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EU verfolgt ehrgeizige Pläne zum Schutz von Thun und Schwertfisch im Atlantik und im Mittelmeer

European Commission - IP/11/1335   11/11/2011

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU verfolgt ehrgeizige Pläne zum Schutz von Thun und Schwertfisch im Atlantik und im Mittelmeer

Brüssel, den 11. November 2011 – Die Internationale Kommission zur Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) hält vom 11. bis 19. November 2011 in Istanbul ihre 22. ordentliche Tagung ab. Auf dieser alljährlich stattfindenden Tagung werden die Europäische Union und die anderen ICCAT-Vertragsparteien Bewirtschaftungs- und Überwachungsmaßnahmen für den nachhaltigen Schutz von Thunfisch und verwandten Arten im Atlantik und im Mittelmeer vereinbaren. Diese Maßnahmen stützen sich auf ein wissenschaftliches Gutachten, das am 17. Oktober 2011 veröffentlicht wurde, und umfassen bei entsprechender Empfehlung des Wissenschaftlichen Ausschusses der ICCAT, wie etwa für Großaugenthun oder den im Nord- bzw. Südatlantik lebenden Weißen Thun, die Festsetzung von höchstzulässigen Gesamtfangmengen (TAC). Die Europäische Union wird in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Wissenschaftlichen Ausschusses ehrgeizige Vorschläge für die Erhaltung der Schwertfischbestände im Mittelmeer, von tropischem Thunfisch und von Haien vorlegen. Außerdem wird sich die EU für Maßnahmen zur Eindämmung der Beifänge von Seevögeln einsetzen.

Die TAC für Roten Thun wurde für 2012 auf 12 900 Tonnen festgesetzt und wird voraussichtlich in dieser Höhe beibehalten, weil in der Zwischenzeit kein neues Gutachten vorgelegt wurde. Ein äußerst wichtiger Punkt der Tagung ist die Prüfung, ob alle Vertragsparteien die geltenden Bestandserhaltungs- und Durchsetzungs­vorschriften einhalten, insbesondere diejenigen für Roten und tropischen Thun, um für alle Beteiligten gleiche Bedingungen zu schaffen und die Wirksamkeit der Maßnahme zu erhöhen.

Zur weiteren Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Rotem Thun über die gesamte Vermarktungskette sowie zur leichteren Aufdeckung von Betrug und zur Abschreckung gegen illegale Fänge wird die EU weiterhin führend an der Entwicklung eines elektronischen Fangdokumentationssystems (e-BCD) für Roten Thun mitwirken, das das derzeitige papiergestützte System ersetzen soll. Gleichzeitig wird sich die EU für die Annahme von Fangdokumentenregelungen für andere von der ICCAT bewirtschaftete Fischarten einsetzen.

Wie angekündigt in dem Schreiben, das Maria Damanaki, EU-Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei, kürzlich an den Vorsitzenden der ICCAT gerichtet hat, wird die EU eine Initiative vorschlagen, um den wissenschaftlichen Gutachten zur Unterstützung ebenso fundierter wie effektiver Entscheidungen der ICCAT-Fischereimanager eine noch solidere Grundlage zu geben und sie weiter zu verbessern. Dabei sollen Anreize für die Vertragsparteien geschaffen werden, damit sie die Fangdaten übermitteln, die zur Bewertung der Bestände, einschließ­lich der Haifischbestände, im Rahmen der ICCAT-Konvention erforderlich sind.

Ebenso wird die EU ihren Kampf gegen die IUU-Fischerei (illegale, nicht gemeldete oder unregulierte Fangtätigkeit) fortsetzen, indem sie sich für die Einführung von Hafenstaatmaßnahmen stark macht.

Hintergrund

Das Ziel der ICCAT besteht in der Erhaltung der Bestände von im Atlantischen Ozean und im Mittelmeer lebendem Thun und verwandten Arten auf nachhaltigem Niveau. Die EU ist Vollmitglied der ICCAT spielt eine führende Rolle bei der Erreichung dieses Ziels.

Weitere Informationen:

ICCAT-Website

Ansprechpartner:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


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