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Krebs: Neue EU-Leitlinien für Darmkrebsvorsorge und -erkennung

Commission Européenne - IP/11/125   03/02/2011

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IP/11/125

Brüssel, 3. Februar 2011

Krebs: Neue EU-Leitlinien für Darmkrebsvorsorge und -erkennung

Im Rahmen ihrer Bemühungen um die Verbesserung der Darmkrebsvorsorge und -erkennung veröffentlicht die Europäische Kommission vor dem morgigen Weltkrebstag heute die erste Ausgabe der Europäischen Leitlinien für Qualitätssicherung in der Krebsvorsorge und -erkennung. Darmkrebs ist in der EU bei den neu diagnostizierten Fällen die zweithäufigste Krebsart und die zweithäufigste Todesursache durch Krebs. Er ist für jeden siebten neuen Krebsfall und jeden achten Todesfall durch Krebs verantwortlich. Die Verbesserung der Vorsorge und Früherkennung ist der Schlüssel für die Senkung der Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs.

Der Europäische Kommissar für Gesundheit und Verbraucher, John Dalli, sagte: „Diese Leitlinien für die Vorsorge tragen dazu bei, dass die Patienten dank der Darmkrebsfrüherkennung eine Chance haben, rechtzeitig behandelt zu werden. Für einen Patienten können von Vorsorge und Früherkennung Leben oder Tod abhängen. Deshalb ist es wichtig, dass diese Leitlinien und die Maßstäbe, die sie für vorbildliche Verfahren in der Darmkrebsvorsorge setzen, EU‑weit befolgt werden.“

Die Anwendung der Leitlinien

Nach den Leitlinien für die Brustkrebsvorsorge und die Gebärmutterhals-krebsvorsorge sind die Leitlinien für Darmkrebsvorsorge die letzten einer Reihe von drei Leitlinien für Krebsvorsorge, die die Kommission veröffentlicht hat, um die Mitgliedstaaten bei ihren Vorsorge- und Früherkennungsprogrammen zu unterstützen.

Die heutige Veröffentlichung stellt die allererste Sammlung einheitlicher Leitlinien für alle nötigen Schritte bei einer wirksamen bevölkerungsweiten Darmkrebsvorsorge in der EU dar. Mit ihrer Anwendung können die Mitgliedstaaten ihre Systeme effizienter organisieren, einschließlich der Diagnose und des Umgangs mit Krebserkrankungen, die bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Durch bevölkerungsweite Früherkennung anhand der von der EU empfohlenen Tests konnte die Sterblichkeit durch Darmkrebs nachweislich um etwa 15 % in der entsprechenden zur Vorsorge aufgeforderten Altersgruppe (50 bis 74 Jahre) gesenkt werden.

Die Leitlinien, die für die Kommission vom Internationalen Krebsforschungszentrum (www.iarc.fr) koordiniert werden, sind mit Beiträgen von mehr als 90 Sachverständigen aus 32 Ländern erarbeitet worden und bilden den Maßstab für vorbildliche Verfahren bei der Darmkrebsvorsorge. Die breite Anwendung dieser Leitlinien dürfte es auch den Experten in diesem Bereich erleichtern, Informationen und Erfahrungen EU-weit auszutauschen. Dies ist von wesentlicher Bedeutung für die Innovation und die ständige Verbesserung bestehender Krebsfrüherkennungsprogramme.

Anhebung der Standards

Die EU-Leitlinien für Darmkrebsvorsorge sollen die Qualitätsstandards anheben, indem sie Leitsätze und evidenzbasierte Empfehlungen für die Qualitätssicherung geben, die bei der Durchführung von Darmkrebsvorsorgeprogrammen in den EU‑Mitgliedstaaten befolgt werden sollten. Sie decken den gesamten Vorsorgeprozess ab – von der Einladung und der Organisation über die Diagnose bis zur Behandlung der entdeckten Läsionen.

Im Mittelpunkt der Leitlinien stehen Grundsätze, die für die Früherkennung wesentliche Bedeutung haben; sie enthalten aber auch solche, die ebenso wichtig für die Diagnose sind: Ausbildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Überwachung und Bewertung, Kosteneffizienz, Minimierung unerwünschter Nebenwirkungen und die rechtzeitige Durchführung weiterer Untersuchungen.

Hintergrund der Krebsvorsorge in der EU

Im Dezember 2003 nahmen die Gesundheitsminister einstimmig die Empfehlung des Rates zur Krebsvorsorge an, in der die Grundsätze vorbildlicher Verfahren zur Früherkennung von Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs beschrieben sind und in denen Europäische Leitlinien für die Vorsorge gefordert wurden. Die Europäischen Leitlinien für Qualitätssicherung in der Darmkrebsvorsorge und ‑erkennung sind die letzten einer Reihe von drei Leitlinien, die die drei in der Empfehlung des Rates genannten Krebsarten abdecken. Sie dienen als Maßstab zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei deren nationalen Programmen zur Bekämpfung von Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs.

Die Europäischen Leitlinien für Qualitätssicherung bei der Brust- und der Gebärmutterhalskrebsvorsorge wurden von entsprechenden Experten ausgearbeitet. Sie werden von der EU veröffentlicht, um sichere, bedarfsgerechte, zuverlässige und kosteneffiziente Dienstleistungen zu fördern, die den Teilnehmern an den Vorsorgeprogrammen den größtmöglichen Nutzen bringen und gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen minimieren. Die neuen EU-Leitlinien für Darmkrebsvorsorge und ‑erkennung werden ähnliche Standards für die Darmkrebsfrüherkennung bereitstellen. Frühere Ausgaben der Leitlinien für Krebsvorsorge kamen unter die zehn Bestseller des EU-Bookshops.

Sonstige von der EU geförderte Initiativen im Bereich der Krebsbekämpfung

Hier ist der Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung zu nennen, der einfache, evidenzbasierte Ratschläge dazu enthält, wie die europäischen Bürgerinnen und Bürger insbesondere durch gesunde Lebensweise und Inanspruchnahme organisierter Früherkennungsprogramme Krebs vorbeugen können. Weitere Informationen sind von folgender Website abrufbar: http://www.cancercode.org/

Die jüngste Initiative der Europäischen Kommission im Bereich der Krebsbekämpfung besteht in der Europäischen Partnerschaft zur Krebsbekämpfung, in der die Bemühungen verschiedener Interessenträger zu einer gemeinsamen Aktion zur Krebsprävention und -bekämpfung gebündelt sind. Innerhalb der Partnerschaft widmet sich der Bereich der Vorsorge auch der Frage, wie sich Hindernisse abbauen lassen, damit bevölkerungsweite Früherkennungsprogramme allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen können. Weitere Informationen finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/health/major_chronic_diseases/diseases/cancer/index_en.htm#fragment1

Die Europäischen Leitlinien für Qualitätssicherung in der Darmkrebsvorsorge und ‑erkennung ist über die Website des EU-Bookshops oder folgenden Link erhältlich:

http://ec.europa.eu/health/major_chronic_diseases/diseases/cancer/index_en.htm#fragment3

MEMO/06/161: Fragen und Antworten zur Brustkrebsvorsorge und ‑erkennung


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