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Drei Monate Hungersnot: Europäische Kommission erhöht die Hilfe für das Horn von Afrika

European Commission - IP/11/1222   20/10/2011

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Europaïsche Kommission - Pressemitteilung

Drei Monate Hungersnot: Europäische Kommission erhöht die Hilfe für das Horn von Afrika

Brüssel, den 20. Oktober 2011 - Die Europäische Kommission mobilisiert weitere 24 Mio. EUR, um den von Hunger und Dürre bedrohten Menschen am Horn von Afrika zu helfen.

Dieser Betrag ergänzt die bereits von der Kommission geleisteten Finanzierungen in Höhe von 160 Mio. EUR. Die Bereitstellung der neuen Finanzmittel erfolgt drei Monate nachdem die Vereinten Nationen Teile Somalias offiziell als Hungerzonen eingestuft hatten. Sie sollen für Nahrung, Wasser und die Behandlung unterernährter Kinder verwendet werden. Außerdem sollen sie Schutz und Sicherheit der Flüchtlinge und Helfer im Flüchtlingslager Dadaab im Nordosten Kenias verbessern.

Dadaab, das an der Grenze zu Somalia liegt, ist das größte Flüchtlingslager der Welt. In den nächsten Monaten dürfte die Zahl der dort lebenden Flüchtlinge auf eine halbe Million anwachsen.

Derzeit sind mehr als 13 Millionen Menschen von den Folgen der Dürre am Horn von Afrika betroffen. Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, forderte die Welt heute erneut auf, Solidarität und Großzügigkeit gegenüber den Notleidenden zu zeigen.

„Millionen von Menschen am Horn von Afrika brauchen unsere Hilfe um zu überleben“, sagte EU-Kommissarin Georgieva. „Am stärksten sind die Kinder gefährdet, da der sehnsüchtig erwartete Regen aufgrund der Ausbreitung von Seuchen wie Durchfall, Cholera und Malaria dramatische Folgen für sie haben kann. Der größte Bedarf besteht weiterhin in Somalia selbst. Dort leisten wir unter oft extrem schwierigen Bedingungen lebensrettende Hilfe für über 1,7 Millionen Menschen.“

„Wir sind alle sehr besorgt über das äußerst unsichere Umfeld, in dem die Helfer jeden Tag ihr Bestes geben, um Leben zu retten und zu schützen. Deshalb werde ich mich weiterhin für mehr Sicherheit für die Helfer einsetzen und mich um zusätzliche Mittel bemühen, um einen besseren Schutz sowohl der Opfer der Hungersnot als auch der Helfer zu garantieren.“

Hintergrund

Mit den seit Anfang des Jahres bereitgestellten 700 Mio. EUR ist die Europäische Union der größte Geber humanitärer Hilfe am Horn von Afrika. Davon stammen 184 Mio. EUR von der Europäischen Kommission.

In Somalia unterstützt die Europäische Kommission lebensrettende Maßnahmen mit 62 Mio. EUR, wobei der Schwerpunkt auf Nahrungsmittelhilfe und dringend notwendiger medizinischer Versorgung liegt. Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission in Kenia (43,8 Mio. EUR), Äthiopien (46 Mio. EUR) und Dschibuti (2,6 Mio. EUR) ist sowohl für die Flüchtlinge aus Somalia als auch für die gefährdete einheimische Bevölkerung der Dürregebiete bestimmt.

In Äthiopien sind 130 000 Somalier in fünf Flüchtlingslagern untergebracht, und auch die Zahl der Flüchtlinge in Dschibuti steigt weiterhin.

In Dadaab finanziert die Europäische Kommission bereits Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen mit 2,6 Mio. EUR aus dem Budget für humanitäre Hilfe. Dieser Betrag soll noch verdoppelt werden. Die Mittel werden unter anderem für die Unterbringung von Neuankömmlingen, den sicheren Transport der somalischen Flüchtlinge von der Grenze zu den Lagern und für ihre Registrierung bei der Ankunft eingesetzt. Die Kommission hat außerdem im Rahmen ihrer Entwicklungspolitik und eines speziellen regionalen Schutzprogramms dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) 4 Mio. EUR für Schutzmaßnahmen in Dadaab zur Verfügung gestellt.

Der Dienst für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) der Kommission ist mit einem regionalen Unterstützungsbüro in Kenia vertreten. Auch in Äthiopien hat ECHO eine Außenstelle. Die ECHO-Experten stehen mit den Hilfsorganisationen in Verbindung und überwachen die Hilfsprojekte.

Seit 2006 hat die Kommission 70 Mio. EUR für Programme zur Reduzierung des Katastrophenrisikos am Horn von Afrika aufgewendet. Diese Programme fördern die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften, indem sie sie dabei unterstützen, die wiederkehrenden Dürrezeiten mit minimalen Verlusten zu überstehen. In Moyale, Nordkenia, haben die Kommission und ihre Partner rechtzeitig ambulante Dienste eingerichtet, um Kinder mit Anzeichen leichter Unterernährung zu identifizieren und zu behandeln. Dadurch ist die Zahl mangelernährter Menschen dort niedriger als in den Nachbarbezirken.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Contacts :

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)


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