:

Matthew Newman (+32 2 296 24 06)

Mina Andreeva (+32 2 299 13 82)


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