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Pflanzenschutz: EU verstärkt Unterstützung zur Bekämpfung gefährlicher Schadorganismen

European Commission - IP/11/1353   16/11/2011

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Pflanzenschutz: EU verstärkt Unterstützung zur Bekämpfung gefährlicher Schadorganismen

Brüssel, 16. November 2011 – Die Europäische Union stellt heute 19 Mio. EUR für die Kofinanzierung von Programmen in sieben Mitgliedstaaten bereit, mit denen Pflanzenschädlinge bekämpft und deren weitere Ausbreitung in der EU verhindert werden sollen, um schwerwiegende Folgen für den Binnenmarkt zu vermeiden. Auf einer Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz befürworteten die Mitgliedstaaten zwei Kommissionsvorschläge, welche die Kofinanzierung (mit 15 Mio. bzw. 4 Mio. EUR) von Maßnahmen vorsehen, die entweder schon durchgeführt worden sind oder nächstes Jahr durchgeführt werden sollen.

„Die Bedeutung der Pflanzengesundheit wird im Alltag oft unterschätzt. Doch kann sie möglicherweise katastrophale Folgen für unsere Bürgerinnen und Bürger haben. Man denke nur an die fast gänzliche Vernichtung der irischen Kartoffelernte, der Ernährungsgrundlage der Bevölkerung, durch die aus Mittelamerika nach Irland eingeschleppte Braunfäule im 19. Jahrhundert. Deshalb ist es unerlässlich, solche Probleme so früh wie möglich zu bekämpfen“, sagte der für Gesundheit und Verbraucherpolitik zuständige EU-Kommissar John Dalli. „Angesichts der aktuellen Haushaltszwänge wird dort Unterstützung geleistet, wo sie am meisten benötigt wird“, fügte er hinzu.

Mittelaufteilung

Der genehmigte Betrag stellt den größten Finanzbeitrag dar, den die EU für solche Zwecke seit dem Inkrafttreten der Kofinanzierungsregelung für den Pflanzenschutz (1997) geleistet hat. Die Mittel werden auf Zypern, Deutschland, Italien, Malta, die Niederlande, Portugal und Spanien aufgeteilt, da diese Mitgliedstaaten solche EU-Hilfen beantragt haben.

Der Kiefernfadenwurm

Die meisten Haushaltsmittel (6 Mio. EUR) werden für die Bekämpfung des Kiefernfadenwurms (Bursaphelenchus xylophilus) aufgewendet, der 2011 in Portugal aufgetreten ist. Dabei handelt es sich um einen mikroskopisch kleinen Wurm, der Nadelbäume befällt. Die europäischen Nadelgehölze sind besonders anfällig für diesen Schadorganismus, der verheerende Schäden in den europäischen Kiefernwäldern anrichten könnte. Mit den Finanzhilfen kann Portugal den Kiefernfadenwurm auf die bereits abgegrenzten Gebiete eindämmen. Damit wiederum lassen sich das Hoheitsgebiet der anderen Mitgliedstaaten und die Handelsinteressen der EU gegenüber Drittländern schützen.

Weitere 4 Mio. EUR werden Portugal zudem dabei unterstützen, die enormen Ausgaben zu bewältigen, welche 2006-2007 für die Schaffung einer Pufferzone angefallen sind, d. h. für die Abholzung eines Streifens, in dem nun keine vom Kiefernfadenwurm befallene Bäume mehr stehen. Diese Zone wurde errichtet, damit der Schädling sich nicht weiter ausbreiten konnte.

Auch Spanien erhält Finanzhilfen für seine erfolgreichen Tilgungsmaßnahmen gegen die beiden isolierten Ausbrüche des Kiefernfadenwurms in Extremadura und Galizien.

Sonstige Schadorganismen

Weitere 1,1 Mio. EUR werden Spanien für die Bekämpfung der Insel-Apfelschnecke (Pomacea insularum) zur Verfügung gestellt, einer der größten Schnauzenschnecken, die Reisfelder befällt und damit verheerende Folgen für natürliche Feuchtgebiete haben kann. Dadurch werden in der EU möglicherweise 420 000 Hektar Reisfläche bedroht. Bisher wurde in der EU erst ein Ausbruch bekannt, und zwar im Ebro-Delta (Katalonien).

Auch für die Bekämpfung zweier Käfer – des asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) und des Citrusbockkäfers (Anoplophora chinensis) – in Deutschland, Italien und/oder den Niederlanden werden Finanzhilfen bereitgestellt. Beide Insekten befallen ein breites Spektrum von Holzpflanzenarten und kommen hauptsächlich in Asien vor. Darüber hinaus werden Mittel bereitgestellt, um Rynchophorus ferrugineus auf Zypern und Malta zu bekämpfen, wo er Palmen befällt.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/food/plant/organisms/index_de.htm

MEMO/11/787

Kontakt:

Frédéric Vincent (+32 229-87166)

Aikaterini Apostola (+32 229-87624)


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