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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Libyen: zusätzliche EU-Unterstützung für humanitäre Minenräumung

Brüssel, 7. November 2011 – Angesichts des verstärkten Bedarfs für die rasche Räumung von nicht explodierten Sprengkörpern und Sprengfallen in ehemaligen Kampfgebieten in Libyen hat die Europäische Kommission angekündigt, dass sie weitere Mittel in Höhe von 500 000 EUR zur Verfügung stellen wird.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, Humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Eine der größten Bedrohungen für die Zivilbevölkerung sind weiterhin die Hinterlassenschaften des Krieges. Auch nach dem Ende der Kampfhandlungen fordern nicht explodierte Munition und Minen weiterhin Opfer, und hiervon sind vor allem Kinder betroffen. Diese zusätzlichen Mittel werden der libyschen Bevölkerung dabei helfen, die Gefährdung zu verringern und damit die Zahl der Verletzungen und Todesfälle zu senken.“

Die Mittel werden über die Danish Demining Group des Dänischen Flüchtlingsrats bereitgestellt, die diese für die Räumung von Minen, anderen nicht explodierten Sprengkörpern und Sprengfallen in Sirte und Bani Walid einsetzt. Schon in den nächsten Tagen sollen mehrere Teams zur Beseitigung von Explosivstoffen (Explosive Ordnance Disposal Teams) in die betroffenen Gebiete entsandt werden.

Hintergrund

Mit den heute bereitgestellten Mitteln hat der Dienst für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) der Europäischen Kommission insgesamt fast 2 Mio. EUR für die humanitäre Minenräumung in Libyen zur Verfügung gestellt. ECHO unterstützt derzeit zwei humanitäre Minenräumungs-Einsätze: ein Projekt mit der Fédération Suisse de Déminage (FSD) und der Danish Church Aid (DCA) sowie ein Projekt mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), beide mit einer Laufzeit von sechs Monaten. In beiden Projekten sollen Gebiete, die durch unexplodierte Munition verseucht sind und eine Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellen, ermittelt und gesichert werden, außerdem sollen Explosivstoffe in Krankenhäusern, Schulen und dicht besiedelten Gebieten beseitigt werden. Der Einsatz des IKRK beinhaltet auch eine Komponente Vernichtung von Kleinwaffen und leichten Waffen sowie Aufklärung über Minengefahren für die von den Konflikten betroffene Bevölkerung. Das IKRK wird zudem Schulungen und Beratung für die libysche Sektion bereitstellen, damit diese ihre Programmierung zum Thema Verseuchung durch Waffen verbessern und zum wichtigsten Anbieter von Maßnahmen zur Aufklärung über Minengefahren in Libyen werden kann. Der Einsatzbereich beider Projekte ist landesweit, und die Aufklärungsmaßnahmen der FSD richten sich auch an die libyschen Flüchtlinge in Südtunesien.

Darüber hinaus hat die britische Organisation Save the Children in ihren über ECHO finanzierten Einsatz ebenfalls eine Komponente mit Aufklärungsmaßnahmen zu explosiven Kampfmittelrückständen aufgenommen. Die Organisation beabsichtigt, Betreuungspersonen, die in den von ihr eingerichteten kindergerechten Räumen/außerschulischen Betreuungsangeboten tätig sind, zu schulen, damit diese dann Kinder über Minengefahren und Kampfmittelrückstände aufklären können.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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