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EU–Chile: Grundlagen für eine engere Zusammenarbeit bei der Katastrophenabwehr

European Commission - IP/11/1454   24/11/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

EU–Chile: Grundlagen für eine engere Zusammenarbeit bei der Katastrophenabwehr

Brüssel, 24. November 2011 ­– Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, und Fernando Schmidt, Stellvertretender Außenminister Chiles, werden morgen gemeinsam in Brüssel erörtern, wie die Europäische Union und Chile ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Katastrophenmanagements verstärken könnten.

Anlässlich des Treffens wollen die Europäische Kommission und das Nationale Katastrophenschutzamt Chiles (ONEMI) eine Absichtserklärung unterzeichnen, in der eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Katastrophenvorsorge vereinbart werden soll. Vorgesehen ist eine engere Kooperation auf bilateraler und regionaler Ebene in den Bereichen Verbesserung der Katastrophenvorbeugung und der Vorbereitung auf den Katastrophenfall, systematische Berücksichtigung der Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel.

„Wir sollten das Erdbeben und den Tsunami, von denen Chile im Februar 2010 heimgesucht wurde, als Warnsignal verstehen – die Europäische Union hat zwar rasch Hilfe geleistet, doch hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, noch intensiver zusammenzuarbeiten und im Katastrophenfall rasch zur Stelle zu sein, um Menschenleben zu retten und materielle Schäden zu begrenzen. Die Kommission und Chile arbeiten im Rahmen des Katastrophenschutzprogramms DIPECHO bereits exzellent zusammen. Doch die immer häufigeren und immer heftigeren Katastrophen – gegen die keiner von uns gefeit ist – machen eine noch intensivere Kooperation notwendig", erklärte EU-Kommissarin Kristalina Georgieva vor dem Treffen.

Das Dokument, das am 25. November unterzeichnet werden soll, untermauert die mit dem Assoziierungsabkommen EU-Chile verknüpfte Agenda und steht im Einklang mit der internationalen Kooperationsstrategie, die die Kommission zusammen mit anderen wichtigen Akteuren der Bereiche humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz verfolgt, wie etwa den Vereinigten Staaten, Japan und Russland.

Hintergrund

Die Europäische Kommission verfolgt im Bereich der Katastrophenabwehr ein ganzheitliches Konzept, das Prävention, Vorsorge, Reaktion und Folgenbewältigung umfasst. Darüber hinaus hat die EU verschiedene rechtliche und finanzielle Instrumente entwickelt, die die nationalen Initiativen zur Katastrophenvorsorge und –abwehr ihrer 27 Mitgliedstaaten ergänzen und unterstützen, so z. B. durch Schulungsprogramme, gemeinsame Übungen für Katastrophenschutzexperten, Kooperationsprojekte und die Kofinanzierung der Transportkosten. Durch diese Initiativen will die Kommission eine wirksame Katastrophenabwehr innerhalb der EU sowie eine effiziente Hilfe für andere Länder sicherstellen, die auf Katastrophenhilfe angewiesen sind.

EU–Katastrophenschutzverfahren

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren erleichtert die Zusammenarbeit von 31 europäischen Ländern (EU-27 sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen) auf dem Gebiet der Katastrophenabwehr. Das Verfahren ermöglicht den teilnehmenden Ländern, ihre verfügbaren Ressourcen für weltweite Katastropheneinsätze zu bündeln. Durch die Aktivierung des Katastrophenschutzverfahrens werden Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission leitet das Katastrophenschutzverfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Das Verfahren wurde 2001 eingerichtet und wurde seither sowohl bei Katastrophenfällen in Mitgliedstaaten aktiviert (z. B. 2010 bei den Waldbränden in Portugal und den Überschwemmungen auf dem Balkan sowie 2011 nach einer Explosion auf einem Marinestützpunkt auf Zypern) als auch bei Katastrophen in anderen Teilen der Welt, wie jüngst bei den Erdbebenkatastrophen in Japan und der Türkei. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom Februar 2010 hat Chile ebenfalls europäische Hilfe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens erhalten.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229 68909)

Irina Novakova (+32 229 57517)


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