Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR ES LV

Europäische Kommission – Pressemitteilung

EU kündigt neue Unterstützung für die Bildungsförderung in Entwicklungsländern an

Brüssel, 7. November 2011 – Morgen wird die EU neue Mittel für die Globale Partnerschaft für Bildung zusagen, um die grundlegende Schulbildung in mehr als 46 Entwicklungsländern zu verbessern.

Diese zusätzliche Unterstützung wird auf einer Konferenz in Kopenhagen zugesagt, zu der mehr als 200 Teilnehmer aus über 40 Ländern erwartet werden. Sie wird von der Globalen Partnerschaft für Bildung (Global Partnership for Education – GPE) organisiert, um mehr Ressourcen und politisches Engagement für die Unterstützung der Initiative „Bildung für alle“ in Entwicklungsländern zu mobilisieren.

Vor der Konferenz erklärte Kommissar Piebalgs: „Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden weltweit erhebliche Fortschritte bei der Grundschulbildung erzielt. Die EU hat hier eine Schlüsselrolle gespielt – dank unserer Unterstützung haben seit 2004 mehr als 9 Millionen Schüler eine Grundschule besucht. Nun müssen wir uns darauf konzentrieren, die Qualität dieser Bildung zu verbessern – daher habe ich vorgeschlagen, mindestens 20 % der Hilfe für die menschliche Entwicklung und die soziale Inklusion einzusetzen. Dies wird auch den Bemühungen der Globalen Partnerschaft für Bildung in diesem Bereich zugute kommen.“

In der neuen „Agenda für den Wandel“ in der Entwicklungspolitik der EU wird vorgeschlagen, das Engagement der EU für die Bildung zu verstärken. Ferner wird unterstrichen, dass die EU sich auf diejenigen Bereiche konzentrieren sollte, die die Grundlagen für ein nachhaltiges Wachstum bilden und dazu beitragen, dass dieses Wachstum breitenwirksam ist. Zu diesen Bereichen zählen Bildung, Gesundheit und Sozialschutz für alle.

Die Globale Partnerschaft für Bildung arbeitet darauf hin, 67 Millionen Kinder, die derzeit in Entwicklungsländern keine Schule besuchen, auf die Schulbank zu bringen und ihnen eine gute Schulbildung zu vermitteln. Durch die neue Zusage der EU werden zwischen 2011 und 2013 insgesamt 31,8 Mio. EUR in den Fonds der Globalen Partnerschaft für Bildung fließen.

Zahlen und Fakten

Dank der bilateralen Unterstützung der Kommission wurde seit 2004 Folgendes erreicht:

  • Über 9 Millionen Schüler besuchten eine Grundschule.

  • Über 85 000 zusätzliche Schülerinnen besuchten eine weiterführende Schule.

  • Über 720 000 Grundschullehrer wurden ausgebildet.

Die Priorität, die die Kommission der Bildung einräumt, spiegelt sich in dem Umfang der Unterstützung für diesen Bereich im Rahmen des laufenden Programmierungszyklus (2007/08-2013) wider.

Für die Bildung werden in 46 Ländern insgesamt 3,9 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt:

  • 2,2 Mrd. EUR für die Primar- und Sekundarschulbildung,

  • 0,5 Mrd. EUR für die technische und berufliche Bildung,

  • 1,2 Mrd. EUR für die Programme der EU zur Förderung der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern im Hochschulbereich

Zusätzlich zu der direkten Bildungsförderung leistet die Europäische Kommission auch einen beträchtlichen Beitrag über allgemeine Budgethilfe für einzelne Länder, von denen viele eine GPE-Empfehlung erhalten haben. Für allgemeine Budgethilfe werden insgesamt 3,4 Mrd. EUR (2007/08-2013) bereitgestellt, davon gehen 2,3 Mrd. EUR an Länder mit GPE-Empfehlung.

Von den 46 Ländern, die die Kommission unterstützt, sind 17 fragile oder von Konflikten betroffene Staaten; in diese fließen 900 Mio. EUR (bzw. 33 % unserer Mittel, die für die grundlegende Schulbildung und die technische und berufliche Bildung bereitgestellt werden).

Die Kommission hat vor Kurzem neue Mittel für Sudan, Südsudan (jeweils 12 Mio. EUR) und Somalia (30 Mio. EUR zusätzlich zu einer früheren Mittelzuweisung in Höhe von 55 Mio. EUR) bereitgestellt.

Globale Partnerschaft für Bildung

Die Globale Partnerschaft für Bildung wurde 2002 ins Leben gerufen; ihr haben sich 46 Entwicklungsländer sowie mehr als 30 bilaterale, regionale und internationale Agenturen, Entwicklungsbanken, Organisationen des Privatsektors, Lehrer sowie lokale und weltweit agierende Gruppen der Zivilgesellschaft angeschlossen. In den kommenden Jahren werden voraussichtlich 15 weitere Entwicklungsländer der Partnerschaft beitreten.

Der Fonds der Globalen Partnerschaft für Bildung hat zwischen 2004 und 2010 finanzielle Hilfe in Höhe von insgesamt 2,2 Mrd. USD zur Verfügung gestellt.

Dank der Zusammenarbeit der Partner konnten seit 2003 insgesamt 19 Millionen Kinder eine Schule besuchen, 200 Millionen Lehrbücher wurden verteilt, 300 000 zusätzliche Lehrer angestellt, 30 000 Klassenräume gebaut und 700 000 Kinder haben tägliche Schulmahlzeiten erhalten.

In den an der Globalen Partnerschaft für Bildung beteiligten Ländern schließen mittlerweile 68 % der Mädchen ihre Grundschulbildung ab, und die Gesamtabschlussquote im Primarbereich ist von 60 % im Jahr 2002 auf über 72 % im Jahr 2009 gestiegen. Die Wiederholungsquoten sind in den beteiligten Ländern durchschnittlich innerhalb von 3 bis 5 Jahren nach ihrem Beitritt zur Partnerschaft um 50 % gesunken.

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website