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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission unterstützt Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, Wasser- und Gesundheitsversorgung

Brüssel, 17. Oktober 2011 – Die Europäische Kommission wird die finanziellen Mittel für die Soforthilfe in Pakistan aufstocken. Zusätzlich zu den 2011 bereits für humanitäre Hilfe bereitgestellten 98 Mio. EUR (86 Mio. EUR von der Europäischen Kommission und 12 Mio. EUR von den EU‑Mitgliedstaaten) wird die Kommission weitere 6,5 Mio. EUR für humanitäre Hilfe zur Verfügung stellen, um die Opfer der Monsunfluten, vor allem in der Provinz Sindh, mit Wasser und Notunterkünften, Nahrung und medizinischer Hilfe zu versorgen. In Pakistan, das schon im Vorjahr von Überschwemmungen heimgesucht wurde, sind in diesem Jahr mehr als 5,4 Mio. Menschen betroffen und über 1,8 Mio. Menschen mussten ihr Heim verlassen.

„Für viele Menschen, die die Folgen der Überschwemmungen im letzten Jahr noch nicht ganz verkraftet haben, ist die Lage katastrophal. Unsere Expertenteams vor Ort haben bestätigt, dass dringend Hilfe benötigt wird, und daher ergreifen wir jetzt die erforderlichen Maßnahmen. Europa tritt dafür ein, dass die internationale Gemeinschaft die Menschen in Pakistan weiterhin unterstützt“, sagte Kristalina Georgieva, die Europäische Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission wird über ihre Partner vor Ort bereitgestellt, zu denen unter anderem Nichtregierungsorganisationen (NRO), Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz/Roter Halbmond zählen. Voraussetzung für die Bereitstellung der Hilfe ist, dass vollständige Unabhängigkeit und der uneingeschränkte und vollständige Zugang zu den notleidenden Gebieten und Menschen gewährleistet sind und die Möglichkeit besteht, alle finanzierten Projekte einer unabhängigen Bewertung, Kontrolle und Überwachung zu unterziehen.

Das Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC) hat ein EU‑Katastrophenschutzteam von fünf Experten nach Pakistan entsandt, das die über den EU-Katastrophenschutzmechanismus geleisteten Hilfemaßnahmen europäischer Staaten koordinieren wird. Die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Kroatien, Liechtenstein und Norwegen bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in Katastrophengebieten in der ganzen Welt.

Hintergrund

Pakistan muss erneut mit den humanitären Folgen bewaffneter Konflikte in Khyber Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten unter Bundesverwaltung, Baluchistan und Karachi und einer Naturkatastrophe fertig werden.

Ein Jahr nach den verheerenden Überschwemmungen haben die jährlichen Monsunregen das Land erneut in große Not gestürzt. Seit der zweiten Augustwoche dieses Jahres führten die Monsunregen in verschiedenen Landesteilen zu Überschwemmungen. Am stärksten traf es die Provinzen Sindh und Baluchistan. Da einige der betroffenen Provinzen bereits letztes Jahr unter Überschwemmungen zu leiden hatten, ist die Regenerationsfähigkeit der dort lebenden Menschen immer noch sehr gering. Zudem stehen in diesem Jahr sind weitere Gebiete unter Wasser.

Die Europäische Union leistete nach den Überschwemmungen im letzten Jahr umfangreiche humanitäre Hilfe in Höhe von 423 Mio. EUR (150 Mio. EUR wurden von der Kommission und 273 Mio. EUR von den EU-Mitgliedstaaten bereitgestellt).

Zusätzlich zu der humanitären Hilfe stellt die Europäische Kommission im Zeitraum 2007 bis 2013 insgesamt 425 Mio. EUR für die Entwicklungszusammenarbeit mit Pakistan bereit. Der Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt auf der Förderung der ländlichen Entwicklung, der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, des Bildungswesens und der Entwicklung der Humanressourcen. Katastrophenschutz und -vorsorge werden bei der Verwendung dieser Mittel stets berücksichtigt.

Insgesamt werden für die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union mit Pakistan im Zeitraum 2009 bis 2013 über 2,4 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stammen zum einen aus dem Haushalt der EU und zum anderen aus den Haushalten der EU‑Mitgliedstaaten. Damit stemmt die EU rund 30 % der gesamten jährlichen Hilfe für Pakistan.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock +32 229-68909

Irina Novakova +32 229-57517


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