Navigation path

Left navigation

Additional tools

IP/11/121

Brüssel, den 2. Februar 2011

Kommission hat Einstellungsrunde für Mitarbeiter aus neuen EU-Mitgliedstaaten erfolgreich abgeschlossen

Bei Ablauf des Übergangszeitraums (31. Dezember 2010) hat die Europäische Kommission ihr Einstellungsziel für die zehn Mitgliedstaaten, die der EU 2004 beigetreten sind, erfüllt. Laut Abschlussbericht hat die Kommission zwischen dem 1. Mai 2004 und Ende 2010 insgesamt 4004 Beamte und Zeitbedienstete aus Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern eingestellt. Somit wurde das ehrgeizige Ziel von 3508 Neueinstellungen gar bei weitem übertroffen. Auch auf höherer Führungsebene hat die Kommission ihr selbst gestecktes Ziel, mindestens einen Vertreter jedes der zehn Mitgliedstaaten zum Generaldirektor bzw. zur Generaldirektorin oder deren Stellvertreter zu ernennen, übererfüllt. Die Einstellung von Direktoren und Direktorinnen sowie Referatsleitern verlief ähnlich zufriedenstellend. Gleichzeitig hatte diese Einstellungsrunde ein ausgewogeneres Verhältnis von Männern und Frauen innerhalb der Kommission zur Folge. Ende 2010 waren mehr Frauen als Männer bei der Kommission beschäftigt und mehr Frauen in Führungspositionen als vor der Erweiterung. Die Einstellung von Beamten aus Bulgarien und Rumänien im Ende 2011 auslaufenden Übergangszeitraum gestaltet sich ebenfalls zufriedenstellend.

„Ich freue mich, dass die Einstellungsverfahren im Zuge der jüngsten Erweiterungen so erfolgreich verlaufen sind,“ erklärte Maroš Šefčovič, Vizepräsident und Kommissar für interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung. „Die Auswahl und Aufnahme so vieler neuer Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern ist für jede Organisation eine Herausforderung. Wir haben nicht nur unsere eigenen Ziele übertroffen, sondern auch hervorragende und engagierte Mitarbeiter gefunden und erfolgreich in unsere Struktur eingegliedert. Das hat der Kommission wiederum neue Impulse gegeben.“

Im Rahmen der bislang größten Erweiterung von 2004 wurde vereinbart, übergangsweise (bis 31. Dezember 2010) bevorzugt Mitarbeiter aus den neuen Mitgliedstaaten einzustellen. Eine ähnliche Regelung gilt bis Ende dieses Jahres für Bulgarien und Rumänien.

Die Kommission hat sich verpflichtet, rund 3500 Staatsangehörige aus den zehn neuen Mitgliedstaaten einzustellen, was einem Anteil von knapp 16 % der Gesamtplanstellen vor der Erweiterung entspricht. Die Zielvorgaben für die Einstellung von Führungskräften basierten auf der proportionalen Erhöhung der Managementposten. Darüber hinaus wollte die Kommission mindestens einen Vertreter jedes der zehn neuen Mitgliedstaaten zum Generaldirektor bzw. zur Generaldirektorin oder deren Stellvertreter ernennen.

Das Gesamteinstellungsziel für die zehn neuen Mitgliedstaaten wurde bereits im Oktober 2008, also mehr als zwei Jahre früher als geplant, erreicht, und zwar sowohl für AD- (Verwaltungsräte) als auch für AST-Beamte (Assistenten). Bis Ende 2010 hat die Kommission 4004 Beamte und Vertragsbedienstete eingestellt. Rund 62 % entfielen auf die Laufbahngruppe AD (mit Hochschulabschluss). Ende 2010 waren zudem 595 Vertragsbedienstete und 144 abgeordnete nationale Sachverständige aus den zehn neuen Mitgliedstaaten für die Kommission tätig. Aus jedem der zehn Länder wurde mindestens ein(e) Generaldirektor(in) oder stellvertretende(r) Generaldirektor(in) ernannt, zwei Vertreter aus dreien dieser Länder sogar auf höchster Führungsebene. Hinzu kommen rund 42 Direktoren, Hauptberater und 189 Referatsleiter.

Die Einstellung von Angehörigen aus den neuen Mitgliedstaaten hat zwangsläufig zu einer langsameren Einstellung von Angehörigen aus den 15 alten EU-Mitgliedstaaten geführt. Gleichwohl wurde während des Übergangszeitraums ein annehmbarer Rhythmus beibehalten, so dass keine größeren geografischen Unausgewogenheiten zu befürchten sind.

Die Erweiterung von 2004 hat sich positiv auf das Mann/Frau-Verhältnis innerhalb der Kommission ausgewirkt. Mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter aus den neuen EU-Mitgliedstaaten sind Frauen. Der Frauenanteil von 46,6 % vor der Erweiterung stieg bis Ende 2010 auf 52,1 %. Der Gesamtanteil von Frauen in Führungspositionen ist ebenfalls gestiegen. Darüber hinaus ist durch die Erweiterung das Durchschnittsalter der Kommissionsbediensteten leicht gesunken.

Die Einstellung einer derart großen Anzahl neuer Mitarbeiter war eine große Herausforderung, nicht nur für das Europäischen Amt für Personalauswahl, das für alle EU-Organe zuständig ist, sondern auch für die Kommissionsdienststellen selbst, die zur Integration der neuen Mitarbeiter und ihrer Familien diverse Maßnahmen ergriffen haben.

Die rund 4000 Mitarbeiter aus den zehn neuen Mitgliedstaaten machen 16 % der Beamten und Zeitbediensteten der Kommission aus. Ihre Integration verlief reibungslos, ohne dass es zu einem Einstellungsstopp für Staatsangehörige aus den 15 alten EU-Mitgliedstaaten kam. Deshalb kann sich die Kommission auch vor dem Hintergrund der laufenden Einstellungen von Beamten aus Bulgarien und Rumänien als durch und durch europäisches Organ bezeichnen. Angesichts ihres Ausmaßes war die Erweiterung von 2004 ein großer Erfolg für die Kommission. Die gewonnenen Erkenntnisse werden für künftige Erweiterungen und die Integration von neuen Mitarbeitern von Nutzen sein.

Siehe Webseite:

http://ec.europa.eu/civil_service/index_de.htm

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/sefcovic/headlines/news/2011/02/eu_10_recruitment_en.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website