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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Galileo: Europa startet erste Satelliten für intelligentes Navigationssystem

Brüssel, 21. Oktober 2011 – Heute macht Europa einen bedeutenden Schritt in seiner Geschichte: Die ersten zwei betriebsfähigen Galileo-Satelliten starten um 12:30 Uhr MEZ von Kourou (Guayana) aus ins All. Mit Hilfe einer Sojus-Trägerrakete sollen die Satelliten die Umlaufbahn in einer Höhe von 23 000 Kilometern erreichen. Damit kommt Europa dem Ziel, über ein eigenes intelligentes Satellitennavigationssystem zu verfügen, das viele Vorteile für Wirtschaft und Alltag bringen wird, ein gutes Stück näher. Die europäische Industrie ist bestens platziert, um vom Galileo-Programm zu profitieren. Sie gewährt Unternehmen und Bürgern direkten Zugang zu einem Satellitennavigationssignal, das in Europa bereitgestellt wird.

Ab 2014 wird durch die neue Konstellation eine ganze Palette von Diensten verbessert, die von präziser Fahrzeugnavigation, effektiver Verwaltung des Straßenverkehrsnetzes, Such- und Rettungsdiensten, sichereren Bankgeschäften bis hin zu verlässlicher Elektrizitätsversorgung reicht. Diese Dienste sind stark auf Satellitennavigation angewiesen, um effektiv arbeiten zu können. Insgesamt wird dies der Wirtschaft in den kommenden 20 Jahren schätzungsweise etwa 90 Mrd. EUR einbringen.

Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte hierzu: „Das ist ein Augenblick des Stolzes für alle Europäer. Der heutige Start ist der Beweis für unsere Leistungsfähigkeit im Raumfahrtbereich. Ich appelliere an die europäische Industrie und die KMU, diese wichtige wirtschaftliche Chance sofort zu ergreifen, die ihnen dieses System bietet. Jetzt gilt es innovativ zu sein! Europas Bürger können sich schon darauf einstellen, dass Galileo bald Teil des Alltags ist.“

Näheres dazu unter:

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/space/galileo/index_en.htm

Galileo: Ein hochmodernes, globales Satellitennavigationssystem für Europa

Mit dem Galileo-Programm wird ein hochmodernes, globales Satellitennavigationssystem aufgebaut, das eine zuverlässige und äußerst präzise weltweite Positionsbestimmung ermöglicht. Es wird ab 2014 drei Dienste umfassen: den offenen Dienst (unentgeltlich), den öffentlich-staatlichen Dienst (Public Regulated Service – PRS) und den Such- und Rettungsdienst. Zu einem späteren Zeitpunkt werden noch ein kommerzieller und ein sicherheitskritischer Dienst hinzukommen, die einen höheren Datendurchsatz und mehr Genauigkeit bei authentifizierten Daten ermöglichen.

Mit dem heutigen Start wird der erste echte Grundstein für die vollständige Konstellation gelegt, die zur Bereitstellung der grundlegenden Dienste bis 2014 führen wird. Die zwei Satelliten sind mit den genausten Maser-Atomuhren aller Zeiten ausgestattet – die Abweichung beträgt eine Sekunde in drei Millionen Jahren –, mit denen die Validierung der 30 geplanten Satellitenkonstellationen jetzt noch schneller erfolgen kann.

Galileo ist mit GPS interoperabel und kompatibel.

Galileo dürfte 90 Mrd. EUR Mehreinnahmen für die Industrie einbringen

Europas Satellitennavigationssystem ist ohne Zweifel auf dem besten Weg zur Betriebsfähigkeit. Daher muss der Schwerpunkt nun im Sinne der Europa-2020-Strategie der Kommission auf die Bereitstellung von Diensten verlagert werden, von denen die europäischen Bürger und die Wirtschaft profitieren. Durch das System und seine Dienste werden viele Branchen der europäischen Wirtschaft unterstützt: Stromnetzbetreiber, Logistikunternehmen, Finanzmärkte und Schifffahrtsindustrie werden ebenso wie Rettungsdienste und friedenserhaltende Missionen vom unentgeltlichen offenen Dienst, vom öffentlich-staatlichen Dienst und vom Such- und Rettungsdienst profitieren.

Außerdem stellt das Galileo-Programm sicher, dass europäisches Know-how bei einer Technologie zum Einsatz kommt, deren Bedeutung für Bereiche wie etwa die Stromversorgung und die Telekommunikationsnetze von entscheidender Bedeutung ist. Das im Rahmen des Galileo-Programms entwickelte System dürfte über einen Zeitraum von 20 Jahren durch Mehreinnahmen der Industrie und durch seinen Nutzen für Öffentlichkeit und Gesellschaft ein Plus von 90 Mrd. EUR einbringen.

EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) steht für geostationärer Navigationsergänzungsdienst für Europa und ist das europäische System zur Verstärkung von GPS-Signalen. Es handelt sich dabei um den Vorläufer von Galileo. Der offene EGNOS-Dienst ist seit Oktober 2009 operativ, und kürzlich gab die Kommission den Startschuss für den sicherheitskritischen EGNOS-Dienst für die Luftfahrt (IP/11/247).

MEMO/11/717

Kontakt:

Carlo Corazza +32 229-51752


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