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Erdbeben in der Türkei: EU-Mitgliedstaaten helfen Überlebenden

European Commission - IP/11/1290   27/10/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Erdbeben in der Türkei: EU-Mitgliedstaaten helfen Überlebenden

Brüssel, 27. Oktober 2011 – Die Europäische Union hat unverzüglich auf ein Hilfeersuchen der Türkei nach dem Erdbeben reagiert: Sechs Mitgliedstaaten schicken Hunderte von Zelten in das Katastrophengebiet.

Nachdem die türkische Regierung letzte Nacht um die Aktivierung des Europäischen Katastrophenschutzverfahren gebeten hatte, koordiniert die Europäische Kommission nun die europäische Hilfe für die Türkei. Die Türkei hat Europa um die Lieferung von Zelten für Familien gebeten, die Opfer des Erdbebens vom Sonntag mit einer Stärke von 7,2 in der östlichen Türkei geworden sind.

„Die türkische Regierung, der Rote Halbmond und zahlreiche freiwillige Helfer stehen vor einer riesigen Herausforderung: Sie haben in diesen Tagen, in denen furchtbare Verluste und verheerende Schäden zu verkraften sind, Tausende gerettet und ihnen geholfen. Nun haben sie uns um Hilfe bei der Versorgung der Überlebenden gebeten und Europa ist bereit, ihnen zur Seite zu stehen,“ sagte Kristalina Georgieva, die für Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin.

„Die Türkei hat sich bei Katastrophen anderen gegenüber überaus solidarisch verhalten. Nun sind sie es, die unsere Hilfe benötigen,“ fügte sie hinzu.

Die Kommission prüft außerdem weitere Möglichkeiten der Hilfe über das Instrument für Heranführungshilfe (IPA). „Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten, um IPA-Mittel bereitzustellen, die über den kurzfristigen Hilfebedarf hinaus reichen,“ sagte Stefan Füle, Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik.

Innerhalb von drei Stunden nach dem Hilfeersuchen der Türkei stellten Österreich, Belgien, Slowenien, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Schweden bereits über 2 300 winterfeste Zelte bereit. Weitere an dem Europäischen Katastrophenschutzverfahren teilnehmende Länder versicherten ebenfalls ihre Bereitschaft zu helfen. Um die Soforthilfe vor Ort zu erleichtern, wird ein Team europäischer Katastrophenschutzexperten abgestellt.

In den kommenden Tagen wird die Kommission außerdem einen Beschluss über die weitere Unterstützung in Form von Unterkünften aus vorgefertigten Bauteilen fassen.

Hintergrund

Am 23. Oktober wurde die Provinz 17 km nördlich der Stadt Van im Osten der Türkei von einem Erdbeben der Stärke 7,2 getroffen. Danach erfolgten noch einige starke Nachbeben. Das Beben war eines der stärksten in der türkischen Geschichte.

Bis zum 26. Oktober waren 461 Todesopfer und 1 352 Verletzte gemeldet worden. Mehr als 2 200 Gebäude wurden beschädigt.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit in der Katastrophenbewältigung zwischen 31 Ländern in Europa (die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über ihr Krisenreaktionszentrum (das Beobachtungs- und Informationszentrum).

Seit seiner Einrichtung im Jahr 2001 kam das Verfahren sowohl in Europa (z. B. 2010 bei den Waldbränden in Portugal und den Überschwemmungen auf dem Balkan sowie 2011 nach einer Explosion auf einem Marinestützpunkt auf Zypern) als auch weltweit, unter anderem nach dem Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe in Japan, zum Einsatz.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

Peter Stano (+32 229-57484)

Anca Paduraru (+32 229-66430)


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