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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Lebensmittelsicherheit: Schulungsinitiative feiert fünf Jahre weltweiten Beitrag zu mehr Lebensmittelsicherheit

Brüssel, den 18. November 2011 – Seit die EU-Kommission vor fünf Jahren die Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ ins Leben gerufen hat, haben nahezu 30 000 Fachleute auf der ganzen Welt an einschlägigen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Lebensmittel in der EU heute sicherer sind als je zuvor. Wirksame amtliche Kontrollen im Lebensmittel- und Veterinärbereich sind entscheidend für den Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen . Die Harmonisierung in diesem Bereich bedeutet für die Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU gleiche Wettbewerbsbedingungen und Vorteile durch mehr Handel mit sicheren Lebensmitteln.

„Die Initiative hat seit ihrem Beginn vor fünf Jahren beachtliche Erfolge gezeitigt und eine gute Basis für die Zukunft geschaffen “, erklärte John Dalli, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar. „Wir können zufrieden zurückschauen, dürfen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Die Vorteile der Fortbildungsmöglichkeiten, die die Initiative ‚Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel‘ bietet, liegen auf der Hand, und wir müssen dafür sorgen, dass das Angebot auch den Herausforderungen der kommenden Jahre gerecht wird “, so Dalli weiter.

Workshop in Malta

Anlässlich des fünften Jahrestages der Schulungsinitiative hat die Europäische Kommission vom 16. bis 18. November in Malta für die Mittelmeerländer einen Workshop über die EU-Normen zur Kontrolle der Pflanzengesundheit veranstaltet . Kommissar Dalli hat daran teilgenommen und eine Rede gehalten.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben sich zudem bei der Besichtigung einer Palmenanpflanzung ein Bild davon machen können, wie die Gesundheitskontrollen insbesondere in Bezug auf den Roten Palmenrüsselkäfer durchgeführt werden. Dieser Schädling befällt eine Vielzahl von Palmenarten, beispielsweise Dattel-, Kokos- und Betelpalmen. Das Insekt kam in der EU nicht natürlich vor und wurde erst durch den Import von Palmen eingeschleppt. Es ist nun in allen Mitgliedstaaten im Mittelmeerraum verbreitet und löst dort Besorgnis über die Zukunft der Palmen aus.

Hintergrund

Geschichte und Nutzen

Im Jahr 2006 führte die Schulungsinitiative die ersten konkreten Fortbildungsmaßnahmen durch und organisierte sieben Programme zu unterschiedlichen Aspekten ihres Schwerpunktbereichs. Seitdem hat sich das Schulungsangebot stark erweitert und umfasst inzwischen 25 Programme jährlich. Zwischen 2006 und 2011 haben weltweit rund 29 000 Menschen aus 180 Ländern direkt an Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen, für die ein Gesamtbudget von 68 Mio. Euro zur Verfügung stand .

Die Initiative hatte ursprünglich Ad-hoc-Charakter, bis die Kommission aufgrund der raschen Zunahme der Tätigkeiten eine Anpassung ihrer Struktur für erforderlich hielt. In der Folge wurden 2009/2010 vor allem bestimmte Finanz- und Verwaltungsaufgaben, die mit den Schulungen einhergehen, auf die Exekutivagentur für Gesundheit und Verbraucher übertragen.

Die Schulungen richten sich an die Mitarbeiter der Behörden in den Mitgliedstaaten und Drittländern, die in die amtlichen Kontrollen in den Bereichen Lebensmittel- und Futtermittelrecht sowie Vorschriften über Tiergesundheit, Tierschutz und Pflanzengesundheit involviert sind. Dadurch sollen die Beamten stärker mit den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften vertraut gemacht werden, so dass sie besser verstehen, welche Kontrollen sie durchführen müssen.

Herausforderungen und Maßnahmen

2008 wurden die ersten beiden Jahre der Schulungsinitiative einer Zwischenbewertung unterzogen. Dabei wurden mehrere Aufgaben identifiziert, für die eine langfristig Schulungsstrategie entwickelt werden muss. An erster Stelle stand dabei die Notwendigkeit, Fortbildungsmaßnahmen in einem Umfang anzubieten, der der hohen und steigenden Nachfrage gerecht wird, Schulungsprioritäten und Zielgruppen klarer zu erkennen, die Qualität der Schulungsmaßnahmen zu verbessern und wirkungsvoller über entsprechende Angebote zu informieren.

Auf diese Ergebnisse reagierte die Kommission im November 2010 mit der Annahme eines Arbeitspapiers der Kommissionsdienststellen, in dem Maßnahmen vorgeschlagen wurden, damit die Schulungsinitiative wirkungsvoll auf die Herausforderungen reagieren kann . Hierzu gehören beispielsweise die Entwicklung eines eLearning-Tools für grundlegende Fortbildungsangebote sowie Studien zur korrekten Einschätzung des erforderlichen Schulungsangebots, langfristig die Einrichtung von Sommerkursen für Tutoren und die Schaffung eines Zentrums, an dem ehemalige Schulungsteilnehmer eine postgraduale Fortbildung absolvieren können.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://ec.europa.eu/food/training_strategy/index_en.htm

http://ec.europa.eu/eahc/food/index.html

MEMO/11/798

Kontakt:

Frédéric Vincent (+32 229-87166)

Aikaterini Apostola (+32 229-87624)


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