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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Zusätzliche 1,5 Mio. EUR für die am stärksten betroffenen Dürreopfer in Afghanistan

Brüssel, den 21. November 2011 – Die Europäische Kommission stellt weitere Finanzmittel in Höhe von 1,5 Mio. EUR bereit, um Ernährungshilfe für die etwa 72 000 Dürreopfer in Nordafghanistan zu leisten. Damit erreicht die humanitäre Hilfe der Kommission im Rahmen dieser Krise einen Gesamtbetrag von 4,5 Mio. EUR.

„Die Dürre setzt den Menschen in Nordafghanistan, die bereits aufgrund von Konflikten, mangelnder Sicherheit und Unterentwicklung geschwächt sind, stark zu. Knapp drei Millionen Menschen leiden bereits unter der Dürrekatastrophe, und wir befürchten, dass sich die Krise vor der Ernte 2012 noch zuspitzen wird. Aus diesem Grund weitet die Europäische Kommission ihre Hilfsmaßnahmen für die afghanische Bevölkerung, die sich derzeit in größter Gefahr befindet, aus“, so Kristalina Georgieva, das für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Mitglied der Europäischen Kommission.

Entsprechend den Verfahren der Europäischen Kommission für die Hilfe im Ernährungsbereich wird die humanitäre Hilfe der Kommission in Form von Bargeldtransfers abgewickelt (bedingungslose Transfers oder solche im Rahmen von Geld-für-Arbeit-Programmen), so dass die am stärksten gefährdeten Haushalte Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter auf den lokalen Märkten kaufen können. Die Finanzmittel werden von den humanitären Partnerorganisationen der Kommission verteilt. ECHO wird die Situation weiter beobachten, um zu sehen, ob Bedarf an zusätzlichen Hilfsmaßnahmen besteht.

Die Europäische Kommission verfolgt die Auswirkungen der Dürrekatastrophe seit Juni 2011. Für humanitäre Fragen zuständige Experten der Kommission haben zwei Vor-Ort-Bewertungsmissionen durchgeführt und sich an einem vom Welternährungsprogramm geleiteten „Emergency Food Security Assessment“ beteiligt. Dank der von ihren Experten erfassten Daten kann die Kommission eine gezielte und wirksame Reaktion auf diese Krise gewährleisten.

EU-Entwicklungshilfe

Zwischen 2002 und 2010 hat die Europäische Kommission Afghanistan über 2 Mrd. EUR an Hilfe zur Verfügung gestellt, davon 345,2 Mio. EUR für humanitäre Hilfsmaßnahmen. Zu den vorrangigen Bereichen der Zusammenarbeit der EU mit Afghanistan gehören Landwirtschaft, Governance, Gesundheit und regionale Zusammenarbeit.

Landwirtschaft

Im Bereich der mittel- und langfristigen Entwicklungshilfe stellt die Verfügbarkeit von Wasser für Bewässerungszwecke eines der Haupthindernisse für die Entwicklung der Landwirtschaft in Afghanistan dar (ein von Trockenheit und Dürreproblemen geprägtes Land, in dem die meisten Regenfälle im Winter und nicht in der Anbauzeit verzeichnet werden). Seit 2004 fördert die EU die nachhaltige Entwicklung des Flusseinzugsgebiets Panj-Amu, das 40% der afghanischen Wasserressourcen ausmacht.

Die EU fördert darüber hinaus die Tiergesundheit. So stellt sie z. B. dem Ministerium für Landwirtschaft, Bewässerung und Viehwirtschaft technische und institutionelle Hilfe zur Verfügung. Darüber hinaus leistet die EU auch im Rahmen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Unterstützung, um die Produktivität der wichtigsten Nahrungsmittelpflanzen zu verbessern und eine bessere Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Hintergrund

Geringe Schnee- und Regenfälle im Winter und Frühjahr 2011 haben zu einer schweren Dürre im Norden, Nordosten und Westen Afghanistans geführt, von der etwa 2,8 Millionen Menschen betroffen sind. Afghanistan wird häufig von Naturkatastrophen heimgesucht, wodurch die ohnehin schon stark durch den Bürgerkrieg geschwächte Bevölkerung noch zusätzlich belastet wird.

Bislang hat die Europäische Kommission in diesem Jahr ein humanitäres Hilfspaket in Höhe von 33 Mio. EUR zur Unterstützung der von Konflikten und Naturkatastrophen betroffenen Bevölkerungsgruppen in Afghanistan bereitgestellt, darunter Hilfsmaßnahmen für Menschen, die in ihre Heimat zurückkehren. 5 Mio. EUR dieses Pakets sind für die Ernährungshilfe bestimmt.

Die Europäische Kommission beteiligt sich seit 1992 an humanitären Hilfsmaßnahmen in Afghanistan. Im vergangenen Jahrzehnt hat die Kommission über 483 Mio. EUR zur Deckung der Grundbedürfnisse der afghanischen Bevölkerung bereitgestellt.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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