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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Alter als Chance: Europäische Innovations-partnerschaft einigt sich auf neue Maßnahmen

Brüssel, 7. November 2011. Heute einigte sich die Lenkungsgruppe der Europäischen Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter auf gemeinsame Maßnahmen im Zuge des gesellschaftlichen Wandels durch eine alternde Bevölkerung in Europa. Die Pilotgruppe besteht aus Vertretern des Gesundheitswesens und des sozialen Bereichs, von Unternehmen, der Zivilgesellschaft und Behörden. Im heutigen strategischen Durchführungsplan hat die Gruppe vorrangige Maßnahmen dargelegt, mit denen auf die Herausforderung des Alterns mit Innovation reagiert werden soll. Übergeordnetes Ziel ist dabei, zu gewährleisten, dass die EU-Bürgerinnen und Bürger bis 2020 im Durchschnitt zwei Jahre länger aktiv und gesund leben können. Der Durchführungsplan ist der erste Schritt in Richtung auf dieses Ziel; er konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: Vorbeugung, Versorgung und Behandlung sowie unabhängiges Leben. Es wurden fünf Einzelmaßnahmen festgelegt, die im nächsten Jahr eingeleitet werden sollen:

  • innovative Wege, um dafür zu sorgen, dass Patienten die ihnen verschriebenen Arzneimittel auch einnehmen – eine konzertierte Aktion in mindestens 30 europäischen Regionen,

  • innovative Lösungen, um bei älteren Menschen Stürzen vorzubeugen und Frühdiagnosen zu fördern,

  • Zusammenarbeit, um altersbedingten funktionellen Defiziten und Gebrechlichkeit vorzubeugen, unter besonderer Berücksichtigung von Mangelernährung,

  • Verbreitung und Förderung erfolgreicher innovativer Modelle für die integrierte Versorgung älterer Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden, beispielsweise durch Fernüberwachung. Die Maßnahmen sollen in einer ganzen Reihe von EU-Regionen getroffen werden;

  • Verbesserung der Übernahme von miteinander kompatiblen IKT-Lösungen für unabhängiges Leben durch globale Standards, damit ältere Menschen länger unabhängig, mobil und aktiv bleiben können.

Darüber hinaus werden die Vernetzung und der Know-how-Transfer zum Thema Innovation für altersgerechte Gebäude, Städte und Umgebungen fortgesetzt.

Die Lenkungsgruppe ruft die Europäische Kommission dazu auf, Hindernisse für die Innovation im Bereich Aktivität und Gesundheit im Alter abzubauen und für einen wirksameren Einsatz der EU-Fördermittel zu sorgen.

Die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Neelie Kroes, der für Gesundheit und Verbraucherpolitik zuständige Kommissar John Dalli und die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn teilen sich die Federführung der Partnerschaft.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten sie: „Wir möchten das Leben der älteren Menschen in Europa wirklich verändern, und genau das ist es, was dieser Plan vorsieht. Angesichts der Herausforderungen, vor denen Europa heute steht, sind wir sehr froh, dass sich so viele Beteiligte mit vereinten Kräften engagieren. Nur durch ihre innovativen Konzepte können wir die Herausforderung der demografischen Entwicklung in eine große Chance für die Menschen, für die Pflegeleistenden und für die Unternehmen verwandeln. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, zum Beispiel durch Regulierung und Finanzierung, und wir werden mit Regierungsverantwortlichen und Interessenträgern sprechen, damit sich dieser Plan in die Realität umsetzen lässt.“

Hintergrund

Die Europäische Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter ist ein integraler Bestandteil der Innovationsunion, einer der sieben Leitinitiativen der Strategie Europa 2020. Ihr Ziel ist es, bis zum Ende dieses Jahrzehnts intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu ermöglichen. Die Innovationsunion sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, die Europa in die Weltklasse der Wissenschaft aufrücken lassen, Hindernisse für Innovationen beseitigen und die Art der Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor revolutionieren sollen, vor allem durch Innovationspartnerschaften zwischen den EU-Organen, einzelstaatlichen und regionalen Behörden sowie Unternehmen.

Ihre Lenkungsgruppe wurde im Mai 2011 eingesetzt und besteht aus mehr als 30 Interessenträgern aus der gesamten Innovationskette für Gesundheit im Alter, einschließlich der Mitgliedstaaten und Regionen, Organisationen, die ältere Patienten, Kranken- und Altenpflegepersonal sowie Ärzte vertreten, Wissenschaftlern, Vertretern von Krankenhäusern, Hochschulen, Industrie und Risikokapitalorganisationen. Den Vorsitz führen die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes und der für Gesundheit und Verbraucherpolitik zuständige Kommissar John Dalli.

Die Lenkungsgruppe hat eine erste Reihe von fünf Maßnahmen ausgewählt, die als Pilotmaßnahmen die Vision der Europäischen Innovationspartnerschaft umsetzen sollen. Längerfristig wird diese erste Reihe von Maßnahmen durch weitere ergänzt, mit Prioritäten wie Gesundheitskompetenz, Entscheidungsfähigkeit der Patienten, personalisiertes Gesundheitsmanagement, Prävention und Frühdiagnose funktioneller und kognitiver altersbedingter Defizite sowie die Ausweitung des aktiven und unabhängigen Lebens durch offene und personalisierte Lösungen.

Indem das Potenzial aller Arten von Innovationen – von technologischen, verfahrenstechnischen und organisatorischen bis hin zu sozialen – genutzt wird, regt die Partnerschaft die Interessenträger dazu an, Pflegelösungen zu entwickeln, die den älteren Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Das übergeordnete Ziel der Partnerschaft besteht darin, in der EU bis 2020 die Anzahl der gesunden Lebensjahre um zwei zu erhöhen. Damit sollen drei Ergebnisse erreicht werden:

  • Verbesserung des Gesundheitszustands und der Lebensqualität der Europäer, insbesondere älterer Menschen,

  • Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Leistungsfähigkeit von Gesundheits- und Sozialsystemen,

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU durch ein verbessertes unternehmerisches Umfeld für Innovation.

Verfahren / Was sind die nächsten Schritte?

Die Europäische Kommission wird eng mit einzelstaatlichen Regierungen und einem breiten Spektrum von Interessenträgern zusammenarbeiten, um den Strategischen Durchführungsplan voranzutreiben. Im kommenden Jahr wird sie Aufforderungen veröffentlichen, damit noch andere Interessenträger als die an der Lenkungsgruppe beteiligten daran mitwirken können, gemeinsam die im Strategischen Durchführungsplan festgelegten Prioritäten und Maßnahmen umzusetzen.

Weitere Informationen:

Website der Europäischen Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter:

http://ec.europa.eu/active-healthy-ageing

Website von Neelie Kroes:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

Website von John Dalli:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/dalli/

Pressemitteilungen der Mitglieder der Lenkungsgruppe:

http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm?section=active-healthy-ageing&pg=steering-group-press

Kommissarin Kroes auf Twitter:

http://twitter.com/neeliekroeseu

Website der GD Gesundheit und Verbraucher zur Partnerschaft:

http://ec.europa.eu/health/ageing/innovation/index_en.htm

Der Strategische Durchführungsplan:

http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm?section=active-healthy-ageing&pg=implementation-plan

Website der Digitalen Agenda: http://ec.europa.eu/digital-agenda

Ähnliches Pressematerial:

IP/10/1288, IP/10/581, IP/10/1609, MEMO/10/199, MEMO/10/200, IP/11/519

Kontakt:

Frédéric Vincent (+32 229-87166)

Aikaterini Apostola (+32 229-87624)


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