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IP/11/145

Den Haag, 11. Februar 2011

Niederlande: Startschuss für das erste der neuen EU-Mikrofinanzierungsprojekte

Der Zugang zu Krediten stellt für viele EU-Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Unternehmensgründer oder Unternehmer mit neue Projektideen, ein großes Problem dar. Ohne Finanzierungsmittel können Unternehmen und Unternehmer wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten nicht erschließen. Dies ist in der derzeitigen Wirtschaftslage besonders besorgniserregend. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission heute zusammen mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) das erste EU-Mikrofinanzierungsprojekt in den Niederlanden eingeläutet. Im Rahmen der EU-weiten Initiative Progress-Mikrofinanzierung fließen EU-Mittel an die niederländische Mikrofinanzierungseinrichtung Qredits, die wiederum Kredite von insgesamt mehr als 20 Mio. EUR an Kleinunternehmen und Einzelpersonen in den Niederlanden vergeben kann, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und ein Unternehmen gründen wollen. Das EU-Mikrofinanzierungsinstrument ist als Teil der EU-Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum eine der konkreten Maßnahmen auf europäischer Ebene, mit denen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bewältigt werden sollen (IP/09/1070).

An der heutigen Auftaktveranstaltung nahmen Prinzessin Máxima der Niederlande, der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration László Andor, der stellvertretende niederländische Premierminister Maxime Verhagen und der geschäftsführende Direktor des EIF Richard Pelly teil.

Gegenüber der Presse erklärte Kommissar Andor: „Dieses neue Mikrofinanzierungsinstrument wird Unternehmertum und Sozialwirtschaft in Europa Auftrieb geben. Es soll hauptsächlich zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und insbesondere benachteiligten Gruppen helfen, alternative Wege aus der Arbeitslosigkeit zu finden. Wir hoffen, damit in den nächsten acht Jahren Kleinkredite für rund 45 000 europäische Unternehmer vergeben zu können.“

Auf der Veranstaltung unterzeichneten der geschäftsführende Direktor des Europäischen Investitionsfonds Richard Pelly und der Geschäftsführer von Qredits Elwin Groenevelt eine Bürgschafts- und Darlehensvereinbarung, die – über Qredits – die Vergabe von Darlehen in Höhe von insgesamt 20 Mio. EUR an Kleinstunternehmer in den Niederlanden erleichtern soll. Qredits hofft, durch Darlehen bis 25 000 EUR mehr als 1000 Kleinunternehmen in den Niederlanden unterstützen zu können, von denen viele Kreditnehmer mit höherem Risiko sind, die häufig Schwierigkeiten haben, von herkömmlichen Banken Kredite zu erhalten.

Hintergrund

Das Europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument (Progress-Mikrofinanzierung) ist eine neue Initiative, die von der Europäischen Kommission und der Gruppe der Europäischen Investitionsbank mit 200 Mio. EUR ausgestattet wurde und vom Europäischen Investitionsfonds verwaltet wird. Die Progress-Mikrofinanzierung soll den Zugang von Kleinstunternehmern und Selbständigen zu Krediten verbessern. Durch das Instrument sollen Menschen unterstützt werden, die Schwierigkeiten haben könnten, Kredite für Unternehmensgründungen zu erhalten. Das Mikrofinanzierungsinstrument zielt insbesondere, aber nicht ausschließlich auf Gruppen ab, die eingeschränkten Zugang zum herkömmlichen Kreditmarkt haben, wie Unternehmerinnen, Jungunternehmer, Unternehmer, die Minderheiten angehören, Unternehmer mit Behinderungen, Einpersonenunternehmen usw.

Finanzprodukte (Kleinstkreditbürgschaften und finanzierte Instrumente) werden über am Instrument teilnehmende förderfähige Mikrofinanzierungsanbieter wie Qredits bereitgestellt. Im Rahmen des Europäischen Progress-Mikrofinanzierungsinstruments übernimmt der Europäische Investitionsfonds Bürgschaften für Einrichtungen wie Qredits und ermöglicht diesen damit die Vergabe von Krediten an Kleinstunternehmer.

Bei Kleinstkrediten in der EU geht es um Beträge bis 25 000 EUR. Sie sind auf Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten (also 91 % aller europäischen Unternehmen) sowie auf Arbeitslose oder Nichterwerbstätige zugeschnitten, die den Sprung in die Selbständigkeit wagen wollen, aber keinen Zugang zu den klassischen Bankleistungen haben. Bei 99 % der Unternehmensgründungen in Europa handelt es sich um Kleinst- oder Kleinunternehmen; hinter einem Drittel dieser Gründungen stehen Arbeitslose.

Weitere Informationen

Über das Europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument:

http://ec.europa.eu/epmf

Über den EIF: http://www.eif.org

Über Qredits: www.qredits.nl


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